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Argentina-Argentinien: Das Online Portal zu Argentinien / El portal online a la Argentina

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Reisen und Tourismus in Argentinien - Tipps

Hier möchten wir einige Reisrouten skizzieren, die die Möglichkeit bieten, viele Highlights Argentiniens konzentriert kennen zu lernen.

1. Strandleben in Argentinien

Tourenvorschlag: Provincia Buenos Aires - Atlantikküste

 

Die Route: Buenos Aires, La Plata, San Clemente del Tuyú, Pinamar, Villa Gesell, Mar del Plata, Necochea, Bahía Blanca, Sierea de la Ventana

 

Auf dieser Reiseroute lernt man die Küste vom Río de la Plata südwärts und die Badeorte Argentiniens am Atlantik und das argentinische Strandleben kennen.

Die Reisestrecke beträgte etwa 1300 km und ist mit dem Bus oder mit dem Auto gut zu bewältigen. Als zeitlichen Rahmen sollte man mindestens 8 Tage einplanen.

Argentinisches Strandleben - dies beginnt Ende Dezember mit einer Stadtflucht der Porteños aus Buenos Aires. Hauptsommerferienmonat ist der Januar. Die Badeorte am Atlantik schäumen dann über. Aber das ist halt typisch: viele Argentinier verbringen Jahr für Jahr ihren Urlaub in den Badeorten mit den Strandpromenaden, Apartmenthäusern, Fußgängerzonen, Restaurants, Boutiquen, Diskotheken, Kinos und Kasino. Sonnen, flanieren, Kaffee trinken, Nachtleben genießen - so sieht der argentinische Sommerurlaub für viele Argentinier aus.

Mar del Plata ist der wohl bekannteste, größte und mondänste Badeort, Pinamar dagegen vergleichsweise ruhig. Wer aber noch mehr für sich allein sein möchte, verweilt im Hinterland in den weiten Ebenen der Pampas - oder in den Bergen der Sierra de la Ventana zum Wandern.

 

Die Tour im einzelnen: Die Avenida 9 de Julio führt südöstlich aus Buenos Aires heraus in Richtung Vorstadt Quilmes. Quilmes ist vielen Freunden des braunen Gerstensaftes als Biermarke bekannt. Benannt wurde die Stadt allerdings nicht nach dem Bier, sondern nach einem Indianerstamm. Die Spanier hatten diesen Stamm aus dem Nordwesten hierher umgesiedelt.

 

La Plata

La plate, eine Stadt mit 540 000 Einwohnern ist etwa 60 km von der Hauptstadt Buenos Aires entfernt. Sie ist eine Stadt, die auf dem Reißbrett entstanden ist. 1880  wurde der Sitz der Regierung der Provinz Buenos Aires nach La Plata verlegt, nachdem sich die Stadt Buenos Aires als Hauptstadt Argentiniens durchgesetzt hatte. Die Regierung sitzt an der Plaza San Martín. 1881 wurden 25 km² in regelmäßige Blöcke aufgeteilt, die von 2 breiten und 6 schmaleren diagonalen Linien durchbrochen werden. Nur wenige Plätze und Grünflächen wurden nicht bebaut. Die Straßen sind durchnummeriert, Namen haben nur die Plätze erhalten.

Das Wahrzeichen von La Plata ist seine Kathedrale aus dem Jahr 1885. Sie steht an der Plaza Moreno und wurde nach Vorbildern europäischer Kirchen (Kölner Dom, Norte Dame in Paris) errrichtet.

Highlight eines Besuchs von La Plata sollte der BEsuche des Museo de Ciencias Naturales, des wohl interessantesten argentinischen Naturkundemuseums sein. Es liegt am Parque del Bosque und beherbergt Privatsammlungen an Fossilien und archäologischen Fundstücken der Naturforscher Francisco Moreno und Florentino Ameghino.

Info: www.laplata.gov.ar

      Touristeninformation am in der Plaza Moreno und am Busbahnhof

Bus: Busbahnhof an der Ecke 4./42. Straße

Buserbindungen nach Buenos Aires und Mar del Plata

 

San Clemente del Tuyú

San Clemente del Tuyú liegt 330 km von Buenos Aires entfernt und 270 km von La Plata an der Südspitze von der Bahía Samborobón, und zwar nur wenige Kilometer südlich des Punktes, an dem der Río de la Plata offiziel in den Atlantik einmündet. Der Río de La Plata erreicht hier eine Breite von 250 km.

Die Ruta 11 ist die Verbindungsstraße von La Plata nach San Clemente del Tuyú, meistens asphaltiert, in einigen Abschnitten allerdings nur eine

Schotterpiste.

Berühmt ist der Ort aufgrund des dort ansässigen größten Freizeitparks Südamerikas, dem Mundo Marino. Dort werden täglich Tiershows präsentiert - mit Orcas, Delfinen, Seelöwen, Pinguien ...

Info: www.mundomarino.com.ar

Nur 9 km nördlich von San Clemente del Tuyú liegt an der Punta Rasa ein kleines Naturschutzgebiet. Es beheimatet im argentinischen Sommer tausende von

Zugvögeln. Betreiber ist die Fundación Vida Silvestre.

Info: www.vidasilvestre.org.ar

 

Pinamar

Der luxuriöse und teure Badeort Pinamar liegt 90 km von San Clemente del Tuyú entfernt. Der Architekt Jorge Bunge plante den Ort in den 1930er Jahren als Ferienort für die Oberklasse. Dünenlandschaft und Villen mit Reetdächern, breite und saubere Strände, so präsentiert sich der Ort dem Betrachter.

 

Villa Gesell

20 km südlich von Pinamar liegt der Badeort Villa Gesell. Geplant wurde der Ort von dem deutschen Einwanderer Karl Gesell. Er versuchte ein Gegenstück zu Gleichmäßigkeit der argentinischen Städteplanung zu setzen - und so verlaufen die meisten Wege in Zickzacklinien.

Highlight von Villa Gesell ist der 10 km lange Sandstrand.

Info: www.gesell.com.ar

einfache Unterkunft: Hostería Gran Chalet, Paseo 105 Nr. 447 y Av. 4, Tel.: 462913

 

Mar del Plata

Mardel, la ciudad feliz, wird der Ort liebevoll genannt. Mar del Plata ist d e r argentinische Badeort am Atlantik schlechthin. Hier bekommt man Strandleben pur - wenn man den möchte. Am 17 km langen Sandstrand versammeln sich im Januar beinahe 2,5 Millonen Sonnenhungrige. Ansonsten hat Mar del Plate lediglich 500 000 Einwohner.

Was tut man in Mar del Plata? Tagsüber am Strand liegen und baden, abens durch die quirlige Stadt bummeln, ein Restaurant, das Kasino, Kino oder ein Konzert besuchen. Anschließend kann man sich noch bis zum frühen Morgen in der Disco vergnügen.

