Buenos Aires
Buenos Aires ist die Hauptstadt Argentiniens. Gleichzeitig ist sie auch das industrielle und kommerzielle Zentrum Argentiniens. Der Name Buenos Aires stammt Santa Maria del Buen Aire, der Schutzheiligen der Seefahrer. Der offizielle Name der Stadt lautet Ciudad Autónoma de Buenos Aires, also Autonome Stadt Buenos Aires.
Buenos Aires (ursprünglich: Ciudad de la Santísima Trinidad y Puerto de Santa María De los Buenos Aires, „Stadt der heiligen Dreifaltigkeit und Hafen der Heiligen Maria der guten Winde) ist das Kapital Argentiniens und Argentiniens größte Stadt und größter Hafen sowie eine der größten Städte der Welt. Buenos Aires liegt am südlichen Uferdes Río de la Plata, an der südöstlichen Küste des südamerikanischen Kontinentes, gegenüber von Colonia del Sacramento, Uruguay, 34°40 ' S 58°24 ' W (- 34.667, -58.40). Der Rio de la Plata ist die ausgendehnte, etwa 50 km breite, einem Trichter gleichende Mündung der Flüsse Río Paraná und Río Uruguay in den Atlantik. Er ist sehr trüb gefärbt, was auf mitgeführten Schlamm zurück zu führen ist.
Stark beeinflußt durch europäische Kultur wird Buenos Aires manchmal als das "Paris des Südens" oder "Paris von Südamerika" bezeichnet. Buenos Aires ist eine der höchst entwickeltesten Städte in Südamerika, berühmt für ihr Nachtleben und ihr kulturelles Leben.
Nach den inneren Konflikten des 19. Jahrhunderts wurde Buenos Aires Bundesstaat und als Stadt von der Provinz Buenos Aires Provinz getrennt; die Stadtgrenzen wurden vergrößert, um die ehemaligen separaten Städte von Belgrano und von Flores mit einzuschließen - beide sind jetzt Stadtteile von Buenos Aires.
Die Argentinier bezeichnen die Stadt Buenos Aires manchmal als Capital Federal um sie von der gleichnamigen Provinz zu unterscheiden. In der Verfassung von 1994 wurde Buenos Aires zu einer autonomen Stadt erklärt, daher die formale Bezeichnung "Ciudad Autónoma De Buenos Aires".
Gegründet wurde Buenos Aires am 2. Februar 1536 von Pedro de Mendoza auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils San Telmo. Er taufte die Niederlassung auf den Namen Puerto de Nuestra Señora Santa María del Buen Ayre gegründet. Ausgesucht wurde der Name allerdings von Mendozas Kaplan , der die Jungfrau der Guten Lüfte, di Virgen de Bonaria von Cagliari in Sardinien war.
Westlich von Buenos Aires breitet sich das landwirtschaftlich fruchtbarste Gebiet von Argentinien aus, die Pampa.
Buenos Aires ist politisch in 48 Stadtteile aufgeteilt.
Daneben gibt es traditionelle Stadtteilbezeichnungen, die gebräuchlicher sind, als die offiziellen Bezeichnungen, so etwa:
- Abasto (Gebiet um den ehemaligen Zentralmarkt und heutigem Einkaufszentrum): Stadtteile: Almagro und teilweise Balvanera
- Barrio Norte (Wohngebiet der reichen Bevölkerung): Stadtteile Recoleta und Palermo
- Microcentro (Börsen- und Geschäftszentrum): Stadtteile Retiro und San Nicolás
- Once (Gebiet um den Stadtbahnhof Once): Stadtteil Balvanera
- Tribunales (Gebiet um den Justizpalast): Stadtteil San Nicolás El Bajo
Neuere Stadtteile der letzeren Art sind:
- Palermo Hollywood
- Barrio River
Die Einteilung der Stadt in 48 Bezirke hat verwaltungstechnische Gründe. Die Einteilung basierte ursprünglich auf den Grenzen der katholischen Kirchengemeinden, hat aber seit den 1940er Jahren viele Veränderungen erfahren. Ein neueres Verwaltungsschema hat die Stadt in sog. comunas geteilt.

Die Geschichte Buenos Aires'
Der spanischer Matrose Juan Díaz de Solís war der erste Europäer, der den Río de la Plata 1516 zu Gesicht bekam, 1516. Seine Expedition wurde durch einen Angriff der Eingeborenen vom Stamm der Charrúa oder Guaraní jäh beendet; er wurde getötet und vermutlich verzehrt, denn die Eingeborenen waren Kanibalen.
Die Stadt Buenos Aires wurde zunächst als Santa María Del Buen Ayre am 2. Februar 1536 von einer spanischen Goldsucher Expedition unter Leitung von Pedro de Mendoza gegründet. Der Name wurde von Mendozas Kaplan gewählt, der ein frommer Anhänger der Virgine de Bonaria („Unsere Dame von den angenehmen Winden“) aus Cagliari in Sardinien war. Die Gründerstadt Mendozas lag im heutigen San Telmo Bezirk (im Süden des heutigen Stadtzentrums).
Mehr Angriffe durch die eingeborenen Völker drängten die Siedler zurück und im Jahr 1541 wurde die Niederlassung aufgegeben. Eine zweite (und dauerhafte) Siedlung wurde 1580 von Juan de Garay gegründet; er segelte in den Paraná Fluß bin in die Nähe von Asunción hinauf, der heutige Hauptstadt von von Paraguay.
Von ihren frühesten Gründungstagen an hing der wirtschaftliche Erfolg Buenos Aires vom Handel ab. Die spanische Überseeverwaltung des 17. und 18. Jahrhunderts beharrte darauf, daß aller Handel von und nach Europa durch Lima in Peru zu erfolgen hatte, damit Steuern erhoben werden konnten. Diese Regelung frustrierte die Händler von Buenos Aires und es entstand eine florierene Schmuggelindustrie. Bedauerlicherweise führte die Anordnung der spanischen Kronverwaltung auch zu einem tiefem Hassen der Porteños (Bewohner von Buenos Aires)auf die spanischen Behörden.
