Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires

Wie nähert man sich als Besucher oder Tourist Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien?

Das Zentrum von Buenos Aires, jedenfalls das politische und historische, ist an der Plaza de Mayo zu finden.

Die bekanntesten touristischen Plätze liegen also im historischen Herz der Stadt, in den Stadtteilen von Monserrat und San Telmo. Buenos Aires war ursprünglich um die Plaza de Mayo herum gebaut worden, das Verwaltungszentrum der Kolonie.

Im Osten der Plaza de Mayo liegt die Casa Rosada, der offizielle Sitz der Regierung Argentiniens. Im Norden steht die Catedral Metropolitana, die dort bereits in der Kolonialzeit gebaut wurde, und die Nationalbank Argentiniens, die Banco de la Nación Argentina, ein Stück Land, das ursprünglich Juan de Garay besaß. Andere wichtige Kolonialgebäude sind das Cabildo im Westen des Platzes, das während des Baus der Avenida de Mayo und Julio A. Roca renoviert wurde. Im Süden des Plaza de Mayo liegt der Congreso de la Nación, der Nationalkongress, der jetzt die Academia Nacional de la Historia, die Nationalgeschichtsakademie beherbergt.

Schließlich findet man im Nordwesten das Rathaus von Buenos Aires.

Die Avenida de Mayo verbindet die Casa Rosada (Sitz der Regierung) mit dem Kongressgebäude (Parlament). In dieser Avenue gibt es unterschiedliche Gebäude von kultureller, architektonischer und historische Bedeutung, etwa die Casa de la Cultura, das Palacio Barolo und das Café Tortoni. Unter der Straßenoberfläche verläuft die älteste Subte (metro) Linie (Línea) Südamerikas, eröffnet 1913. Am Ende der Avenida de Mayo wird man auf die Plaza de los Dos Congresos geleitet. In diesem Park findet man verschiedene Monumente und Skulpturen, einschließlich einer Kopie von Rodins "Der Denker".

Ein anderer Platz, der im historischen Kern der Stadt besucht werden kann, ist die Manzana de las Luces (wörtlich: der Straßenblock der Lichter). Viele Gebäude von großem historischen Wert beherbergt dieser Straßenblock; so etwa die San Ignacio Kirche, das Colegio Nacional Buenos Aires und das alte Stadtgericht, el Concejo Deliberante, 1894 bis 1931 in Funktion. Die Manzana de las Luces hat verborgene Tunnel, die die Stadt in der Kolonialzeit durchkreuzten.

In San Telmo lohnt es sich, die Plaza Dorrego zu besuchen. Sonntags findet dort die berühmte Feria de Antigüedades (Antikmarkt) statt. Es gibt verschiedene religiöse Shops, die von der Kirche Nuestra Señora de Bethlem, Parroquia de San Pedro Telmo gegründet wurden sowie das Museo Penitenciario "Antonio Ballve". Im Süden dieses Arreals liegen das Museo Histórico Nacional und der Parque Lezama.

Im Stadtbezirk, barrio, Recoleta gibt es ebenfalls eine Vielzahl von touristischen Attraktionen, etwa das Museo Nacional de Bellas Artes, die Biblioteca Nacional,das Centro Cultural Recoleta, die juristische Fakultät der Universidad de Buenos Aires, die Basílica Nuestra Señora de Pilar, das Palais de Glace, die Bar La Biela und der Friedhof Cementerio de la Recoleta, wo man die Überreste von Eva Duarte de Perón besichtigen kann. Im Stadtbezirk, barrio, Retiro ist der Besuch des Bahnhofs Estación Retiro lohnenswert. Es gibt auch verschiedene Monumente und Denkmäler in diesem Stadtteil so die Guerra de Malvinas, die General San Martín, Torre de los Ingleses, und das Kavanagh Gebäude, eines der höchsten der Stadt.

Das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires liegt im barrio von Palermo, und ist das wichtigste des Landes. In seiner Nachbarschaft kann man ebenfalls den Bosques de Palermo, das Planetarium und den Zoo von Buenos Aires finden.

Das südliche Stadtgebiet, lange kein begehrtes Touristenziel, ist historisch der Ursprung der frühen Tango Kultur Buenos Aires'. Heutzutage ist es die Heimat der aufblühenden Kunstszene.