Sehenswert ist die Villa Victoria in der Tucumán und Matheu, wo ein Museum die Herausgeberin der Literaturzeitschrift Sur ehrt. Man kann neben ihren Werke und dem Originalmobiliar regelmäßig auch Konzerte und wechselnde Ausstellungen bewundern.

Anschauen sollte man sich auch den Torre tanque, den Wasserturm, der wenig südlich des Zentrums liegt. Er bietet einen schönen Überblick über Mar del Plata.

Hightlight für den Gaumen sind die alfajores. Sie sind eine Spezialität von Mar del Plata. Es handelt sich dabei um Lebkuchengebäck, das mit dulce de leche (Karamelcreme) gefüllt und mit einem Schokoladenüberzug versehen ist.

Info: www.mardelplata.gov.ar

      Touristeninformation am Blvd. Marítimo 2267, geöffnet von 8.00 - 12.00 Uhr und von 16.00 bis 20.00 Uhr

Busverbindung: Bahía Blanca und Buenos Aires

 

Necochea

510 km von Buenos Aires entfernt und 80 km von Mar del Plata liegt Necochea. Necochea ist der zweitgrößte Badeort Argentiniens. Im Vergleich zu Mar del Plata ist es eher der Ort für Familienferien.

 

Tres Arroyos

Ähnliches gilt für den Ort Tres Arroyos. Im Vergleich zu Mar del Plata wirkt er bescheiden, ist allerdings auch kein Badeort mehr, sondern liegt im

Landesinneren. Hier leben viele Nachfahren niederländischer Einwanderer.

 

Bahía Blanca

Bahía Blanca ist die bedeutenste Hafenstadt im Süden von Buenos Aires. Die Stadt hat etwa 300 000 Einwohner. Die petrochemische Industrie ist hier ansässig.

Also badet man besser weiter östlich, etwa in Punta Alta. Es ist die Ruta 3, di Bahía Blanca mit Tres Arroyos verbindet.

 

Sierra de la Ventana

Im Zentrum der Sierra de la Ventana liegt der Naturpark Ernesto Tornquist. Er hat eine Ausdehnung von 6700 ha. Will man eine Wanderung in den Park

unternehmen, so startet man am besten im Ort Sierra de la Ventana. Von dort erreicht man in etwa 3 Stunden das Felsenfenster und genießt wunderschöne Ausblicke. Der höchste Punkt der Sierra Ventana erreicht 1243 m. Absolut ist dies wenig, relativ schon - angesichts der Pampa, die nur wenig über dem Meeresnivea leigt.

Info: www.sierradelaventana.com

      Wanderkarten im Ort Sierra de la Ventana erhältlich

Busverbindung: Bahía Blanca

Von Bahía Blanca sind es 90 km zur Sierra de la Ventana.

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2. Argentinen, Land aus Feuer und Eis

Tourenvorschlag: In Feuerland und Patagonien

 

Die Route: Ushuaia, Nationalpark Feuerland, Río GrandePorvenir, Punta Arenas Puerto Natales, Nationalpark Torres del Paine, El Calafate, Nationalpark Los Glaciares

 

Ushuaia

Ushuaia ist die Hauptstadt der Provinz Feuerland, Tierra del Fuego. Sie zählt 50000 Einwohner. Der Besucher der Stadt entdeckt Kolonialbauten gemischt mit Betonblöcken, Blechhütten, Bretterverschläge - und Baustellen. Aber nicht die Stadt ist das Ziel dieser Tour, sondern die großartige Natur.

In der Maipú, Ecke Rivadivia liegt das Museo del Fin del Mundo (Museum vom Ende der Welt). Dort kann man neben wechselnden Ausstellungen indianische Kulturgegenstände, Schiffswrackteile und alte Fotografien bestaunen - und einen Stempel für seinen Pass bekommen. Weiter findet man dort ein Bibliothek mit Büchern zur Geschichte Feuerlands sowie einen Museumsshop.

Das Presidio, das ehemalige Gefängnis findet man in der Yaganes, Ecke Gob. Paz., ist ebenfalls einen Besuche wert. Von 1902 bis 1947 war Feuerland eine

Sträflingsinsel.

Ausflüge:

Man kann von Ushuaia Ausflüge unternehmen, etwa auf dem Beagle-Kanal zum Leuchtturm am Ende der Welt. Dieser Leuchtturm steht am Anfang der Meeresstraße.

El Ferrocarril Austral Fuegino: diese Schmalspureisenbahn fährt von Ushuaia zur Bahía Lapataia, Fahrzeit 1 Std.

Info: www.trendelfindelmundo.com.ar

Mission der Salesianer: 11 km nördlich von Ushuaia liegt die Salesianermisson. Sie stammt aus dem Jahr 1893. Dort gibt es ein kleines Museum (sowie eine agrotechnische Schule).

 

Antarktis

In Ushuaia kann man auch Touren in die Antarktis buchen, was zwischen 500 - 700 US $ pro Tag und Person kostet. Die Route verläuft über die Drakepassage (800 Seemeilen breit) zu den Südshetlandinseln und zur Westküste des antarktischen Archipels.

Wir raten von solchen Touren ab! Im Interesse der Natur. Die Antarktis ist ein sehr empfindliches Ökosystem, das durch jeden Tourist geschädigt wird.

Siehe auch: Weltpark Antarktis

Info: Antarctic Unit, Ushuaia, Maipú 505, Tel. 02901 423340

Info: www.tierradelfuego.gov.ar

       Touristeninformation: Avenida San Martín 674, Tel. 02901 4320000

Busverbindungen: Río Grande, Punta Arenas in Chile

Flugverbindungen: Buenos Aires, Río Gallegos, Trelew, Calafate, Río Grande

Unterkunft preiswert: El Refugio del Mochilero, 25 de Mayo 241, Tel. 436129

 

Nationalpark Feuerland (Parque Nacional Tierra del Fuego)

Über 63000 ha breitet sich der Nationalpar Feuerland aus. Er verläuft ca. 20 km westlich von Ushuaia an der Grenze zu Chile entlang. In den Park gelangt man über die Ruta 3. Die Busverbindung leitet zum einzigen Geschäft und Restaurant im Park. Man kann mit dem Bus aber noch bis zum Ende der Ruta 3, zur Bahia Lapataia fahren. Dort endet auch die berühmte Panamericana, die Straße, die in Alaska beginnt und längs durch den gesamten amerikanischen Doppelkontinent führt.

Der Park ist für Besucher durch Wanderwege erschlossen. Es gibt Sümpfe, die durch Überschwemmungen entstanden sind. Diese wiederum durch eingeführte Biber, die an diesen Stellen den Wald zerstört haben. Die Küste wird von Seevögeln und Pinguinen bewohnt, im Landesinneren findet man Guanakos.

Der nördliche Teil des Nationalparks ist unzugänglich.

Info: am Parkeingang, dort gibt es auch Kartenskizzen.