Um die Instabilität der spanischen Überseegebiete abzubauen, erleichterte Carlos III von Spanien nach und nach die Handelsbeschränkungen und erklärte schließlich (Ende 1700) Buenos Aires zur Freihandelszone. All dies hatte jedoch nicht den gewünschten Effekt: die Porteños, welche z.T. den Gedanken der französischen Revolution anhingen, wollten die Unabhängigkeit von Spanien.
Während der britischen Invasionen des Río de la Plata British nahmen britische Militärkräfte Buenos Aires zweimal im Zeitraum 1806 - 1807 ein, wurden aber von der lokalen Milize zurückgeschlagen. Schließlich, am 25. Mai 1810, vertrieben die Criollobürger von Buenos Aires erfolgreich den spanischen Vizekönig und bestellten eine Provinz Regierung; der 25. Mai ist nun nationaler Feiertag (Tag der Mai Revolution. Die formale Unabhängigkeit von Spanien wurde 1816 erklärt.
Buenos Aires war historisch gesehen Argentiniens Hauptverfechter der liberaler und Freihandelsideen, während viele der anderen Provinzen eine konservativere, demkatholischen Gedankengut nahestehendezu Meinung zu den politischen und sozialen Themen vertraten. Viele Spannungen in Argentiniens Geschichte, beginnend mit dem Konflikt der Zentralisten - Föderalisten des 19. Jahrhunderts, sind auf diese gegensätzlichen Ansichten zurückzuführen.
Im 19. Jahrhundert mußte die Stadt Buenos Aires zwei Marineblockaden erdulden: zuerst durch die Franzosen, von 1838 bis 1840 und dann eine gemeinsame anglo-französische Blockade von 1845 bis 1848. Beide Blockaden erreichten ihr Ziel, die Übergabe der Stadt, nicht, und die fremden Mächte nahmen schließlich von ihrem Vorhaben Abstand.
In der Zeit, in der das Land begann, sich selbst zu verwalten, wurde der politische Status von Buenos Aires zu einem sensiblen Objekt. Viele wünschten sich Buenos Aires als Hauptstadt von Argentinen, doch war es bereits Hauptstadt der Provinz Buenos Aires. Von 1853 bis 1860 war die Stadt Hauptstadt des sich abstpaltenden Staates Buenos Aires. Die Hauptstadtfrage wurde mehrfach auf dem Schlachtfeld diskutiert, bis schließlich im Jahr 1880 die Deklaration von Buenos Aires zur Hauptstadt Argentininens erfolgte. Das Stadtebiet wurde von der gleichnamigen Provinz abgetrennt und wurde Sitz der der Bundesregierung. Der Bürgermeister von Buenos Aires wird seither vom Präsidenten Argentiniens ernannt.
Der Eisenbahnaufbau nahe dem Ende des 19. Jahrhunderts erhöhte sich die ökonomische Kraft Buenos Aires, Rohstoffe flossen in die Fabriken und die Stadt wandelte sich zur multikulturellen Hauptstadt, die sich mit europäischen Hauptstädten vergleichen konnte. So war z.B. das Teatro Colón einer führendenOpernschauplätze der Welt. Die Hauptalleen der Stadt wurden in jenen Jahren errichtet, und das endende 20. Jahrhunderts erlebte den Bau Südamerikas höchster Gebäude und den der erster Untergrundbahn.
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunders war Buenos Aires ein bevorzugtes Ziel von Immigranten aus Europa, aber auch aus den ärmeren Provinzen und aus den Nachbarstaaten. Große Slums (villas miseria) wuchsen um die Industriezonen der Stadt; dies führte zu ernsthaften sozialen Problemen.
Während des 20. Jahrhunderts ergriffen die Militärs mehrmals die Macht und in dieser Zeit war Buenos Aires auch der Geburtsort des Peronismus: die jetzt legendäre Demonstration von 17. Oktober 1945 fand auf der Plaza de Mayo statt. Industriearbeiter aus den Vorstädten Buenos Aires waren die beste Unterstützung, die der Peronismus jemals hatte, und die Plaza de Mayo wurde zum Austragungsort für viele Demonstrationen und politische Ereignisses Argentiniens.
Am 16. Juni 1955, schickte das Militär in einem Putsch, der 3 Monate später den Präsidenten Perón stürzen sollte, Flugzeuge, die den Plaza de Mayo bombardierten und Zivilisten töteten. Das war das einzige Mal, an dem die Stadt aus der Luft angegriffen wurde.
In den siebziger Jahren litt die unter Kämpfen zwischen den dem linken Flügel angehörenden revolutionären Bewegungen (Montoneros, E.R.P. und F.A.R.) und der rechten paramilitärischen Dreiergruppe A, unterstützt von Isabel Peron, die 1974 nach Juan Perons Tod Präsident von Argentinien wurde.
Der Militärputsch von 1976, angeführt durch Jorge Rafael Videla, ließ den Konflikt eskalieren. Der „schmutzige Krieg“ forderte zwischen 10.000 und 30.000 Opfer, desaparecidos, Menschen, die entführt und vom Militär wären seiner Herrschaft getötet wurden. Nach Schätzungen belief sich die zahl der während und nach der Herrschaft Videlas in Internierungslagern gefangenen Menschen auf über 100.000. Die Schweigemärsche ihrer Mütter (Mütter der Plaza de Mayo) sind ein weithin bekanntes Bild von den Leiden Argentinien während jener Zeiten.
Buenos Aires wurde vom Papst John Paul II zweimal besucht: 1982 wegen des Ausbruchs des Falkland (Malvinas) Krieges und 1987. Der letzte Besuch mobilisierte Massen, die die Stadt vorher nicht gesehen hatte.
Am 17. März 1992 explodierte eine Bombe in der israelischen Botschaft, die 29 Menschen tötete und 242 verletzte. Eine andere Explosion am 18. Juli 1994 zerstörte ein Gebäude, das einige jüdische Organisationen beherbergte und tötete 85 Menschen.
