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Argentina-Argentinien: Das Online Portal zu Argentinien / El portal online a la Argentina

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Argentinien von A - Z

Asado ist ein Grillfest in der Familie oder unter Freunden - die beliebteste Freizeitbeschäftigung. Ursprünglich bezeichnete das Wort Asado einen am offenen Feuer zubereiteten Braten. Ein Asado kann sich über Stunden hinziehen, und jeden Teil des Rindes miteinbeziehen. Normalerweise beginnt das Asado mit Chorizos (Grillwürsten), Morcillas (Blutwürsten), geht über zu Innereien wie Molleja (Bries), Riñones (Nierchen) oder Chinchulines (Dünndarm),bevor dann Fleischstücke  wie Tira de Asado (Rippe), Tapa de Asado oder Vacío zubereitet werden. Je nach Region werden auch Cabritos (Zicklein) oder Corderos (Lämmer) gegrillt.

Aber auch in Restaurants kann man Asado genießen;  es gibt dort Bife de Lomo (Lende), Bife de Chorizo (Rumpsteak) oder Provoleta (gegrillter Provolone-Käse).

 

Boliche ist eine Musikkneipe. Das Wprt Boliche wird aber auch  für Diskotheken benutzt. In Boliches trifft sich die Jugend am Wochenende - und zwar nicht vor 2 Uhr am Morgen. Vorher ist niemand auf der Tanzfläche.

 

Colectivo ist ein Linienbus. Geliebt und gehaßt. Als Fahrgast wird man durchgeschüttelt und eingeklemmt. Ein Colectivo hat eine eingebaute Vorfahrt; jeder anderer Verkerhsteilnehmer muss ziemlich aufpassen, wenn en Colectivo in der Nähe ist.  Etwa 200 Buslinien verkehren allein in der Hauptstadt Buenos Aires.

Man kann die Linien schon von weitem an der Farbe der Busse erkennen. Der Colectivo wird auch "Bondi" genannt wird. Er ist das öffentliche

Hauptverkehrsmittel Argentiniens. Er hält alle zwei bis drei Häuserblöcke und hat keine festen Zeiten. Eine Fahrt mit dem Colectivo kostet zwischen 75 und 80 Centavos und ist deshalb sehr billig.

 

Che wie Ernesto “Che” Guevara. Der Weggefährte Fidel Castros wurde in

Rosario geborene. Nicht nur in Kuba, auch in Argentinien ist dieser Revolutionär überall präsent: auf Kitschpostkarten, T-Shirts und Briefmarken.

Den Namen Che erhielt ERnesto Guevara von der in Argentinien gebräuchlichen Anrede “Che”, was etwa “Hey du” heißt.

 

Dulce de Leche ist eine Art Karamelcreme und die argentinische Antwort auf die in Europa so beliebte , in Argentinien aber überaus teure Nussnougat-Creme.

Man erzählt, dass Dulce de Leche aus angebrannter gesüßter Milch entstanden ist. Genau wie Che ist diese süße, klebrige Paste in Argentinien omipresent: in

Desserts, Speiseeis, auf Pfannkuchen, in Süßigkeiten, Torten oder in Butterhörnchen. Ob mans mag, ist Geschmack- und vor allem Gewöhnungssache.

 

Evita – Don't cry for me, Argentina, weine nicht um mich Argentinien. Durch dieses Musical von Andrew Lloyd Webbers ist Eva Duarte, die Frau des früheren Präsidenten Juan Domingo Perón, in der ganzen Welt bekannt geworden. Evita ist in Argentinien ein Mythos geworden. Den verdankt sie ihrem Einsatz für die sozial Schwachen, die Descamisados, was übersetzt die Hemdlosen bedeutet - und ihrem frühen Tod. Sie starb im Alter von 33 Jahren. Ihr Grabmal befindet sich auf dem Friedhof Recoleta in Buenos Aires. Evitas Porträt findet man in Argentinien in jedem Gewerkschaftsbüro und in den Nachbarschaftszentren der peronistischen Partei (PJ), die z.Z. die Regierung stellt.

 

Folklore - darf man nicht mit dem Tango gleichsetzen. Der Tango hat sein Zentrum in Buenos Aires. Die Folklore findet man vor allem im Norden Argentiniens.