 

Lago Fagnano

Die Berglandschaft zwischen Ushuaia und dem Lago Fagnano entlang der nach Nordosten verlaufenden Ruta 3 ist duch Wälder und Moore gezeichnet, ab und an durch kleine Hochtäler unterbrochen. Der Lago Fagnano ist 10 km breit, aber 100 km lang.

 

Río Grande

Río Grande liegt an der Atlantikküste und besitzt 35000 Einwohner. Es ist die Stadt der Schafzüchter auf Feuerland. Der Hafen wird hauptsächlich industriell

durch eine Erdölraffinerie genutzt. Touristisch ist Río Grande kein lohnenswertes Ziel, dennoch fahren alle Touristen, die den Landweg nutzten durch diese Stadt, da es keinen andere Straße zum Festland gibt.

Info:

Touristeninformation: Hotel Los Yaganes, Belgrano 319

Busverbindungen: Ushuaia, Porvenir, Punta Arenas in Chile

Flugverbindungen: Buenos Aires, Río Gallegos, Calafate, Trelew, Punta Arenas in Chile

 

San Sebastían

San Sebatían ist sowohl der Name einer Stadt als auch der einer Bucht. Der Ort San Sebastían ist Grenzort zu Chile.

Fährt man weiter, auf chilenischem Gebiet, so erreicht man nach 50 km Fahrt auf der Schotterstraße die Bucht Bahía Inútil an der Magellanstraße. Von hier

sind es nocheinmal 60 km bis Porvenir.

 

Porvenir

Porvenir liegt an der Magellanstraße. Von hier gehen die Fähren nach Punta Arenas auf dem chilenischen Festland. Die Überfahrt dauert etwa 2,5 Stunden.

Die Magellanstraße ist benannt nach Fernao de Magelhaes (Ferdinand Magellan), der die Schiffspassage im Jahr 1520 entdeckte. Die Passage wurde bis  1914 von allen Schiffen, die Amerika umfuhren, genutzt. 1914 dann wurde der Panamakanal eröffnet.

 

PATAGONIEN

Was nun kommt, ist Patagonien!

Punta Arenas

Die stadt Punta Arenas liegt an der Magellanstraße, dem Ort Porvenir in westlicher Richtung gegenüber.

Von Punta Arenas mit seinen 110000 Einwohnern wird gesagt, es sei die schönste Stadt in Patagonien. Da ist etwas wahres dran: den Besucher empfängt ein gepflegtes Stadtzentrum mit historischen Gebäuden, eine Plaza, ein interessantes Museum sowie ein schmucken Friedhof.

Ein Stadtrundgang könnte folgende Orte besuchen:

Das Palacio de Sara Braun - es ist ein verschnörkelter Prunkbau an der Plaza und beherbergt ein Luxushotel. Im benachbarten Stadtpalais Braun-Menédez, das Sara Brauns Bruder Mauricio und dessen Frau Josefina Menédez gehörte, ist das Museo Regional de Magallanes untergebracht. Der Besucher gewinnt einen Einblick in das damalige Leben der Oberschicht, wenn er das kostbare, aus der alten Welt stammende Mobiliar bewundert. So gibt es vergoldete Kamingitter aus Flandern, einen Billiardtisch aus Großbritanien oder französische Stofftapeten zu bestaunen.

Der Cementerio, Friedhof von Punta Arenas ist heute ein Nationaldenkmal. So ist etwa die Gruft der Familie Menédez-Braun ist aus schwarzem Marmor gebaut, die von José Menédez mit Engelsfiguren verziert.

Das Museo Regional Salesiano in der Avenida Bulnes 374 stellt die Geschichte der patagonischen Indianer aus, die von den Weißen quasi ausgerottet wurden.

Lohnend ist auch ein Ausflug zur Pinguinkolonie in den Wiesen am Seno Otway westlich von Punta Arenas. Dort finden sich im Sommer über 2500 Magellanpinguine ein.

Info: www.sernatur.cl

Touristeninformation: Sernatur, Waldo Seguel 689 (Plaza)

Busverbindungen: Río Gallegos und Río Grande in Argentinien, Puerto Natales in Chile

Flugverbindungen: Santiago, Puerto Montt und Porvenir (alle in Chile)

Reisebüros für Ausflugsbuchungen in Punta Arenas

 

Puerto Natales

Puerto Natales hat etwa 15000 Einwohner und ist mit Punta Arenas über die Ruta 9 verbunden. Die Stadt ist Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark Torres del Paine.

Touristeninformation: Calles Bulnes 285

Busverbindungen: Punta Arenas in Chile, Río Gallegos und El Calafate in Argentinien

 

Nationalpark Torres del Paine

Der Nationalpark Torres del Paine breitet sich über eine Fläche von 2000 km² in den südchilenischen Anden aus. Die bizarren Gipfel der Südkordillere bauen sich vor der patagonischen Ebena auf. Der Cerro Torre ist der höchste Gipfel (3050m) und zugleich einer der schwierigsten Berge der Erde.

Der Grey Gletscher schickte seine Eismassen in die Ebene. Meterdicke Eiswände brechen immer wieder von seiner Gletscherzunge ab. Auf den unzähligen Gletscherseen schwimmen die zerborstenen Eisblöcke.

Es gibt viele Wandermöglichkeiten und auch Unterkunftsmöglichkeiten: Hotels, einfache Refugios und Zeltplätze.

Info: in Puerto Natales

 

El Calafate

El Calafate ist ein Touristenort mit etwa 7000 Einwohnern. Er ist Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalparks Los Glaciares.

Von Puerto Natales aus erreicht man El Calafate indem man bei Rió Turbio die Grenze zu Argentinien überquert und dann der Ruta 40 folgt. Es ist eine

Schotterpiste, die auch von Bussen befahren wird und grandiose Ausblicke in die patagonische Wüste garantiert. Die Ruta 40 passiert den Lago Argentinien, einen der größten Seen Argentiniens (1600 km² groß).

In El Calafate gibt es eine Vielzahl von Reiseveranstaltern, die Touren in die in den Nationalpark Los Glaciares organisieren: Bergtouren oder auch

Sightseeingtouren zu den Gletschern, so etwa Trekkingtouren über den Perito-Moreno-Gletscher oder Schiffsfahrten über den Lago Argentino zu den Eiswänden. In den südlichen Teil des Parks kann man ebenfalls gelangen, Camper können dort auch übernachten.