Am 20. Dezember 2004 forderte ein Feuer in der Diskothek República Cromagnon fast 200 Menschenleben, die größte (von Kriegen abgesehen) nicht natürliche Tragödie in der Geschichte Argentiniens. Wegen seiner Verantwortlichkeit für das Fehlen von Sicherheitskontrollen wurde Bürgermeister Aníbal Ibarra von dem Rat der stadt am 6. März 2006 abgesetzt - im Anschluss an eine Anklage. Sein Stellvertreter, Jorge Telerman, der geschäftsführender Bürgermeister seit Dezember 2005 gewesen war, wurde sein Nachfolger.
Die Bevölkerung von Buenos Aires
Die Leute von Buenos Aires sind bekannt unter dem Namen porteños (Leute des Hafens), was den historischen Wert des Hafens für die Entwicklung der Stadt und der Nation bestätigt.
Die Bevölkerung von Buenos Aires besteht hauptsächlich aus Argentiniern spanischer und italienischer Abstammung. Die Mehrheit von ihnen stammten ursprünglich aus Galicien, das Asturien und der baskischen Regionen Spaniens sowie der kalabrischen, ligurischen und neapolitanischen Regionen Italiens. Die ersten Wellen der spanischen Besiedlung der Provinzen produzierten ein großen Teil von spanisch-eingeborener Mischbevölkerung (Mestizen/Kreolen).
Es gibt auch zahlenmäßig beachtliche arabische, jüdische, armenische, britische, irische, chinesische, japanische und koreanische Bevölkerungsgemeinschaften. Die Migration aus Anliegerstaaten ist ebenfalls bedeutend gewesen. Die argentinische Nation besteht zu 97% aus Menschen europäischer Abstammung.
Die meisten Einwohner sind römisch-katholisch. Beträchtliche jüdische und moslemische Gemeinschaften existieren seit über 100 Jahre, und evangelische Kirchen haben ihren Zulauf seit den achtziger Jahren kontinuierlich erhöht.
Die eigentliche Stadt Buenos Aires hat eine Bevölkerung von 2.776.138 während der Ballungsraum Groß Buenos Aires mehr als 12.4 Million Einwohner hat (Zählung 2001). Die Vorstadtbewohner werden auch Bonaereneser genannt. Diese letzte Bezeichnung wird aber auch auf die Einwohner der übrigen Provinz Buenos Aires angewandt.
Wirtschaft
Buenos Aires ist der finanzielle, industrielle, kommerzielle und kulturelle Mittelpunkt Argentiniens. Sein Hafen ist einer der geschäftigsten in der Welt, und die Zölle, die dort erhoben werden haben in der Vergangenheit viele politische Probleme verursacht. Schiffbare Flüsse verbinden Buenos Aieres über den Rio de la Plata mit Nordostargentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay. Infolgedessen ist Buenos Aires der Knotenpunkt einesbeträchtlichen Bereichs der südöstlichen Region des Kontinentes.
Im Westen von Buenos Aires liegt die Pampa Húmeda, das produktivste landwirtschaftliche Gebiet Argentiniens (im Gegensatz zu der trockenen südlichen Pampa meistens Rinerfarmen). Fleisch-, Molkerei-, Korn-, Tabak-, Wolle- und Fellprodukte werden im Gebiet von Buenos Aires verarbeitet oder hergestellt. Andere führende Industrien sind die Automobilherstellung, ölraffinieren, Metallbearbeitung, Maschinenbau, Textil, Bekleidung, Chemie und der Getränke.
Kultur in Buenos Aires
Buenos Aires beherbergt das Teatro Colón, eins der größten Opernhäuser der Welt. Es gibt daneben Symphonieorchester und Chöre. Beides gehört sowohl der Nationalregierung und der Stadtregierung. Buenos Aires besitzt zahlreiche Museen, und zwar historische Museen, Museen der schönen Künste, der modernen Künste, der dekorativen künste, der Volkskunst, der Kirchenkunst. In Buenos Aires finden sich Theater und Pop-Künstler sowie eine beträchtliche Anzahl von Kunstsammlern, -verfassern, -komponisten und Künstlern. Buenos Aires beherbergt viele allgemeine Bibliotheken und kulturelle Verbindungen und es ist dort die größte Konzentration der aktiven Theater in Lateinamerika zu finden. Buenos Aires hat einen welberühmten Zoo und botanischer Garten, viele landschaftlich schöne Parks und Pläzte sowie Kirchen und Gebetsstätten aller Konfessionen. Viele davon sind architektonisch bemerkenswert.
Die Mehrheit der Porteños sind römisch-katholisch. Buenos Aires ist der Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs, der oberster Hirte Argentininens und von verschiedener östlich orthodoxer und anglikanischer Priester ist.
Sprachvariationen
Argentiner bezeichnen ihre Sprache als Castellano (Castilian). Der Dialekt, der in Buenos Aires (als auch in anderen großen Städten wie Rosario und Montevideo, Uruguay gesprochen wird) charkterisiert sich durch Voseo, Yeísmo and Aspiration oder Verlust des stimmhaften End-S. Die Sprache ist stark beeinflusst von dem Spanisch, wie es in Andalusien and Murcia gesprochen wird. Manchmal bezeichnet man sie als Rio Plata Spanisch.
Im frühen 20. Jahrhundert nahm Argentinien Millionen von Auswanderern, größtenteils aus Italien und Spanien auf. Die italienischen Immigranten sprachen meistens ihren örtlichen Dialekt (Neapolitanisch, Sizilianisch and Genuesisch), Die Adoption des Spanischen erfolgte bei ihnen nur schrittweise. Ein Kauderwelsch von italienischen Dialekten und Spanisch, Cocolisch genannt, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreitet. Sein Gebrauch zerfiel in den 1950er Jahren und heute hat es nun noch in Comicstrips überlebt.