Dort findet man in den Peñas, den Tanzlokalen und Clubs,  Folkloregruppen und Jung und Alt. Bekannt sind etwa die Nocheros aus Salta. Sie sind beinahe mit Popstars zu vergleichen. Die Zambas oder Chacareras der folkloristischen argentinischen Musik handeln von Liebe und Abschied, Landschaften und Alltag, auch von Armut und sozialen Problemen. Musiker wie Atuhualpa Yupanqui und Mercedes Sosa aus Tucumán wurden zur Zeit der letzten Militärdiktatur von dieser verfolgt. Sie sind auch in Europa nicht unbekannt.

 

Gaucho – der argentinischen Cowboy. Gauchos, in Nordamerika heißen sie Cowboys, gehörten in der Vergangenheit  der sozialen Unterschicht an. Bekannt wurden die Gauchos, die oft ein Vagabundenleben führten, in Argentinien durch den Roman "Martín Fierro" des Dichters José Hernández. Es ist zu einem Nationalepos aufgestiegen. Die Gauchos hatten auch einen großen Anteil an den Kämpfen gegen die spanischen Kolonialisten.

Den Gaucho umgibt ein Mythos. Deshalb ist er ein beliebtes Objekt des Tourismus und von Souvenirläden. Auf dem Markt im Viertel Mataderos finden Reiterspiele statt. Dort findet man auch ein besuchenswertes Gaucho-Museum.

 

Hemisphäre – Argentinien liegt südlich des Äquators, in der südlichen Hemisphäre. Vieles steht Kopf: Der Januar ist der heißeste Monat des Jahres. Die Kinder haben Sommerferien. Die Sonne geht in Argentinien im Westen auf, das Wasser fließt links herum durch den Abfluss, das Kreuz des Südens steht am Nachthimmel.

Je weiter mn nach Norden kommt, desto heißer wird es - man nähert sich dem Äquator. Südwinde bringen kalte Luft. Der Muttertag  wird im Oktober gefeier. An Weihnachten sucht man - zumindest in Buenos Aires - vergeblich einen echten Weihnachtsbaum.

 

Iguazú – großes Wasser bedeutet das Wort in der Sprache der Guaramí. Tosende Wassermasser, tiefgrüner Dschungel und rote Erde – die

Wasserfälle von Iguazú sind eines der beeindruckendsten von Argentiniens Naturwundern. Es gibt einen argentinischen und einen brasilianischen Teil. Die

Argentinier sagen: "Wir haben die Wasserfälle, die Brasilianer den Ausblick".

 

Jacarandá – so wird der kurze Frühling in Buenos Aires genannt. Die schwarzrindigen Jacarandá-Bäume treiben Anfang November ihre violetten Blüten aus; dann weiß man: die kühle Jahreszeit ist Buenos Aires vorüber. Frühlingsgefühle breiten sich aus. Wenn aber die fallenden Blüten Gehsteige und Parks mit lila Teppichen bedecken, beginnt bereits der Sommer.

 

Kiosco – Auch ohne Spanischkenntnisse kann man dieses Wort übersetzen. In den kleinen Läden gibt es (fast) alles und das bis spät in die Nacht hinein:

Heftpflaster, Batterien, Getränke, Milchprodukte, Zigaretten oder Aspirin. Alkohol allerdings (fast) in keinem dieser Kioscos.

 

Ladrón – bedeutet Dieb. Es ist aber nur ein Wort unter vielen, die es hierfür gibt. Argentinien ist allerdings ein verhältnismäßig sicheres Reiseland.

In Buenos Aires - aber das gilt für alle Großstädte - sollte man sich vor Trickdieben vorsehen. Ein beliebter Trick ist, die Kleidung zu beschmutzen und sie dann hilfsbereit wieder säubern zu wollen. Es gibt Standard-Sicherheitsmaßnahmen, die in jedem Reiseführer beschrieben sind. Wer sie einhält kann Argentinien bereisen wie jedes Land in Europa.

 

Maradona – Was der Kaiser Franz für Deutschland, ist Diego Armando Maradonna für Argentinien. Aber noch viel mehr. Diego Armando

Maradona ist mehr als ein beliebter Ex-Fußballstar. Er ist eine Ikone. Und Ikonen glaubt und folgt man. Unvergesslich ist in Argentinien die Freude, die die Nummer Zehn mit dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1986 Argentinien gegeben hat.

 

Niños – Kinder. Argentinien ist ein kinderfreundliches Land. Man findet hier ein Kindermuseum und eine Republik der Kinder. Auf jeder Plaza gibt es Spielplätze, Karussells, Clowns und Theatervorführungen. Wie in Europa gibt es das Sandmännchen, das allerdings in Argentinien erst um 22.00 Uhr kommt.