Touristeninformation: Avenida del Libertador (Brücke am Ortseingang)

Busverbindungen: Río Gallegos, Río Turbio und Puerto Natales in Chile

Flugverbindungen: Río Gallegos, Puerto Madryn, Río Grande Ushuaia

 

Nationalpark Los Glaciares

Der Nationalpark Los Glaciares nimmt eine Fläche von 600.000 ha ein. Naturattraktionen sind die Fitz-Roy Range im Norden und die Gletscher im Süden. Die Gletschermassen gehören zum patagonischen Inlandeis. Das patagonische Inlandeis ist die größte zusammenhängede Eisfläche der Erde (22.000 km²) außerhalb der beiden Pole. Es schickt 9 Gletscher in den Los Glaciares Nationalpark. Besonders spektakulär sind der Upsala-Gletscher (600 km² Fläche) und der Perito-Moreno-Gletscher. Der Upsala Gletscher läßt sich mit einer Bootstour über den Lago Argentino erkunden, den Upsala Gletscher kann man per Bus erreichen.

Zum Perito-Moreno Gletscher läßt isch folgendes schreiben: er wächst trozt des Klimawandels und seine 4 km breite und etwa 60 m hohe Gletscherzunge bricht in den Lago Argentino. Es ist sogar des öfteren vorgekommen, dass der Perito-Moreno-Gletscher einen Teil des Lago Argentino, den Brazo Rico, vom Hauptsee abgeteilt haben. Daraufhin stieg der Wasserstand im Brazo Rico um 18 m und die Wassermassen sprengten dann den Gletscher explosionsartig weg. Die Spektakel konnte bis 1998 alle 4 bis 5 Jahre beobachtet werden. Da der Gletscher seitdem aber langsamer wächst (Auswirkungen des sich verändernden globalen Klimas), kann keine Regelmäßigkeit mehr aufgestellt werden.

Die Fitz-Roy-Range ist das El-Dorado von Bergsteigern und Kletterern der ganzen Welt. Robert Fitzroy (1805-1865) war der Kapitän des Forschungsschiffs Beagle von Charles Darwin. Der Cerro Fitz Roy (3375) wurde im Jahr 1952 zum ersten Mal erklettert, und zwar durch Guido Magnone und Lionel Terray. Beide hielten ihn seinerzeit für den schwiergsten Kletterberg der Welt. Aber auch (und besonders) als Wanderer kann man die Naturschönheiten des Fitz-Roy Massivs erleben. So führen Wandertouren zum Basislager der Bergsteiger; man genießt Ausblicke über den Río Blanco und den Lago Viedma bis weit in die Ebenen. Oder man bewundert die Zunge des Gletschers Torre, die  in den Lago Viedma abbricht.

Info: Wer das Fitz Roy Massiv im Los Glaciares Nationalpark von El Calafate aus besucht, muss in El Chaltén übernachten!

 

3. Die Schweiz in Argentinien

Tourenvorschlag: Von Nationalpark zu Nationalpark in der argentinischen Schweiz

 

Die Route: Esquel, Nationalpark Los Alerces, El Bolsón, San Carlos de Bariloche, Nationalpark Nahuel Huapi, Nationalpark Los Arrayanes, Ruta de los Siete Lagos, San Martín de los Andes, Junín de los Andes, Nationalpark Lanín

 

Die Highlights dieser Tour sind die drei Nationalparks Los Alerces, Nahuel Huapi und Lanín im nördlichen Patagonien. Die Landschaftsbilder, die wir zu sehen bekommen, sind teilweise wie gemalt: blaue Bergseen, dunkelgrüner Mischwald an den Berghängen und schneebedeckte Gipfel.

Die Tour beginnt in Esquel, das man am schnellsten mit dem Flugzeug erreicht.

 

Esquel

Esquel hat 25.000 Einwohner und ist das südliche Zentrum des Seengebiets und gleichzeitig Ausgangsort für einen Besuch des Nationalparks Los Alerces.

Ausflüge:

- nach Trevelín, 25 km westlich von Esquel, mit einem Museum über die ersten Siedler der Region, die Waliser

- nach Cholila, 50 km nördlich von Esquel: hier hatten sich Butch Cassidy,

Sundance Kid und Etta Place im Jahr 1904 niedergelassen, Land und ein Geschäft gekauft. Bürgerlich hieß Butch Cassidy Robert Leroy Parker und Sundance Kid Harry Longabaugh. Sie wurden als Bankräuber von den staatlichen Behörden der USA gesucht und hatten sich deshalb in Argentinien verborgen. Sie blieben allerdings nicht lang bei den bürgerlichen Geschäften und überfielen im Jahr 1905 die Banco Anglo Sudaméricano in Río Gallegos, 1907 die Bank in Villa Mercedes in der Provinz San Luis. Im gleichen Jahr verkauften sie ihre Farm. Was danach aus dem berühmt-berüchtigten Kleeblatt geworden ist, ist Legende.

Info: Touristeninformation Ecke Avenida Alvear / Sarmiento

Busverbindungen: Bariloche, Trelew, Comodoro Rivadavia

Flugverbindungen: Buenos Aires, Bariloche, Comodoro Rivadavia, Trelew, Ushuaia

Mietwagen: Focaci, 9 de Julio 740

 

Nationalpark Los Alerces

Im Grenzgebiet zu Chile, etwa 60 km westlich von Esquel liegt der Nationalpark Los Alerces mit einer Fläche von 260.000 km. Sein Name ist Programm, denn der Park dient der Bewahrung der alten Alercen, lat. Fitzroya cupressoides, oder patagonischen Zypressen. Diesen Nadelbaum hielten die Spanier fälschlicherweise für Lärchen. Die ältesten im Park lebenden Bäume sind über 3500 Jahre alt.

Eine andere Baumart im Park ist die Araukarie. Sie ist wie die Alerce immergrün und erinnert an einen Tannenbaum, hat allerdings keine Nadeln sondern grüne, dicke Schuppen.

Die Nationalparkverwaltung findet man in dem Ort Villa Futalaufquén, der an dem gleichnamigen Lago Futalaufquén liegt. Dort kann man Fischfanglizensen oder einfache Wanderkarten erwerben. In Futalaufquén gibt es Unterkünfte. Man kann auch Campingutensilien bekommen.

 

Nationalpark Lago Puelo

Den Nationalpark Lago Puelo erreicht man von Esquel aus über die asphaltierte Ruta 40 richtung Norden. Nach etwa 100 km biegt man westlich in die Ruta 258 Richtung El Bolsón ab.

Station machen kann man im Ort Lago Puelo, dort auch Boote ausleihen oder Pferde mieten. Im Park Lago Puelo gibt es Wandermöglichkeiten oder auch gute Fischfangplätze.

 

El Bolsón

Der Fremdenverkehrsort El Bolsón ist in einem engen Tal gelegen. Das milde Klima ermöglicht den Anbau von Hopfen und Gemüse. Aber auch dem Kunsthandwerk wird doch nachgegangen. Es finden Märkte am Donnerstag und Sonntag statt.

Info: www.elbolson.com

Touristeninformation: an der Plaza, dem Hauptplatz in Bolsón

Busverbindungen: Esquel, Bariloche

Rundflüge: Flugverein von El Bolsón, Tel. 492412

 

San Carlos de Bariloche - Zentrum der argentinischen Schweiz

San Carlos de Bariloche ist 100 km von El Bolsón entfernt; das sind 3 Stunden Busfahrt mit wunderschönen Ausblicken auf die Berge, Gletscher, Wälder, Flüsse und den Lago Nahuel Huapi.