Weil viele spanischen Einwanderer aus Galizien kamen, wurden die Spanier im allgemeinen Gallegos, Galizier, genannt. Die Galizische sprache und Kultur war in Buenos Aires im 20. Jahrhundert am meisten verbreitet. In den jüngeren vergangenen Jahren haben Nachkommen der galizischen Einwanderer einen Mini-Boom in keltischer Musik hervorgerufen, der auch die walisischen Traditonen Patagoniens beeinflusste.
Bis 1960 war jiddisch weit verbreitet in Buenos Aires, besonderes im Stadtteil
Balvanera und in Villa Crespo. Seit 1980 hat sich die koreanische und chinesische Sprache lebendig fortentweickelt.
Die meisten der neuen Einwanderer lernen sehr schnell Spanisch und fügen sich damit in die Stadt ohne Probleme ein.
Lunfardo, eine Art Geheimsprache, entwickelt von den Gefangenen und der Unterklasse an der Flussmündung, verbreitete sich mit der Zeit unter allen
Porteños. Lunfardo benutzt Wörter aus italienischen Dialekten, aus Brasilien und Portugal, aus Afrika und von karibischen Ureinwohnern und sogar Englisch. Und Lunfardo benutzt humorvolle Tricks wie das Umkehren von Silben innerhalb eines Wortes (vesre). Lunfardo wird selten von Porteños benutzt, meistens bei nicht förmlichen Gelegenheiten. Der Slang der jüngeren Generationen hat sich zudem in eine andere Richtigung, fort vom Lunfardo, entwickelt.
Sport in Buenos Aires
Fussball ist die Leidenschaft der Argentinier. Buenos Aieres hat viele Teams, die in der Hauptliga spielen. Am bekanntesten sind die Boca Juniors und River Plate, zwei im ständigen Konkurrenzkampf liegende Vereine. Ein Spiel zwischen diesen beiden Clubs ist das Nr. 1 Sportereignis in Buenos Aires. Andre wichtige Vereine sind: San Lorenzo de Almagro, Vélez Sársfield and Club Atlético Huracán, of Parque Patricios, one of the five original professional teams in Argentina.
Diego Armando Maradona, der in einem armen Vorort von Buenos Aires geboren wurde und als einer der größten Fussballspieler aller Zeiten verehrt wird, begann seine Fussballkariere mit dem Club Argentinos Juniors. Später spielte er dann für Boca Juniors (er spielte auch noch für andere Vereine, insbesondere für den SSC Neapel in Italien).
Buenos Aires war dreimal Kanditat für die Olympischen Sommerspiele: 1956 verlor es die Wahl aufgrund einer Stimme an Melbourne, 1968 verlor es an Mexico City (was bis dahin die einzigen Olympischen Spiele in Lateinamerika waren), 2004 verlor es an Athen. Bis zum Jahr 2006 ist Argentinien das einzige Gründungsmitglied des Olympischen Komitees, das noch keine Spiele veranstalten durfte.
Buenos Aires veranstaltete die ersten Pan Amerika Spiele, die am 25. Februar 1951 begannen, weiter 1950 and 1990 die Basketball Weltmeisterschaften und 1978 die Fussbalweltmeisterschaft, die Argentinien am 25. Juni 1978 durch ein 3 : 1 gegen die Niederlande gewann.
Auf der Oscar Gálvez Autorennstrecke in Buenos wurden 20 argentinische Formel Eins Grand Prix zwischen 1953 and 1998 ausgefahren. Aus finanziellen Gründen wurde diese Serie aber nicht mehr fortgeführt. Auf der Rennstrecke werden jetzt an vielen Wochenenden örtliche Rennen anderer Kategorien gefahren.
Die Argentinier lieben Pferdesport. Pferderennen werden z. B. auf der Bahn Hipódromo Argentino de Palermo ausgetragen, Polo auf dre Campo Argentino de Polo, das direkt gegenüber dem Hipódromo, auf der anderen Seite der Libertador Avenue liegt. Pato, eine Art Basketball auf dem Pferd wurde 1953 zum Nationalsport erklärt.
Der in Buenos Aires geborene Guillermo Vilas (er wuchs in Mar del Plata auf) war einer der großen Tennisspieler in den 1970er und 1980er Jahren und machte diesen Sport in ganz Argentinien populär.
Andere Volkssportarten in Buenos Aires sind Golf, Basketball, Rugby, and Feldhockey.
Buenos Aires und der Tango
Tango Musik wurde in den Vorstädten geobren, in den Bordellen im Junín y Lavalle District und in den Arrabales (ärmeren Vorstädten). Der Tango war als Gesellschaftstanz verschmäht, bis ihn die Pariser High Society in den 1920er Jahren übernahm. Doch dann ging er um die ganze Welt. Tango Tanzschulen, auch als Tango Akademien bezeichnet, wurden ursprünglich nur von Männern betrieben.
Beginnend mit den 1920er Jahren entwickelte sich der Tango in Buenos Aires zu einem künstlichisch - komplizierten Genre. Zu seiner Blütezeit gab es viele berühmte Tango-Orchester, etwas das unter der Leitung von Aníbal Troilo und Juan D'Arienzo, und berühmte Tango-Sänger wie Carlos Gardel und Edmundo Rivero.
Buenos Aires feiert jährich am 11. Dezember den "Tango Day".
In San Telmo finden jeden Sonntag Tango Vorführungen auf der Strasse statt. Dazu gibt es Trödel-und Antikmärkte um den Dorrego Platz herum.
Verkehr in Argentiniens Hauptstatdt
Öffentlicher Verkehr
Die Mehrheit der Einwohner Buenos Aires und seiner Vorstädte benuzten öffentliche Verkehrsmittel. Eine Erfindung Buenos Aires' ist der "colectivo", ein schmaler Bus, gebaut aus einem LKW-Chassis mit 21 - 27 Sitzen. Zahlreiche Colectivos und größere öffentliche Busse durchqueren die Stadt jede Stunde und bieten Anschluss an alle Vororte.
