Formosa
Geschichte
Ureinwohner des Landes waren die Pilagás, Wichis und Tobas, deren Sprachen immer noch in der Provinz gesprochen werden.
Zu Beginn des 16. Jahrunderts erforschten Sebastián Gaboto und Diego García das Gebiet des heutigen Formosa um eine Route von Viceroyalty in Peru nach Asunción zu finden. Die Versuche scheiterten jedoch, weil die Flüsse Pilcomayo und Bermejo zu flach zum Befahren waren.
Die erste Siedlung war Concepción del Bermejo, die 1585 gegründet wurde. Die Bevölkerungszahl wuchs jedoch erst ab dem 19. Jahrhundert nach dem Krieg der Triple Allianz.
Im Jahr 1914 hatte Formosa weniger als 20.000 Einwohner, aber im Jahr 1955 bereits mehr als 150.000. Im Jahr 1955 erhielt Formosa durch ein Dekret Juan Domingo Peróns den Status einer argentinischen Provinz.
Geographie und Klima
Formosa liegt zwischen dem 26. und 22,30. Längengrad sowie dem 57,30. und 62,25. Breitengrad. Die Ebenen breiten sich zwischen den Flüssen Bermejo und Pilcomayo aus. Aufgrund der Flachheit des Landes sind die Flussläufe nicht stabil und es entstehen schmale Lagunen, die nach einiger Zeit wieder vom Fluss aufgenommen werden. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 21ºC. Sie kann im Sommer bis
45ºC ansteigen.
Es herrscht subtropische Klima. Im Osten gibt es jährliche Niederschläge von bis zum 1000 mm. Im übrigen Teil des Landes sind die Winter trocken (80 mm Niederschlag im Jahresdurchschnitt). Der Unterschiede resultieren in der
Dschungelvegetation auf der einen Seite und dem Chaqueño Wald auf der anderen Seite. Die Grenze zu Salta wird auch die Undurchdringliche ("Impenetrable") genannt.
Formosas Schutzgebiete sind der Río Pilcomayo Nationalpark und das Formosa Nationalreservat.
Wirtschaft
Es gibt nur wenig Industrie in Formosa. Seine Wirtschaft beruht auf Viehzucht und Landschaftsbau. Letztere findet sich hauptsächlich in den Bezirken von Patino, Pilagás und Pilcomayo.
Die Rinderzahl beträgt über 1,5 Millionen und es war lange Zeit die
Hauptwirtschaftsquelle der Formosa Provinz.
Der Anbau von Baumwolle reduzierte sich von 100.000 Tonnen Ende der 1970er Jahre auf 10.000 Tonnen Ende der 1990er Jahre. Grund war das Fallen der Weltmarktpreise und der feste Wechselkurs. Nach der argentinischen Wirtschaftskriese des Jahres 2001 stieg die Produktion langsam wieder an und erreichte 50.000 Tonnen im Jahr 2004. Mehr als 70 % der Baumwollanbaugebiete gehören kleinen familiengeführten Farmen mit weniger als 10 Haktar Anbaufläche.
Die Baumwolle macht die Hälfte des landwirtschaftlichen Reichtums der Provinz aus. Danach folgen Sojabohnen mit 25.000 Tonnen pro Jahr und Mais mit 55.000 Tonnen pro Jahr. Bei diesen beiden Produkten erfolgte die Wiederbelebung der Produktion nach der Wirtschaftskriese im Jahr 2001 nicht in dem Ausmaß wie bei der Baumwolle.
Die Banenenproduktion liegt bei jährlich 70.000 Tonnen. Sie wächst ebenfalls
ständig und bedient hauptsächlich den argentinischen Binnenmarkt. Die Produktion von Zitrusfrüchten und von Zitrussäften, besonders von Grapefruit, erfolgt größtenteils für den Export. Auch sie nimmt immer größeren Raum ein, so mit 1.200 Anbauhektar und eine Jahresproduktion von 15.000 Tonnen.
Andere Wirtschaftsfaktoren sind: Honig und Honigprodukte mit 273 Tonnen, Nutzholz mit 140.000 Tonnen und die Textilindustrie, besonders Baumwolle und Leder.
Die touristische Infrastruktur ist nicht entwickelt. Interssante Punkte sind
Formosa City, derRío Pilcomayo Nationalpark, Bañado La Estrella, Laguna Yema, Herradura Town und Misión Laishí.
Politische Bezirke
Die Provinz Formosa ist in 9 Bezirke ( departamentos) aufgeteilt (hier mit der jeweiligen Bezirkshauptstadt in Klammern):
Bermejo (Laguna Yema)
Formosa (Formosa) - der bevölkerungsreichtste Bezirk (40,04% der Bevölkerung der Provinz)
Laishí (San Francisco de Laishí)
Matacos (Ingeniero juárez)
Patiño (Comandante Fontana)
Pilagás (Espinillo)
Pilcomayo (Clorinda)
Pirané (Pirané)
Ramón Lista (General Enrique Mosconi)
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