Die ersten Siedler dieser Region stammten aus den europäischen Alpen und brachten den alpenländischen Stil und alpenländisches Brauchtum mit. Als Beispiel diene das Centro Cívico von San Carlos de Bariloche. Es wurde von Ezquiel Bustillo in den 1930er Jahren entworfen. Es entspricht dem Stil der Schweizer Chalets.

Das Centro Civíco ist heute Sitz des Museo de La Patagonia, das u.a. den

Ureinwohnern des Gebietes, den Vuriloche Indianern, gewidmet ist. Man sieht dort aber auch Ausstellungen über die Indianerstämme der Puelche, Poya und Pehuelche und über die Naturgeschichte.

Was bietet San Carlos de Bariloche? Nun, die beste Schokolade Argentiniens und Hotels, die sich Enzian, Edelweiß oder Tirol nennen.

San Carlos de Bariloche ist Ausgangspunkt für Touren in den Nationalpark Nahuel Huapi.

Info: www.bariloche.com

Touristeninformation: Centro Cívico

                      Club Andino ("Alpenverein"), 20 de Febero 30

                      Nationalparkverwaltung Nahuel Huapi, San Martín 24

Busverbindungen: Buenos Aires, Río Gallegos, Mendoza, Neuquén, Esquel, El Bolsón, Chile

Flugverbindungen: Buenos Aires, Río Gallegos, Neuquén, Chile

 

Nationalpark Nahuel Huapi

Der Nahuel Huapi Nationalpark ist einer der ältesten (1903 statuiert) und mit

760.000 ha größten Nationalparks Argentiniens. Geboten werden: Berge, Seen, Wälder - unberührte Natur. Er liegt im chilenischen Grenzgebiet. Der Lago Nahuel Huapi ist ein Gletschersee, der eine Fläche von 500 km² aufweist. Er ist fast 100 km lang. Er bildet einige Fjorde. Höchster Berg im Nahuel Huapi Nationalpark ist der Cerro Tronador, 3554 m. Im Park gibt es Campingplätze, Berghütten (refugios) und markierte und nicht markierte Wanderwege.

Der sog. Circuito Chico ist eine beliebte halbtägige Rundfahrt durch den Park, die von vielen Reiseveranstaltern angeboten wird. Man kann aber auch auf eigene Faust mit dem (gemieteten) Fahrrad losradeln.

Infos: in Bariloche bei der Nationalparkverwaltung und dem Club Andino (hier gibt es Wanderkarten und es werden geführte (mehrtätige) Touren vermittelt).

 

San Martín de los Andes

San Martín de los Andes hat 15.000 Einwohner und ist ca. 185 km von San Carlos de Bariloche entfernt. Es ist ein Touristenort, Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalparks Lanín und im Winter ein Paradies für Langlaufski.

Besuchenswert ist das Museo Regional Municipal: es dokumentiert die Kolonisierung ausgerotteter regionaler Indianerstämme.

Info: www.smandes.gov.ar

Touristeninformation: am Hauptplatz, Rosas 790

                      Verwaltung Nationalpark Lanín, C. Emilio Frey 790

Busverbindungen: Buenos Aires, Zapala, Neuquén, San Carlos de Bariloche

Flugverbindungen: Bariloche, Esquel, Neuquén

 

Ruta de los Siete Lagos - Straße der 7 Seen

Diese Straße ist eine Nebenstrecke von San Carlos de Bariloche nach San Martín de los Andes. Man muss ein eingenes Fahrzeug haben, um diese Strecke zu fahren, denn die Busse benutzen die besser ausgebaute Hauptstrasse 237. Hat man z. B. ein Mietfahrzeug, so nimmt von von Bariloche die Ruta 237 Richtung Neuquén, biegt aber hinter dem Ort links in die Ruta 231 ein. Bald schon erreicht man

 

Villa Angostura

Sehenswert sind die hölzernen Gebäude der etwa 11.000 Einwohner zählenden Stadt, die dem europäischen Stil folgen. Man findet dort auch Kunsthandwerk.

 

Nationalpark Los Arrayanes

Der kleine Nationalpark Los Arrayanes liegt auf der Halbinsel Quetrihué nahe dem Ort Villa Angostura. Er dient dem Schutz eines Myrtenwaldes.

Follgt man hinter Villa Angostura der Ruta 231, so kommt man bald zu der

Einmündung der Ruta 234. Erst dort beginnt die Ruta des los Siete Lagos. Es sind aber mehr als 7 von Wäldern eingerahmte (Gletscher-)Seen, die in unmittelbarer Nähe der Straße liegen.

 

Junín de los Andes

Der Ort ist Ausgangspunkt für einen Besuch des Nationalparks Lanín. Junín de los Andes hat etwa 10.000 Einwohner. Aber nicht nur wegen des nahen Nationalparks ist der Ort berühmt, sondern auch wegen seiner Flüsse, in denen es vor Fischen nur so wimmelt.

Info:

Touristeninformation: an der Plaza, Milanesio / Suárez mit Informationsbüro 

                      Nationalpark Lanín.

Fischfanglizenz: Club de Caza y Pezca Chimehuín, Av. Dan Martín 555

Busverbindungen: Buenos Aires, Neuquén, Zapala, San Carlos de Bariloche

 

Nationalpark Lanín

Auch der Park Lanín gehört wie der Nahuel Huapi Nationalpark zu den ältesten des Landes. Er wurde ebenfalls im Jahr 1903 eingerichtet. Er umfaßt etwa 200.000 ha mit einem großen Waldgebiet, in der die Araukarie und Südbuche Rauli unter Schutz stehen.

Attraktion: der schneebedeckte Volcán Lanín, 3768 m hoch. Von erfahrenen

Berggehern kann er bestiegen werden. Auf 2400 m Höhe, im Sattel des Lanín, steht ein Refugio, eine Schutzhütte, in der man bei einer Vulkanbesteigung übernachten kann. Für den Gipfelerfolg benötigt man Eispickel und Steigeisen. Das Refugio läßt sich am besten von Puerto Canoas aus, das am Lago Huechulafquen liegt, erwandern, dem Stützpunkt der Parkaufseher.

Die mehr als 20 Seen mit dem Lago Huechulafquen als größtem sind ebenfalls Magnete in dem Nationalpark Lanín. Junín de los Andes ist die beste Basis, um den Lago Huechulafquen zu erreichen.

 

4. Argentinien zur Kolonialzeit und 6000er der Anden

Tourenvorschlag: von Tucumán über Salta nach Jujuy

 

Die Route: San Miguel de Tucumán, Tafí del Valle, Quilmes, Salta, San Salvador de Jujuy, Quebrada de Humahuaca, La Quiaca

 

Anmerkung: keine kurze Strecke, für die man 2-3 Wochen einplanen muß.