Metro in Buenos Aires (genannt el subte, von "subterráneo" was "Untergrund" bedeutet) ist ein ausgedehntes Verkehrssystem, welches die verschiedenen Teile der Stadt miteinander verbindet. Sie wurde 1913 dem Verkehr gewidmet und ist damit das älteste U-Bahn-System der südlichen Hemisphäre und der spanisch sprechenden Welt. Die U-Bahn besteht aus 5 Linien, A bis E, und ein 46 km langes Schienennetz.. Bis 2011 soll es auf 89 km erweitert werden.
Strassen
Buenos Aires ist gewöhnlich eine relativ staufreie Stadt - für seine Größe. Gebührenpflichtige Schnellstrassen wurden in den späten 1970er Jahren durch den damaligen Bürgermeister Osvaldo Cacciatore für den Verkehr freigegeben. Sie sollten einen schnellen Zugang zu den Geschäftsvierteln ermöglichen und die zunehmende Zahl der PKWs bewältigen. Während Cacciatores Amtszeit waren die Strassen des Finanzdistrikts von Buenos Aires (ungefähr ein Quadratkilometer) für private PKWs tagsüber nicht zugänglich. Die "Hauptstrassen" von Buenos Aires sind die 140 m breite 9 de Julio Avenue sowie die über 35 km lange Rivadavia Avenua und die das kulturelle Zentrum beherbergende Corrientes Avenue.
Infolge des wirtschaftlichen Mini-Aufschwungs der 1990er Jahre wuchs die Zahl der Autos und somit auch die Verkehrsdichte. Viele der Hauptstrassen sind zu den Hauptverkehrszeiten verstopft. Ähnliches ist an Wochenenden zu beobachten, wenn viele Stadtbewohner aufs Land fahren.
Schienenverkehr
Buenos Aires ist der Knotenpunkt des gesamten argentinischen Schienennetzes. Die drei wichtigsten Bahnhäfe für Langstrecken- und Regionalzüge sindEstación Retiro, Estación Constitución und Estación Once.
Flughäfen
Der internationale Flughafen von Buenos Aires, Ministro Pistarini International Airport, liegt in der Vorstadt Ezeiza und wird oft nur "Ezeiza" genannt. Der Aeroparque Jorge Newbery Flughafen, innerhalb der Stadt nahe dem Rio de la Plata gelegen, bedient hauptsächlich nationale Flugrouten.
Der Draht zur Welt - das Internet
Die Internet Service Provider in Buenos Aires bieten call by call, Kabel, satellitengestützte und ADSL Verbindungen zum Internet. In den Vorstädten ist ADSL nicht so weit verbreitet, allerdings auf dem Vormarsch.
Der Internetboom der frühen 2000er Jahre waren die Geburtsstunden von Cybercafés (oder locutorios). Es entsteht auch eine wachsende Zahl von wireless hotspots; z.Z. sind sie im Finanzdistrikt am verbreitesten.
Buenos Aires ist auf dem Weg, die erste Stadt der Welt mit freiem Wi-Fi Zugang überall in der Stadt zu werden.


Der Tourismus in Buenos Aires
Wie nähert man sich als Besucher oder Tourist Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien?
Das Zentrum von Buenos Aires, jedenfalls das politische und historische, ist an der Plaza de Mayo zu finden.
Die bekanntesten touristischen Platze liegen also im historischen Herz der Stadt, in den Stadtteilen von Monserrat und San Telmo. Buenos Aires war ursprünglich um die Plaza de Mayo herum gebaut worden, das Verwaltungszentrum der Kolonie.
Im Osten der Plaza de Mayo liegt die Casa Rosada, der offizielle Sitz der Regierung Argentiniens. Im Noden steht die Catedral Metropolitana, die dort bereits in der Kolonialzeit gebaut wurde, und die Nationalbank Argentiniens, die Banco de la Nación Argentina, ein Stück Land, das ursprünglich Juan de Garay besaß. Andere wichtige Kolonialgebäude sind das Cabildo im Westen des Platzes, das während des Baus der Avenida de Mayo und Julio A. Roca renoviert wurde. Im Süden des Plaza de Mayo liegt der Congreso de la Nación, der Nationalkongress, der jetzt die Academia Nacional de la Historia, die Nationalgeschichtsakademie beherbergt. Schließlich findet man im Nordwesten das Rathaus von Buenos Aires.
Die Avenida de Mayo verbindet die Casa Rosada (Sitz der Regierung) mit dem Kongressgebäude (Parlament). In dieser Avenue gibt es unterschiedliche Gebäude von kultureller, architektonischer und historische Bedeutung, etwa die Casa de la Cultura, das Palacio Barolo und das Café Tortoni. Unter der Straßenoberfläche verläuft die älsteste subte (metro) Linie (Línea) Südamerikas, eröffent 1913. Am Ende der Avenide de Mayo wird man auf die Plaza de los Dos Congresos geleitet. In diesem Park findet man verschiedene Monumente und Sculpturen, einschließlich einer Kopie von Rodins "Der Denker".
Ein anderer Platz, der im historischen Kern der Stadt besucht werden kann, ist die Manzana de las Luces (wörtlich: der Straßenblock der Lichter). Viele Gebäude von großem historischen Wert beherbergt dieser Straßenblock; so etwa die San Ignacio Kirche, das Colegio Nacional Buenos Aires und das alte Stadtgericht, el Concejo Deliberante, 1894 bis 1931 in Funktion. Die Manzana de las Luces hat verborgene Tunnel, die die Stadt in der Kolonialzeit durchkreuzten.
In San Telmo lohnt es sich, die Plaza Dorrego zu besuchen. Sonntags findet dort die berühmte Feria de Antigüedades (Antikmarkt) statt. Es gibt verschiedene religiöse Shops, die von der Kirche Nuestra Señora de Bethlem, Parroquia de San Pedro Telmo gegründet wurden sowie das Museo Penitenciario "Antonio Ballve". Im Süden dieses Arreals liegt das Museo Histórico Nacional und der Parque Lezama.