Eine weitere touristisch lohnende Örtlichkeit ist die Avenida Corrientes. In dieser Straße findet man Theater wie das Teatro San Martín, Paseo La Plaza und das Luna Park Stadion. An der Schnittstelle der Avenida Corrientes mit der Avenida 9 de julio steht der Obelisco, das Wahrzeichen der Stadt Buenos Aires. Der Mercado de Abasto, der jetzt ein Shoppingcenter ist, liegt ebenfalls auf der Avenida Correintes. Buenos Aires hat die größte homosexuelle Gemeinschaft Lateinamerikas angezogen. Im Jahr 2006 gab es viele anlegende Kreuzschiffe homosexueller Gäste, ein Ansteigen der von Homosexuellen betriebenen Geschäfte sowie den Baubeginn eines 5 Sterne Hotels für Homosexuelle.

Casa Rosada

Steht man auf der Plaza de Mayo, so fällt dort zunächst die Casa Rosada ins Auge. Sie liegt an der Ostseite der Plaza de Mayo. Im Jahre 1872 hat der argentinische Präsident Domingo F. Sarmiento die Farben der verfeindeten Unitarier und Föderalisten, Weiß und Rot, symbolisch mischen lassen und damit die Einheit der argentinischen Nation demonstriert.

Die Casa Rosada ist der Sitz des jeweils amtierenden Präsidenten. Sie kann nicht besichtigt werden - mit Ausnahme des kleinen Museo de los Presidentes auf der rechten Seite des Gebäudes.

Cabildo

Das weiß getünchte Cabildo mit der zweistöckigen Arkadenfassade und dem Turm in der Mitte liegt der Casa Rosada gegenüber, also auf der Westseite der Plaza de Mayo. Es ist das ehemalige Rathaus von Buenos Aires. Heute befindet sich in seinem Inneren das Museo del Cabildo y la Revolución de Mayo. Dort werden Gegenstände aus der Kolonialzeit Argentiniens präsentiert, etwa Bilder, Waffen, Möbel.

Im Innenhof des Cabildo gibt es ein kleines Café. In unregelmäßigen Abständen werden dort kunsthandwerkliche Sachen auf einem Bazar angeboten.

Catedral Metropolitana

Die im klassizistischen Baustil errichtete Kirche Catedral Metropolitana liegt direkt neben der Nationalbank, der Banco de la Nación. Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach den Plänen der argentinischen Architekten Antonio Masella und Próspero Catelín fertig gestellt. Die Kirche mit den vielen Seitenaltären im Inneren beherbergt das Grabmal des Nationalhelden José San Martín und ist somit ein nationales argentinisches Monument.

Plaza de Mayo

Die Plaza de Mayo ist ein Prunkplatz mit Blumenbeeten und einem Obelisken im Herzen. Der Obelisk, die Pirámide de Mayo wurde 1811 am ersten Jahrestag der politischen Unabhängig errichtet. In der Nähe steht auch ein Denkmal für General Manuel Belgrano, den Helden der Unabhängigkeitskriege. Die Plaza de Mayo ist auch ein Platz der aktuellen Politik: jeden Donnerstagnachmittag protestieren dort die Madres de la Plaza de Mayo, die Mütter der Plaza de Mayo, die bedeutendste Menschenrechtsgruppe Argentiniens, gegen die während der Militärdiktatur begangenen Verbrechen.

Avenida de Mayo

Die Avenida de Mayo beginnt an der Plaza de Mayo. Die 1880 gebaute Prachtstraße ist die Verbindung des Regierungspalastes mit dem Kongressgebäude. Spaziert man über diese Avenida, so fallen architektonische Spielereien wie Erker, Türme, Marmoreingänge, Marmortreppen oder Glasfronten. Sehenswert in diesem Sinn ist das Gebäude Edificio Barolo an der Ecke San José (Nr. 1370) oder das der Zeitung La Prensa an der Ecke Florida (Nr. 575).

Café Trotoni

Das Café Tortoni ist eines der bekanntesten Cafés Bunos Aires. Es wurde 1858 gegründet und ist seit 1893 im Haus Nr. 825 der Avenida de Mayo ansässig.

Avenida 9 de Julio

Die Avenida 9 de Julio durchschneidet die Avenida de Mayo auf der halben Strecke in nordsüdlicher Richtung. Sie ist 125 m breit.

Kongresspalast

Der Kongresspalast wurde im Jahr 1906 im Stil der Neorenaissance errichtet. Sein Vorbild steht in Washington.