San Miguel de Tucumán ist Ausgangsort der Tour und mit dem Flugzeug oder Bus von Buenos Aires aus einfach zu erreichen.

 

 

San Miguel de Tucumán

San Miguel de Tucumán zählt heute eine halbe Million Einwohner und ist Universittsstadt. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war sie Zentrum des

Zuckerrohranbaus.

Hauptattraktion von San Miguel de Tucumán ist die Casa de La Independencia. Hier wurde am 9. Juli 1816 die argentinische Unabhängkeit ausgerufen. Eine allabendliche (außer Di.) Diaschau bringt dieses Ereignis in die Erinnerung der Besucher.

Sehenswert ist auch die Kathedrale der Stadt, im neoklassizistischem Stil errichtet, gelegen an der Plaza Independencia. Sie wurde 1852 nach 7jähriger

Bauzeit vollendet. Der französische Architekt Pedro Delgare Etcheverry zeichnete die Baupläne.

Die Kirche San Francisco liegt nördliche der zentralen Plaza. Sie ist im Stil der Kolonialzeit gebaut.

Das Museo Folklórico (Avenida 24 de Septiembre) informiert über die Geschichte der Ureinwohner.

Im Parque Centenaurio 9 de Julio, der östlich des Stadtzentrums liegt, findet man die Casa des Eszbischofs Colombres, der Anfang des 19. Jahrhunderts den Zuckerrohranbau in der Provinz einführte. Sie beherbergt ein Museum über die Geschichte des Zuckerrohrs.

Ausflüge: Das Reserva Biológica San Javier ist ein ca. 15.000 ha großes Naturschutzgebiet mit vielen subtropischen Pflanzenarten. Es liegt 15 km. westlich von San Miguel de Tucumán.

Info: www.turismoentucuman.com

Touristeninformation: Aveinde 24 de Septiembre / Plaza Independencia

Busverbindungen: Buenos Aires, Córdoba, Jujuy, Salta, Mendoza

Flugverbindungen: Buenos Aires, Córdoba, Jujuy, Salta

Mietwagen: Movil Renta, San Lorenzo 370

                 Avis, Hotel del Sol, Plaza Independencia

 

Tafí del Valle

Tafí del Valle ist eine Naturschönheit, eine kleine Hochebene (Seehöhe 2000 m), die von 5000 m hohen Gipfeln umgeben ist. Sie liegt etwa 100 km von San Miguel de Tucumán entfernt.

Von San Miguel de Tucumán folgt man der Ruta 38 in südliche Richtung nach Lules. In Lules findet man eine alte Jesuitensiedlung, wovon nur noch Ruinen übrig sind. Wenig vor dem Ort Monteros, bei Kilometer 46, verläßt man die Ruta 38 und zweigt nach rechts Richtung Tafí del Valle ab. Von nun an geht es durch das enge Tal des Río de las Sosas, das subtropische Pflanzen beherbergt, bergan. Die Schlucht des Flusses mündet schließlich in die Hochebene des Tafí del Valle.

Der Name rührt von den ehemaligen Bewohnern, den Tafí, her. Dieser Stamm lebte dort vom 4. bis zum 9. Jahrhundert n. Chr.. Die Tafí hinterließen mystische Steinfiguren, Steinkreise, mit Zeichen und Gesichtern verzierte Menhire. Eine Sammlung dieser Menhire (129 Stück) findet man im Parque de los Menhires in dem Ort El Molar, 10 km vom der Ortschaft Tafí entfernt.

 

Amaichá del Valle

Amaichá del Valle erreicht man über den Pass Abra del Infiernillo (3040 m). Amaichá del Valle ist berühmt für das jährlich im Februar gefeierte Fest der

Pachamama, der Mutter Erde: der Göttin der Fruchtbarkeit wird für die Ernte gedankt. Die Zeremonie verläuft derart, dass Wein als Opfer auf den Boden

gegossen wird und kleine Gaben in der Kirche auf den Altar gelegt werden, etwa Käse oder Cocablätter. Das Fest der Bachamama wird in vielen Ortschaften der Region begangen, und zwar auch von der katholischen Bevölkerung.

 

Quilmes

22 km von Amaichá del Valle entfernt liegt der Ort Quilmes. Die Quilmes waren ein Indianerstamm und sie erbauten zu Beginn des 11. Jahrunderts den Ort Quilmes. Die Quilmes stammt ursprünglich von der Westseite der Anden. Sie wurden von den Spaniern umgesiedelt, in die Gegend des jetzigen Vororts von Buenos Aires. Ein (Bierkonzern hat seinem Produkt übrigens den Namen Quilmes gegeben.)

Sehenswert sind die die Ruinen von Quilmes, die die Architektur der indianischen Bevölkerung erahnen lassen.

 

Cafayate

Cafayate ist berühmt für den Torrontés Wein. Es ist ein trockener, fruchtiger Weißwein, der bis nach Europa exportiert wird. Pro Jahr werden 60 Millionen

Liter hergestellt.

Wen wundert es, das eine der Attraktionen von Cafayate ein Weinmuseum ist (in der Avenida Güemes). Natürlich kann man auch einige Weingüter besichtigen, so etwa die Bodega Etchart an der Ruta 40.

Die Kirche von Cafayate ist im Kolonialstil erbaut. Ein Besuch ist lohneswert.

Info:

Touristeninformation: Centro de información turística an der Plaza

Busverbindungen: Tucumán, Salta

 

Quebrada de las Conchas

Fährt man auf der Ruta 68 80 km in Richtung Norden, so gelangt man zur Quebrada de las Conchas. Zwei Aussichtspunkte seien erwähnt:

- El Anfiteatro:das ist ein Felsenkessel mit einem Durchmesser von 50 m und einer Höhe von über 100 m,

- La Garganta del Diabolo.

Bestaunenswert ist auch der Sandstein, der sich hier in vielfältigen Formationen präsentiert.

Von der Quebrada de las Conchas führt unsere Tour wieder zurück nach Calfayate und leitet ins

 

Valle de Calchaquíes

Das Tal von Calchaquíes ist beeindruckend in mehrfacher Hinsicht: die Gipfel der Anden, pitoresque Felsstrukturen und Siedlungen im Kolonialstil. Die (nicht immer asphaltierte) Ruta 40 führt den Betrachter durch dieses schöne Flusstal.

 

San Carlos

San Carlos liegt 15 km von Cafayate entfernt auf 1700 m Seehöhe. Der Ort wurde 1551 von den Spaniern gegründet und besticht durch seine gut erhaltenen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert.

Ausflug: Quebrada de la Flecha, Pfeilschlucht. Hier kann man das Werk von Wind und Wasser bewundern. Sie haben die Felswände aus Sandstein mit bunten Farben und mit vielfältigen Formen gestaltet.