Im Stadtbezirk, barrio, Recoleta gibt es ebenfalls eine Vielzahl von touristischen Attraktionen, etwa das Museo Nacional de Bellas Artes, die Biblioteca Nacional,das Centro Cultural Recoleta, die juristische Fakultät der Universidad de Buenos Aires, die Basílica Nuestra Señora de Pilar, das Palais de Glace, die Bar La Biela und der Friedhof Cementerio de la Recoleta, wo man die Überreste von Eva Duarte de Perón besichtigen kann.
Im Stadtbezirk, barrio, Retiro ist der Besuch des Bahnhofs Estación Retiro lohneswert. Es gibt auch verschiedene Monumente und Denkmäler in diesem Stadtteil so die Guerra de Malvinas, die General San Martín, Torre de los Ingleses, und das Kavanagh Gebäude, eines der höchsten der Stadt.
Das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires liegt im barrio von Palermo, und ist das wichtigste des Landes. In seiner Nachbarschaft kann man ebenfalls den Bosques de Palermo, das Planetarium und den Zoo von Buenos Aires finden.
Das südliche Stadtgebiet, lange kein begehrtes Tourstenziel, ist historisch der Ursprung der frühen Tango Kultur Buenos Aires'. Heutzutage ist es die Heimat der aufblühenden Kunstszene.
Ein weitere touristisch lohnende Örtlichkeit ist die Avenida Corrientes. In dieser Straße findet man Theater wie das Teatro San Martín, Paseo La Plaza und das Luna Park Stadion. An der Schnittstelle der Avenida Corrientes mit der Avenida 9 de julio steht der Obelisco, das Wahrzeichen der Stadt Buenos Aires. Der Mercado de Abasto, der jetzt ein Shoppingcenter ist, liegt ebenfalls auf der Avenida Correintes. .
Buenos Aires hat die größte homsexuelle Gemeinschaft Lateinamerikas angezogen. Im Jahr 2006 gab es viele anlegende Kreuzschiffe homosexueller Gäste, ein Ansteigen der von Homosexuellen betriebenen Geschäfte sowie den Baubeginn eines 5 Sterne Hotels für Homosexuelle.
Casa Rosada
Steht man auf der Plaza de Mayo, so fällt dort zunächst die Casa Rosada ins Auge. Sie liegt an der Ostseite der Plaza de Mayo. Im Jahre 1872 hat der argentinische Präsident Domingo F. Sarmiento die Farben der verfeindeten Unitarier und Föderalisten, Weiß und Rot, sympolisch mischen lassen und damit die Einheit der argentinischen Nation demonstriert.
Die Casa Rosada ist der Sitz des jeweils amtierenden Präsidenten. Sie kann nicht besichtigt werden - mit Ausnahme des kleinen Museo de los Presidentes auf der rechten Seite des Gebäudes.
Cabildo
Das weiß getünchte Cabildo mit der zweistöckigen Arkadenfassade und dem Turm in der Mitte liegt der Casa Rosada gegenüber, also auf der Westseite der Plaza de Mayo. Es ist das ehemalige Rathaus von Buenos Aires. Heute befindet sich in seinem Inneren das Museo del Cabildo y la Revolución de Mayo. Dort werden Gegenstände aus der Kolonialzeit Argentiniens präsentiert, etwa Bilder, Waffen, Möbel.
Im Innenhof des Cabildo gibt es ein kleines Café. In unregelmäßigen Abständen werden dort kunsthandwerkliche Sachen auf einem Bazar angeboten.
Catedral Metropolitana
Die im kassisistischen Baustil errichtete Kirche Catedral Metropolitana liegt direkt neben der Nationalbank, der Banco de la Nación. Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach den Plänen der argentinischen Architekten Antonio Masella und Próspero Catelín fertig gestellt. Die Kirche mit den vielen Seitenaltären im Inneren beherbergt das Grabmal des Nationalhelden José San Martín und ist somit ein nationales argentinisches Monument
Plaza de Mayo
Die Plaza de Mayo ist ein Prunkplatz mit Blumenbeeten und einem Obelisken im Herzen. Der Obelisk, die Pirámide de Mayo wurde 1811 am ersten Jahrestag der politischen Unabhängig errichtet. In der Nähe steht auch ein Denkmal für General Manuel Belgrano, den Helden der Unabhängigkeitskriege. Die Plaza de Mayo ist auch ein Platz der aktuellen Politik: jeden Donnerstagnachmittag protestieren dort die Madres de la Plaza de Mayo, die Mütter der Plaza de Mayo, die bedeutendste Menschenrechtsgruppe Argentiniens, gegen die während der Militärdiktatur begangenen Verbrechen.
Avenida de Mayo
Die Avenida de Mayo beginnt an der Plaza de Mayo. Die 1880 gebaute Prachtstraße ist die Verbindung des Regierungspalastes mit dem Kongressgebäude. Spaziert man über diese Avenida, so fallen architektonische Spielereien wie Erker, Türme, Marmoreingänge, Marmortreppen oder Glasfronten. Sehenswert in diesem Sinn sind das
Gebäude Edificio Barolo an der Ecke San José (Nr. 1370) oder das der Zeitung La Prensa an der Ecke Florida (Nr. 575).
Café Trotoni
Das Café Tortoni ist eines der bekanntesten Cafés Bunos Aires. Es wurde 1858 gegründet und ist seit 1893 im Haus Nr. 825 der Avenida de Mayo ansässig.
Avenida 9 de Julio
Die Avenida 9 de Julio durchschneidet die Avenida de Mayo auf der halben Strecke in nordsüdlicher Richtung. Sie ist 125 m breit.
Kongresspalast
Der Kongresspalast wurde im Jahr 1906 im Stil der Neorenaissance errichtet. Sein Vorbild steht in Washington.