Plaza del Congreso

Die Plaza del Congreso ist der Platz vor dem Kongressgebäude. Er beherbergt das "Denkmal für die beiden Kongresse", die 1813 in Buenos Aires und 1816 in San Miguel de Tucumán zur Vorbereitung der Unabhängigkeitserklärung der Republik Argentinien abgehalten wurden. Ganz in der Nähe stehen das Abbild des Publizisten Mariano Moreno (1778 - 1811), eines argentinischen Patriot, ein Abguss Auguste Rodins "Denkers". Besonders am späten Nachmittag wird die Plaza de Congres zu einem viel besuchten Treffpunkt. Besonderheit des Plaza del Congreso ist der dortige Monolith, der sog. Nullpunkt Argentiniens, von dem aus alle Entfernungen im Land gemessen werden.

Avenida Corrientes

Die Avenida Callao führt Richtung Norden nach vier Blocks zur Avenida Corrientes, die auch "Broadway von Buenos Aires" genannt wird. Grund sind die Lichtspielhäuser, die vielen Bühnen, Restaurants, Cafés (die manchmal aus einer Kombination von Buchladen und Café bestehen) - und vor allem das städtische Centro Cultural San Martín. Dort wird ein wechselndes Programm aus Tanz, Musik und Kunst angeboten. Besonders Nachts bietet die Avenida Corrientes einen prachtvollen, glitzernden Anblick; um 3.00 Uhr morgens schwärmen die Nachtmenschen der Metropole dort umher.

Dort wo die Avenida Corrientes die Avenida 9 de Julio kreuzt, ragt der Obelisk mit 67,5 Metern in die Höhe. Errichtet wurde er am 25. Mai 1936, in Erinnerung an den 400. Gründungstag von Buenos Aires.

Teatro Colón

Zwei Blocks nördlich des Obelisken liegt das bedeutendste und wichtigste Theater Argentiniens, das Teatro Colón. Es steht an der Calle Lavalle. Der Hautpteingang befindet sich in der Calle Libertad zwischen Tucumán und Viamonte. 1908 fand die Eröffnung dieses in einem Mix aus italienischer Renaissance und französischem Empirestil gebauten Opernhauses statt. Es gehört zu den bedeutendsten der Welt. Es werden Führungen mit Blick auch hinter die Kulissen angeboten, die in Spanisch und englisch möglich sind. Die englischsprachigen Führungen finden jeweils um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr statt.

Plaza San Martín

Östlich der Avenida 9 de Juliao ist die Calle Lavalle eine Fußgängerzone. Dort gibt es die meisten Kinos von Buenos Aires. Nur wenige Blocks entfernt gibt es auf der Calle Florida eine weitere Fußgänger und Einkaufszone. Die Calle Florida leitet nördlich zum Plaza San Martín. Dieser Platz ist mit schattenspendenden Ombuebäumen bepflanzt.

Recoleta

Der Mittelpunkt des barrio Recoleta ist die Plaza Alevear. Dort findet man auch die Sehenswürdigkeiten Recoletas, nämlich die Kirche und den Friedhof. Die Kirche, die Basílica de Nuestro Señor, wurde 1732 fertiggestellt. Architektin war Andrea Bianchi. Viele sagen, es sei die schönste Kirche von Buenos Aires. Die Fassade zeigt sich im Kolonialstil, im Inneren findet man einen barocken Hauptaltar.

Im Gegensatz zur Kirche wirkt der Friedhof von Recoleta, der Cementerio de la Recoleta prunkvoll. Von der Ausstattung der Grabstätten, die alle aus Mausoleen bestehen, kann man auf den Reichtum der verstorbenen Besitzer schließen. Es finden sich Marmor, Skulpturen und Engelsfiguren in großer Vielzahl. Da ist das Grab von Evita Perón schon beinahe schlicht zu nennen. Sie ist in der Gruft der Familie Duarte begraben, die aus schwarzem Marmor besteht.

Die Plaza Alvear liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Centro Cultural Recoleta, auch Centro Cultural Ciudad Buenos Aires genannt. Dieses ehemalige Kloster beherbergt eine Ausstellungs- und Veranstaltungshalle. Recoleta beheimatet aber auch das Centro Comercial para el Arte y la Decoración; dies sind Läden mit edlen Designerstücken und noch edleren Preisen.

Das Museo Nacional de Bellas Artes liegt in einem mit Säulen verziertem Gebäude an der Avenida del Liberatador Nr.1473, dem Centro Cultural gegenüber. Dort wird Kunst vom Mittelalter bis zur Neuzeit ausgestellt, sowohl argentinische Malerei als auch Werke international bekannter Künstler. Es ist dienstags bis freitags von 12.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Am Wochenende und an Feiertagen bereits ab 9.30 Uhr.