Die Kinderfreundlichkeit hat aber auch negative Aspekte: das sind die vielen Straßenkinder, die von Eltern und Kleinkriminellen auf die Straße zum Betteln

geschickt werden.

 

Ñoquis – Das Wort stammt aus dem italienischen und rührt von Gnoccis her. Das sind handgemachte Kartoffelnudeln. Italienische Einwanderer haben sie nach Argentinien gebracht. Nach einer Tradition werden die Ñoquis am 29. jeden Monats gegessen. Der 29. fällt sehr oft mit dem Zahltag zusammen. Das ist der Grund, dass in Argentinien auch Scheinangestellte, die nur zum Lohnabholen kommen, Ñoquis genannt werden.. Meist wurden diese begehrten Jobs vonPolitikern der jeweiligen Regierungspartei für politische Gefälligkeiten vergeben. Seit der Privatisierung der Staatsbetriebe sind diese Ñoquis seltener geworden, allerdings nicht ganz verschwunden.

 

Ombú – ist einer der charakteristischten Bäume Argentiniens, der sich in vielen Parks findet. Er ist knorrig und hat ein weit ausladendes Blätterdach und ein breites Wurzelwerk über der Erdoberfläche.  Der argentinische Filmpreis ist nach ihm benannt: in Mar del Plata wird jährlich der Goldene Ombú verliehen.

 

Polo – dieses Reiterspiel ist der  argentinische Nationalsport der Oberklasse. Zum Polo braucht man Geld, Land, Mut und vor allem gute Pferde. Dies alles

gibt es in Argentinien. Ein geflügeltes Wort sagt: "In anderen Ländern übt man Polo aus, in Argentinien wird Polo gespielt". Jeden Dezember wird ie

Internationale Argentinische Meisterschaft ausgetragen, die Palermo Open. Sie ist die inoffizielle Weltmeisterschaft. Zwar nehmen daran nur nur argentinische Mannschaften teil, doch hat dies den Grund darin, dass die meisten der weltweit besten Spieler mit dem Handicap 10 Argentinier sind.

Kein Wunder auch, dass auch der bekannteste Polo(bekleidungs)ausstatter aus Argentinien kommt.

 

Quino – ist Comiczeichner und der "Erfinder" von Mafalda. Seit 1964 gibt es dieses Mädchen mit den altklugen Sprüchen in Argentinien. Und inzwischen in der ganzen Welt.

 

Rock Nacional – Reine spanischsprachige Rockmusik gibt es auch in Argentinien. Bekannt sind die Gruppen Soda Stereo, Fabulosos Cadillacs, Divididos, Attaque 77 oder die Ratones Paranoicos und Sänger wie Charly García oder Andrés Calamaro. Die Musik ist frei von Latino-Elementen. In Europa haben die Rocker allerdings nicht viel Erfolg - Ausname: Spanien. In Lateinamerika dagegen sorgen sie für gefüllte Stadien.

 

San Martín – José de San Martín ist der Befreier Südamerikas - zusammen mit Simón Bolívar. Der General führte Anfang des 19. Jahrhunderts den Aufstand gegen die spanischen Kolonialherren an, überschritt die Anden, befreite Chile und Peru. Da er ein Militär und kein Politiker war, nahm er nach der Unabhängigkeit keine große Rolle mehr ein. 1850 starb er im französischen Exil in Boulogne sur Mer. Sein Denkmal findet man auf beinahe jender Plaza und auf dem ganzen südamerikanischen Kontinent sind Straßen und Städte nach José de San Martín benannt.

 

Tango – In Europa ist der Tango ein populärer akrobatischer Tanz. In Argentinien ist er weit mehr: er ist der argentinische Blues. Seine Lieder und die Musik ist oft von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und auch sarkastisches Selbstmitleid erfüllt. Der Musikstil des Tango ist in Argentinien, in Buenos Aires, geboren worden, aber er hat viele Ursprünge. Eines seiner Hauptinstrumente, das Bandoneón, stammt aus Deutschland.

