Argentinien: Falsche-Flagge Operationen gegen Kirchner

      Argentinien: Falsche-Flagge Operationen gegen Kirchner

      Es ist eine Geschichte wie aus einem Politthriller, welche die öffentliche Diskussion in Argentinien beherrscht. Vergangene Woche forderte der argentinische Staatsanwalt Alberto Nisman daher eine Untersuchung des Kongresses, die Kirchners Umgang mit den Ermittlungen klären sollte. Für Montagnachmittag (19.Januar) war eine Anhörung im Parlament geplant. In der Nacht zu Montag wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden... Die Autopsie deutet auf Suizid hin. Seit 2004 untersuchte er die Hintergründe eines Bombenanschlags auf die jüdische Wohlfahrtsorganisation AMIA in Buenos Aires im Jahr 1994. Damals starben 85 Menschen, 300 wurden verletzt. Es ist deutlich, dass Nisman Opfer politisch motivierter Abrechnungen innerhalb der Geheimdienste im Vorfeld des Wahlkampfs wurde. Die Geheimdienste sind schwarze Löcher, die unter vergangenen neoliberalen Regierungen eine enorme Macht über die Justiz bekamen und Legales in Illegales verwandeln und umgekehrt. Vor kurzem hatte er nach einem internen Machtkampf auch noch seinen Vertrauensmann im Geheimdienst verloren. Der argentinische Geheimdienst wurde letztes Jahr von Cristina Kirchner erneuert und sie will hin jetzt auflösen. Keine argentinische Regierung hat so viel für die Untersuchung und Aufklärung des Attentats gearbeitet und politisch unterstützt, wie die Kirchners. Es scheint eine Falsche-Flagge Operation zu sein, die gegen Kirchner gerichtet ist. Nisman war zwar ein sehr talentvoller Staatsanwalt und er war von u.a. ehemaligen Mitarbeitern von Geheimdienst und die rechte Presse in Argentinien unterstützt. Es geht nicht um Kirchner oder Nisman, sondern um etwas viel größere: der Imperialismus ist pleite und steht im Schatten der Krise, und die Regierung die nicht mitspielt wird durch boshafte Falsche-Flagge Operationen angegriffen.

      Alberto Nisman hätte wissen müssen, sein Vorgehen nicht überleben zu können. AMIA ist ein komplizierter Fall. Es steht für zu viele Regierungen weltweit zu viel auf dem Spiel. Was eine aktuelle Ursache hat. Die Opposition hoffte, damit in diesem wichtigen Wahljahr der peronistischen Regierungspartei das politische Grab zu schaufeln. Doch die Presse spielt auch eine sehr wichtige Rolle in Argentinien. Die Presse kämpft stark gegen die Regierung und benutzt alle Methoden, sogar die Lüge. Medien, die scheinen, eine demokratische Regierung stürzen zu wollen. Es ist ein Komplott gegen die Regierung, gesteuert vom eigenen Geheimdienst. Dieser soll mit regimekritischen Staatsanwälten und Journalisten gemeinsame Sache gemacht haben. Zum Beispiel die Zeitung „Clarin“, ein Monopol , das auch einer Komplize der letzten blutigsten Diktatur in Argentinien war. Die Clarin-Gruppe, die unter anderem die größte Tageszeitung Argentiniens herausgibt, hat sich in den letzten Jahren zur schärfsten Kritikerin der Präsidentin und deren Regierung entwickelt. Clarin wie Kirchner stehen inzwischen offen zu ihrer Feindschaft. Aber die Pressefreiheit bedeutet für Clarin auch, eine Möglichkeit zu lügen. Das beste Beispiel können wir jetzt sehen, wo diese Zeitung jeden Tag neue Information über die Untersuchung von Nismans Mord veröffentlicht, und dann die Staatsanwältin des Falles viele von diesen Lügen straft. Opposition und die Presse benutzen jetzt auch den Mord von Alberto Nisman als politische Kampagne gegen Kirchnerismus, doch Cristina Fernandez scheint eine starke Frau zu sein. Sie sagte „Ich fürchte niemanden, egal was sie mir vorwerfen“ und es ist so. Sie fürchte nicht. Egal ob Nisman da ist oder nicht - die Beweise sind auf jeden Fall da. Höchst wahrscheinlich ist schon eine Regierung in diese Ermordung involviert, aber höchst wahrscheinlich nicht die Argentinische.

      Gabriel Valdez - 3. Februar 2015 - Aachen - Germany
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