Palermo

Spaziert man über die Avenida del Libertador Richtung Nordwest, so wird man nach Palermo geführt. Mit der U-Bahn (subte) erreicht man diesen bario über die Linie D, wenn man an der Station Plaza Italia aussteigt. Palermo ist ein Stadtteil der gehobenen Mittelschicht. Das Gerücht sagt, dass es hier pro km² die weltweit höchste Zahl an Menschen gibt, die eine Psychoanalyse über sich ergehen haben lassen. Bei den Einheimischen, den Porteños, heißt Palermo deshalb auch "Villa Freud".

Magnet für erholungssuchende ist der Parque 3 de Febrero, der viele Familien am Wochenende zum Picknick einlädt. In seiner Nachbarschaft liegt der Zoo mit dem Eingang an der Plaza Italia. Das Hipódromo Argentino ist der Platz für Anhänger des Pferderennsports. Der Campo Argentino de Polo einer für Anhänger des - wie der Name schon sagt.

San Telmo

Der Flohmarkt auf der Plaza Dorrego in San Telmo ist ein Ereignis für sich. Es findet jeden Sonntagvormittag statt und niemand sollte sich einen Besuch entgehen lassen. Und ohne ein Souvenir wird hier kein Tourist nach Hause gehen, sei es nun ein Ölbild mit einer Tangoszene, ein Lariat (Lasso) oder Sporen eines Gauchos, Tangoschallplatten, Lederwaren oder eine antike Uhr.

Schön anzusehen sind die tanzenden Tangopärchen in den engen Straßen, die nach ihrer Vorführung den Hut kreisen lassen. Schön zu betrachten sind auch die kleinen Plätze, Hinterhöfe und engen Gassen mit den kleinen Cafés San Telmos. Also ein pittoresker Ort, dieses San Telmo!

Der Parque Lezama soll angeblich der Ort der Gründung von Buenos Aires sein. Dort steht ein Denkmal Pedro Mendozas, das 1936 errichtet wurde.

La Boca

Hat man das Grün des Parque Lezama durchquert, so hat man San Telmo verlassen uns ist im Stadtteil La Boca (Der Mund).

Herz von La Boca ist El Caminito, die Straße der bunten Häuser. Die Geschichte lautet wie folgt: der Maler Benito Quinquela Martín, der in diesem bario wohnte, hat die Bewohner dazu gebracht, ihre aus dem Blech abgewrackter Schiffe bestehender Häuser mit bunten Schiffslack zu bemalen. Werke Benito Quinquela Martíns sind im Museo de Bellas Artes de La Boca zu bewundern. Es liegt in der Avenida Pedro de Mendoza Nr. 1835-1843, der alten Stahlbrücke gegenüber, wo verrostete Boote auf dem Wasser des Río Riachuelo liegen.

Diego Maradona spielte zu Beginn seiner Karriere bei den Boca Juniors, deren Stadion, Bonbonera genannt, was Pralinenschachtel bedeutet, in La Boca liegt. Es steht für Besucher offen.

Die Calle Necochea beherbergt viele italienische Restaurants von einfachem Charakter.

Delta des Río Paraná

Das 2600 km² große Delta des Río Paraná beginnt nur 30 km nördlich vom Zentrum der Stadt Buenos Aires. Ausganspunkt eines Besuchs kann die kleine Stadt Tigre sein, die man in einer knappen Stunden mit dem Zug vom Bahnhof Retiro in F.C. Mitre aus erreichen kann. Oder man nimmt den Bus Nr. 60. Die Ausflugsboote in das Delta liegen gegenüber dem Bahnhof in Tigre vor Anker.

Das Delta des Río Paraná besteht aus einer Vielzahl von Wasserarmen, die in den Río de la Plata oder in den Río Uruguay münden. Inseln unterschiedlicher Größe und Kanäle prägen das Landschaftsbild. Die Inseln und Inselchen sind von subtropischen Pflanzen und Bäumen besiedelt. Dass die Natur hier so nahe an der Hauptstadt liegt ist der Grund, dass viele Porteños hier ein Wochenendhäuschen haben.

Will man als Tourist im Delta übernachten, so kann man hierfür eine Jungendherberge wählen, die auf einer kleinen Insel liegt. Sie nennt sich Albergues de la Juventud (Anschrift: Calle Brasil 657, Buenos Aires). Man gelangt dorthin mit dem Bus Nr. 60 vom Bahnhof in Tigre bis zur Endstation, wo man in eine Fähre umsteigt.