Plaza del Congreso
Die Plaza del Congreso ist der Platz vor dem Kongressgebäude. Er beherbergt das "Denkmal für die beiden Kongresse", die 1813 in Buenos Aires und 1816 in San Miguel de Tucumán zur Vorbereitung der Unabhängigkeitserklärung der Republik Argentinien abgehalten wurden. Ganz in der Nähe stehen das Abbild des Publizisten Mariano Moreno (1778 - 1811), eines argentinischen Patriot, ein Abguß Auguste Rodins "Denkers". Besonders am späten Nachmittag wird die Plaza de Congres zu einem viel besuchten Treffpunkt. Besonderheit des Plaza del Congreso ist der dortige Monolith, der sog. Nullpunkt Argentiniens, von dem aus alle Entfernungen im Land gemessen werden.
Avenida Corrientes
Die Avenida Callao führt Richtung Norden nach vier Blocks zur Avenida Corrientes, die auch "Broadway von Buenos Aires" genannt wird. Grund sind die Lichtspielhäuser, die vielen Bühnen, Restaurants, Cafés (die manchmal aus einer Kombination von Buchladen und Café bestehen) - und vor allem das städtische Centro Cultural San Martín. Dort wird ein wechselndes Programm aus Tanz, Musik und Kunst angeboten. Besonders Nachts bietet die Avenida Corrientes einen prachtvollen, glitzernden Anblick; um 3.00 Uhr morgens schwärmen die Nachtmenschen der Metropole dort umher.
Dort wo die Avenida Corrientes die Avenida 9 de Julio kreuzt, ragt der Obelisk mit 67,5 Metern in die Höhe. Errichtet wurde er am 25. Mai 1936, in Erinnerung an den 400. Gründungstag von Buenos Aires.
Teatro Colón
Zwei Blocks nördlich des Obelisken liegt das bedeutendste und wichtigste Theater Argentiniens, das Teatro Colón. Es steht an der Calle Lavalle. Der Hautpteingang befindet sich in der Calle Libertad zwischen Tucumán und Viamonte. 1908 fand die Eröffnung dieses in einem Mix aus italienischer Renaissance und französichem Empirestil gebauten Opernhauses statt. Es gehört zu den bedeutendsten der Welt. Es werden Führungen mit Blick auch hinter die Kulissen angeboten, die in spanisch und englisch möglich sind. Die englischsprachigen Führungen finden jeweils um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr statt.
Plaza San Martín
Östlich der Avenida 9 de Juliao ist die Calle Lavalle eine Fußgängerzone. Dort
gibt es die meisten Kinos von Buenos Aires. Nur wenige Blocks entfernt gibt es auf der Calle Florida eine weitere Fußänger und Einkaufszone. Die Calle Florida leitet nördlich zum Plaza San Martín. Dieser Platz ist mit schattenspendenden Ombuebäumen bepflanzt.
Recoleta
Der Mittelpunkt des barrio Recoleta ist die Plaza Alevear. Dort findet man auch die Sehenswürdigkeiten Recoletas, nämlich die Kirche und den Friedhof.
Die Kirche, die Basílica de Nuestro Señor, wurde 1732 fertiggestellt. Architektin war Andrea Bianchi. Viele sagen, es sei die schönste Kirche von Buenos Aires. Die Fassade zeigt sich im Kolonialstil, im Inneren findet man einen barocken Hauptaltar.
Im Gegensatz zur Kirche wirkt der Friedhof von Recoleta, der Cementerio de la Recoleta prunkvoll. Von der Ausstattung der Grabstätten, die alle aus Mausoleen bestehen, kann man auf den Reichtum der verstorbenen Besitzer schließen. Es finden sich Marmor, Skulpturen und Engelsfiguren in großer Vielzahl. Da ist das Grab von Evita Perón schon beinahe schlicht zu nennen. Sie ist in der Gruft der Familie Duarte begraben, die aus schwarzem Marmor besteht.
Die Plaza Alvear liegt in unmittelbarer Nachabarschaft des Centro Cultural
Recoleta, auch Centro Cultural Ciudad Buenos Aires genannt. Dieses ehemalige Kloster beherbergt eine Ausstellungs- und Veranstaltungshalle.
Recoleta beheimatet aber auch das Centro Comercial para el Arte y la Decoración; dies sind Läden mit edelenen Designerstücken und noch edeleren Preisen.
Das Museo Nacional de Bellas Artes liegte in einem mit Säulen verziertem Gebäude an der Avenida del Liberatador Nr.1473, dem Cedntro Cultural gegenüber. Dort wird Kunst vom Mittelalter bis zur Neuzeit ausgestellt, sowohl argentinische Malerei als auch Werke international bekannter Künstler. Es ist Dienstags bis Freitags von 12.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Am Wochenende und an Feiertagen bereits ab 9.30 Uhr.
Palermo
Spaziert man über die Avenida del Libertador Richtung Nordwest, so wird man nach Palermo geführt. Mit der U-Bahn (subte) erreicht man diesen bario über die Linie D, wenn man an der Station Plaza Italia aussteigt. Palermo ist eine Stadteil der gehobenen Mittelschicht. Das Gerücht sagt, dass es hier pro km² die weltweit höchste Zahl an Menschen gibt, die eine Psychoanalyse über sich ergehen haben lassen. Bei den Einheimischen, den Porteños, heißt Palermo deshalb auch "Villa Freud".
Magnet für erholungssuchende ist der Parque 3 de Febrero, der viele Familien am Wochenende zum Picknick einlädt. In seiner Nachbaschaft liegt der Zoo mit dem Eingang an der Plaza Italia.
Das Hipódromo Argentino ist der Platz für Anhänger des Pferderennsports. Der Campo Argentino de Polo einer für Anhänger des - wie der Name schon sagt.
San Telmo
Der Flohmarkt auf der Plaza Dorrego in San Telmo ist ein Ereignis für sich. Es
findet jeden Sonntagvormittag statt und niemand sollte sich einen Besuch entgehen lassen. Und ohne ein Souvenir wird hier kein Tourist nach hause gehen, sei es nun ein Ölbild mit einer Tangoszene, ein Lariat (Lasso) oder Sporen eines Gauchos, Tangoschallplatten, Lederwaren oder eine antike Uhr.