 

Molinaos

Der Ort Molinos liegt etwa 80 km von San Carlos entfernt. Schaustück des Ortes ist die Kirche aus dem Jahr 1659, die den kolonialen Kirchen der

bolivianischen Hochebenen ähnelt. In ihr ruhen die mumifizierten sterblichen Überreste des letzten spanischen Gouverneurs von Salta, Don Nicolás Isasmendi

Echalar.Die Heiligenfiguren im Inneren des Kirchenschiffes sind mit menschlichem Haar geschmückt, das von Frauen aus dem Dorf geopfert wurde.

 

Seclantás

Seclantás ist ein Ort, der dem Dorf Molinos gleicht. Auch dort steht eine Kirche im Kolonialstil mit einschiffigem Grundriss und hochaufragenden Türmen an der Vorderfront. Der angrenzende Friedhof zeigt eiserne Grabkreutze und steinerene Mausoleen.

 

Cachi

Cachi liegt auf einer Höhe von 2300 m. Der Gipfel Nevados de Cahi überragt die Stadt jedoch um über 4400 Meter.

Besuchenswert ist die Plaza, die den Betrachter in die Kolonialzeit versetzt. Die Pfarrkirche und das Museo Arqueológico grenzen sie nach zwei Seiten ab. Das Museum stellt Tonarbeiten und die Bekleidung der ehemals in der Gegend lebenden Indianer aus.

 

Los Cardónes Nationalpark

Die Ruta 40 verfolgt man Richtung Norden, Richtung Piedra de Molina,  und gelangt so zum Nationalpark Los Cardónes. Blickfang in dem sich auf 3000 m Höhe öffnenden Tal sind die Kandelaberkakteen. Sie werden bis zu 10 m hoch und haben einen Durchmesser von 50 cm. Den Horizont begrenzen die 6000er der Anden.

Der Pass Piedra de Molina liegt 3260 m hoch und führt seinen Namen aufgrund eine Mühlsteines, der dort oben liegt.

 

Cuesta del Obispo

Von der Passhöhe Piedra de Molina leitet die Straße steil (und wieder nicht asphaltiert) in eine Schlucht, die Cuesta del Obispo. Man läßt die kahlen Höhen hinter sich und fährt duch eine Wiesenlandschaft. Nicht veräumen sollte man einen kleinen Umweg in das Valle Encantado, das verwunschene Tal. Es zeigt Bumen und Blühten, bizarre Felsen und vor allem eine unglaubliche Fernsicht. (Abzweigung in südlicher Richtung, also rechter Hand).

 

Salta

Die Hauptstadt der gleichnamigen argentinischen Provinz hat sich viel von ihrer einstigen kolonialen Schönheit erhalten können. Sie wird von den Salteños nicht zu unrecht "La Linda", die Schöne, genannt. Salta hat 450.000 Einwohner. Für den Touristen ist aber vor allem der historische Stadtkern von Interesse.

Das Zentrum des Zentrums von Salta ist die Plaza 9 de Julio. An sie grenzt die koloniale Kathedrale, die Ende des 19. Jahrhunderts vollendet wurde. Sie

beherbergt ein Bild der Muttergottes, das wundertätig sein soll. Seine letzte Ruhestätt hat dort auch General Martín M. de Güemes gefunden, der im Jahr 1806 gegen die Briten in Buenos Aires und 1814 in Salta gegen die Spanier kämpfte, die damals noch Bolivien beherrschten.

Der Kathedrale gegenüber liegt das Cabildo aus dem Jahr 1780, das Rathaus. Diese Funktion hat es allerdings nicht mehr. Heute ist eine historisches Museum in seinen Mauern untergebracht.

Eine andere schöne Kirche ist die Iglesia San Francisco aus dem Jahr 1796. Die Calle Caseros führt in Richtung Osten zu ihr. Sie ist rot-gold bemalt und ihr Glockenturm erreicht eine Höhe von 57 Metern.

Ein weiteres hübsches Gebäude im Kolonialstil ist der Convento de San Bernardo an der Ecke Caseros / Lavalle.

Einen Besuch wert ist auch die Markthalle an der Ecke Florida / Avenida San Martín mit ihren vielen bunten Ständen.

Oder der Kunsthandwerkermarkt in der Casa El Alto Molino in der Calle San Martín 2555; dort ist allerdings nicht billig.

Will man die Stadt überblicken, so kann man den Cerro San Bernardo erobern, entweder zu Fuß über 1026 Stufen, die hnter dem Güemes Denkmal beginnen, oder mit der Drahtseilbahn, deren Station am Parque San Martín steht.

Wer das Nachtleben liebt, sollte nicht versäumen, einer der typischen Peñas zu besuchen. Das sind Kneipen, in denen bis in den frühen Morgen getrunken und gesungen wird, wobei die Gäste die Instrumente mitbringen. Solche Peñas findet man z.B. in der Av. San Martín oder Balcarce.

Info: www.turismosalta.gov.ar

Touristeninformation: Calle Buenos Aires 93

Busverbindungen: Buenos Aires, Jujuy, Tucumán, La Quiaca, Mendoza, Cafayate, Cachi, San Antonio de los Cobres

Flugverbindungen: Buenos Aires, Córdoba, Jujuy, Tucumán

Bahnverbindungen: Tren al las Nubes! Tip!

Mietwagen: alle in der Caseros, Nr. 400, 225 u. 753

 

So, jetzt zum Tip, dem Tren al las Nubes, dem Zug in die Wolken. Der Tren al las Nubes startet in der SAison von Ende März bis Mitte November einmal in der Woche (meistens Samstags) in Salta auf 1187 m Höhe und bringt bis zu 500 Passagiere in die Puna, die trockene Hochebene, die in 3500 m Seehöhe beginnt. Der Zug startet um 7.00 Uhr und ist gegen 22.00 Uhr wieder zurück in Salta. Gezahlt hat man dann etwa 100 US $ dafür. Die Endstation ist das Viadukt La Povorilla auf fast 4000 m Höhe. Es liegt wenig hinter der Siedlung San Antonio de los Cobres. Kurz vor der Entstation überquert man eine 224 Meter lange Stahlbrücke, deren Stützpfeiler wie Spinnenbeine ein Tal überspannen und den Zug in einer Höhe von 63 m queren lassen.

1921 wurde mit dem Bau der Eisenbahnlinie begonnen - natürlich nicht, um Touristen zu befördern. Man wollte eine Verbindung zwischen Salta und den Minen im argentinisch-chilenischen Hochland herstellen. Dort wurde Salpeter, Borax und Kupfer gefördert. Außerdem war eine Verbindung mit dem chilenischen Hafen Antofagasta gewünscht. Ziel war also eine Eisenbahnlinie über die Anden zu bauen. Die Arbeiten zogen sich jedoch in die Länge, erst 1929 erreichte man San Antonio de los Cobres auf 3775 m Höhe, 1948 die argentinisch-chilenische Grenze am 3852 m hohen Socompa Pass. Noch ein wenig mehr Statistik: 529 km Gleise liegen auf der argentinischen Seite, 372 km auf der chilenischen bis Antofagasta.