 

Umgangssprache - In Argentinien wird nicht Spanisch gesprochen, sondern Castellano. Bereits die Aussprache dieses Wortes zeigt eine der Besonderheiten des argentinischen Spanisch. Das Doppel-l, das in fast allen anderen spanischsprachigen Ländern wie j ausgesprochen wird, wird in Argentinien sch geschrochen. Das gleiche passiert beim Y, auch es wird zu sch; im Norden Argentiniens sogar das r. Cerro wird zu Cescho.

Bei der Konjugation der Verben hat sich in Argentinien eine alte höfische Höflichkeitsform erhalten. Die 2. Person Plural gibt es nicht. Anstelle von z.B.

"vosotros sois" (ihr seid) sagt man vornehm "ustedes son" (sie sind). Die 2. Person Singular ist ebenfall vom reinen Spanisch abweichend. Das spanische "tu" (du) wird nicht verwendet. "Tu eres" (du bist) ist zu "vos sos" geworden.

Auch viele andere Wörter unterscheiden sich von ihren spanischen Pendants. Vor allem Früchte haben in Südamerika vielfach andere Bezeichnungen als in

Spanien. Erdbeeren heißen in Spanien Fresas, in Argentinien Frutillas (Früchtchen).

 

Vino – Argentinien ist ein Land des Weines. Vino Blanco, Vino Tinto - um Essen wird, wie auch in den südlichen Ländern Europas, ganz allgemein Wein

getrunken.

Französische, italienische, spanische, französische und deutsche Einwanderer haben vor über einem Jahrhundert am Fuße der Anden mit dem Weinbau begonnen.

Ideale Anbaubedingungen gibt es vor allem in der Gegend um Mendoza, in den Provinzen San Juan und La Rioja sowie in Cafayate (Salta).  Alle europäischen Rebsorten wachsen auch in Argentinien: Cabernet Sauvignon,  Chablis und Riesling.

Besonders typisch für Argentinien sind hingegen der Malbec, Syrah oder Tannat bei den Rotweinen und der Torrontes (Muskat) bei den Weißweinen.

 

Wintersport

Wir denken wieder an die südliche Hemisphäre und wissen: in Argentinien beginnt die Wintersportsaison, wenn sie in Europa endet. Die Anden bieten ideale Wintersportbedingen. Möglichkeiten findet man von Norden bis Süden, von Las Leñas, einem in den 80er-Jahren gebauter Retortenskiort in der Provinz Mendoza, bis nach Ushuaia in Feuerland.  Skizentren sind neben Las Leñas und Ushuaia, San Carlos de Bariloche, San Martín de los Andes, Villa La Angostura, Esquél, Chapelco und das von Indianern betriebene Batéa Mahuida in der Porvinz Neuquén.

 

Xeneizes – so nennen sich die Fans (hinchas) und Spieler des populärsten argentinischen Fußballclubs Boca Juniors aus dem Hafenviertel von Buenos Aires, La Boca. Bekanntester Xeneize ist Diego Maradona. Man sieht ihn bei Heimspielen seines alten Vereins häufig in der VIP Loge. Der Name Xeneizes leitet sich von Genua ab, dem Hafen, über den die meisten der italienischen Einwanderer nach Argentinien kamen. Die “Genueser” siedelten sich hauptsächlich in La Boca an.

 

Yerba – der Mate-Tee - das argentinische Nationalgetränk. Es bestimmt das Alltagsbild Argentiniens und wird auf vielfältige Art genossen: mit Stängeln oder ohne, dulce (süß) oder amargo (bitter). Das Wie ist eine Geschmacks- oder besser: Glaubensfrage. Mate-trinken ist ein Ritual, ein Kult. Yerba Mate ist der Hauptbestandteil des Tees. Er ist stark koffeinhaltig. Der Tee wird mit einem Trinkhalm (bombilla) aus einem Holz- oder Kürbisgefäß (mate) getrunken.

Am liebsten trinkt der Argentinier den Mate in geselliger Runde -und aus demselben Gefäß und Bomilla wie der Vortrinker. Aber bevor der Mate weitergereicht wird, gießt man heißes Wasser nach, und zwar so lange, bis die Yerba ausgewaschen (lavado) ist.

 

Zorreguieta - so lautet der Mädchenname von Máxima, der Frau des holländischen Thronfolgers Willem Alexander.

Sie ist beliebt bei ihren Landsleuten, und wenn die gebürtige Argentinierin mit den Prinzesschen Catharina-Amalia und Alexia Juliana Marcella Laurentien nach Argentinien kommt, jubeln die Massen ihr zu. So ist das halt mit Prinzessinen und Königinnen.