Schön anzusehen sind die tanzenden Tangopärchen in den engen Straßen, die nach ihrer Vorführung den Hut kreisen lassen. Schön zu betrachten sind auch die kleinen Plätze, Hinterhöfe und engen Gassen mit den kleinen Cafés San Telmos. Also ein pitoresquer Ort, dieses San Telmo!
Der Parque Lezama soll angeblich der Ort der Gründung von Buenos Aires sein. Dort steht ein Denkmal Pedro Mendozas, das 1936 errichtet wurde.
La Boca
Hat man das Grün des Parque Lezama durchquert, so hat man San Telmo verlassen uns ist im Stadteil La Boca (Der Mund).
Herz von La Boca ist El Caminito, die Straße der bunten Häuser. Die Geschichte lautet wie folgt: der Maler Benito Quinquela Martín, der in diesem bario wohnte, hat die Bewohner dazu gebracht, ihre aus dem Blech abgewrackter Schiffe bestehender Häuser mit bunten Schiffslack zu bemalen. Werke Benito Quinquela Martíns sind im Museo de Bellas Artes de La Boca zu bewundern. Es liegt in der Avenida Pedro de Mendoza Nr. 1835-1843, der alten Stahlbrücke gegenüber, wo verrostete Boote auf dem Wasser des Río Riachuelo liegen.
Diego Maradona spielte zu Beginn seiner Karriere bei den Boca Juniors, deren
Stadion, Bonbonera genannt, was Pralinenschachtel bedeutet, in La Boca liegt. Es steht für Besucher offen.
Die Calle Necochea beherbergt viele italienische Restaurants von einfachem
Charakter.
Delta des Río Paraná
Das 2600 km² große Delta des Río Paraná beginnt nur 30 km nördlich vom Zentrum der Stadt Buenos Aires. Ausganspunkt eines Besuchs kann die kleine Stadt Tigre sein, die man in einer knappen Stunden mit dem Zug vom Bahnhof Retiro in F.C. Mitre aus erreichen kann. Oder man nimmt den Bus Nr. 60. Die Ausflugsboote in das Delte liegen gegenüber dem Bahnhof in Tigre vor Anker.
Das Delta des Río Paraná besteht aus einer Vielzahl von Wasserarmen, die in den Río de la Plata oder in den Río Uruguay münden. Inseln unterschiedlicher Größe und Kanäle prägen das Landschaftsbild. Die Inseln und Inselchen sind von subtropischen Pflanzen und Bäumen besiedelt. Dass die Natur hier so Nahe an der Hauptstadt liegt ist der Grund, dass viele Porteños hier eine Wochenendhäuschen haben.
Will man als Tourist im Delta übernachten, so kann man hierfür eine
Jungendherberge wählen, die auf einer kleinen Insel liegt. Sie nennt sich
Albergues de la Juventud (Anschrift: Calle Brasil 657, Buenos Aires). Man gelangt dorthin mit dem Bus Nr. 60 vom Bahnhof in Tigre bis zur Endstation, wo man in eine Fähre umsteigt.
Hotels und Unterkünfte in Buenos Aires
Buenos Aires hat mehr als 200 Hotels. Es gibt 17 5-Sterne, 53 4-Sterne, 42 3-Sterne und 64 2-Sterne und 1-Sterne Hotels and 1-star hotels. Die Mehrzahl der Hotels liegt im zentralen Teil der Stadt, naturgemäß nahe an den Haupt-Touristenattraktionen.
Es gibt auch alternative Unterkünfte für die sog. budget traveller. Diese These Establishments liegen gewähnlich in den Ortsteilen, die weiter vom Zentrum entfernt sind. Das Verkehssystem von Buenos Aires bietet jedoch einen einfachen und preiswerten Anschluss an jeden Teil der Stadt.
Schließlich gibt es eine Vielzahl von sehr preiswerten Jugendherbergen und Universitätsunterkünften.
Who was and is who in Buenos Aires?
Buenos Aires war die Heimat der argentinischen Schriftsteller Leopoldo Lugones, Jorge Luis Borges, Manuel Mujica Laínez, Adolfo Bioy Casares, Ernesto Sábato, Leopoldo Marechal, Victoria Ocampo, and Julio Cortázar (der für viele Jahre in Paris lebte). Internationale Berühmtheiten, die in Buenos Aires lebten, waren René Goscinny, Marcel Duchamp, Witold Gombrowicz, Jerry Masucci, Romola Nijinska, Rosa Chacel, Antoine de Saint-Exupéry and Eugene O' Neill, John S. Reed und Aristotle Onassis.
Während des spanischen Bürgerkriegs und seinen Nachwirkungen, bot Buenos Aires provided eine Zufluchtsstätte für viele Menschen, auch für den Philosophen José Ortega y Gasset und den Komponisten Manuel de Falla, der später nach Córdoba umzog.
Die Universität von Buenos Aires, eine der Spitzenuniversiäteten Südamerikas, hat 5 Nobelpreisgewinner hervorgebracht und bietet freie Ausbildung für Studenten der ganzen Welt an.
Für viele Menschen des 20. Jahrhunderts war Buenos Aires die kulturelle Hauptstadt der spanisch sprechenden Welt und viele Porteños stellten ihren Reichtum zur Schau. Das ist die Ursache des in Lateinarmerika weit verbreiteten Klischées, Argentinier seien eingebildet und arrogant. Einige, besonders die Uruguayaner, machen einen Unterschied zwischen den Porteños und den Provincianos (Leute aus den Provinzen), die von dem Vorurteil ausgenommen werden.
Buenos Aires ist das Hauptzenter für Psychoanalyse besonders der lacanischen Schule.
Adliges zum Schluss: Prinzessin Máxima der Niederlande, geboren am 17. Mai 1971 in Buenos Aires als Máxima Zorreguieta Cerruti, ist die Frau von Prinz Willem-Alexander der Niederlande, dem Thronfolger der Niederlande.