Seit 1973 befördert man Touristen mit dem Zug. Heute ist es eine luxuriöse Fahrt. Die Fahrgäste bekommen über Kopfhörer in verschiedenen Sprachen die einzelnen Passagen erläutert.

Info: (Reservierung (empfehlenswert so früh wie möglich): www.trenalasnubes.com.ar, Caseros 447, Tel. 0387 4314984 Fax:4315301

 

San Salvador de Jujuy

Die Tour führt von Salta Richtung Jujuy. Wer mit dem Bus unterwegs ist, muß die Strecke über General Güemes nehmen. Er ein eingenes Fahrzeug hat, kann die schönerer Strecke über die Ruta 9 wählen und den tropischen Wald genießen, der die Straße begleitet.

San Salvador de Jujuy ist die Hauptstadt der Provinz Jujy. Touristisch ist sie nicht sehr interessant. Allein zwei Kirchen sind einen Besuch wert: die

Kathedrale an der Plaza mit ihre holzgeschnitzen Kanzel und die im Barockstil erbaute Iglesia San Francisco an der Ecke Belgrano - Lavalle.

Besuchenswert ist eventuell noch der Mercado del Sur in der Nähe des Busbahnhofs an der Ecke Dorrego - Iguazú, wo die indianischen Einwohner ihre Produkte verkaufen.

Info: www.jujuy.gov.ar

Touristeniformation: Gorriti 295

Busverbindungen: Buenos Aires, Córdoba, Tucumán, Salta, La Quiaca, Humahuaca, Ticará, San Pedro de Atacama in Chile

Flugverbindungen: Bunos Aires, Tucumán, Córdoba, Satiago del Estero

Mietwagen: Localiza, Avenida Almirante Brown 69

 

Abstecher nach Chile: über die Hochebene nach San Pedro de Atacama in Chile

Wer von San Salvador de Jujuy nach San Pedro de Atacama will hat zwei Möglichtkeiten: das Auto oder den Bus. Letzerer fährt 2 Mal in der Woche. Die Strecke führt über Purmamarca (2192 m), Susques (3675 m) auf den Paso de Jama (4200 m!). Insgesamt sind es nach San Pedro de Atacama 450 km. Es ist ein Erlebnis, über diese einzigartige Hochebene mit Ausblicken auf die 6000er der Anden wie den Nevados de Chañi oder den Nevados Queva. Hinter Purmamarca wird der Blick auf den Cerro de los Siete Colores, den Berg der sieben Farben, gezogen. Wie gesagt, man kann die Strecke mit dem Auto befahren, empfehlenswert ist ein Allradantrieb, Ersatzreifen und eine Vorrat an Benzin, denn Tankstellen findet man nurin Purmamarca und dann wieder in San Pedro de Atacama.

 

Quebrada de Humahuaca

Das Dorf Volcan liegt etwa 40 km von San Salvador de Jujuy entfernt. Dort beginnt die Quebrada de Humahuaca, eine wilde Felsenschlucht im Tal des Río Grande.

Sie ist 130 km lang und steigt so an, wie das Flußbett fällt - bis auf 2939 m bei Humahuaca. Duch die Quebrada de Humahuaca hatte bereits die Inka eine Straße gebaut, die später die Spanier und auch die Missionare nutzten.

Die Orte Pumamarca und auch Tilcará sind wgen ihrer schönen Kirchen und ihrem kolonialen Stil besuchenswert. In Tilcará findet man ein altes indianisches Wehrdorf, die Pucará, das mit seinem archiologischen Museum einen Besuch lohnt.

 

Humahuaca

Wie gesagt, Humahuaca liegt am Ende der Quebrada. Sehenswert ist die alte Kirche an der Plaza, deren Inneres mit Kaktusholz ausgekleidet ist. Die

aushängenden Bilder stammen aus der Malschule von Cusco aus Peru.

Das Monumento a la Independencia ist zwar nicht so sehenswet, aber unübersehbar, überragt es doch die Kirche. Es erinnert an den Beitrag der Indianer zum Kampf um die Unabhängigkeit von Spanien.

Das Museo Folklórico widmet sich dem Leben der Indianer. Indianer verkaufen ihre Produkte auf dem Kunsthandwerkermarkt. Besonders begehrt sind die typischen Kleidungsstücke dieses Hochlandvolkes. Bekannt ist Humahuaca auch wegen des indianischen Karnevals, der hier mehrere Tage lang gefeiert wird.

 

Die Puna

Die Puna ist eine Hochwüste. Sie liegt auf einer Höhe von 3700 m und ist Auslufer des bolivianischen Altiplano. Von Humahuaca führt eine (nicht asphaltierte) Straße in die Puna. Die Orte, denen man an der Straße begegnet, bestehen nur aus einer Ansammlung von Lehmziegelhäusern. Abra Pampa sei hier stellvertretend für die wenigen anderen genannt, die man passiert.

 

La Quiaca

La Quiaca liegt auf einer Höhe von 3442 m an der bolivianischen Grenze. Hier leben die Coya Indiander, deren Frauen farbenprächtige Gewänder tragen: mehrer

farbenreiche Röcke übereinander, bunte Melonenhüte auf dem Kopf. Diese traditionelle Art der Kleidung ist aber erst in der Kolonialzeit entstanden.


5. Argentinien - Land des Wassers

Tourenvorschlag: von Mesopotamia nach Iguazú

 

Die Route: Corrientes, Esteros del Iberá, Posadas, San Ignacio Miní, Iguazú Wasserfälle

 

Folgt man diesem Tourenvorschlag, so legt man eine Strecke von etwa 1100 km zurück. Einzuplanen wäre ein gute Woche an Zeit.

 

Corrientes

Corrientes ist die Hauptstadt der Provinz Corrientes. Es hat 240.000 Einwohner. Von Buenos Aires nach Corrientes kommt man gut mit dem Bus, oder aber auch mit dem Flugzeug.

Die Casa de Gobierno, das Regierungsgebäude, und die Iglesia de la Merced liegen an der zentralen Plaza. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1628.

Eine weitere hübsche Kirche ist die Iglesia Cruz de Milagro. Sie beherbergt ein Kreuz, dem übernatürliche Kräfte zugesprochen werden. Die Sage erzählt, das

Indianer die Kirche überfallen haben, um das Kreuz zu zerstören. Dabei wurden sie von Blitzen erschlagen.

Den Convento de San Francisco aus dem Jahr 1607 findet man in der Calle Mendoza 450. Er lohnt einen Besuch.

Kommt man zur Karnevalszeit nach Corrientes, so hat man ein Erlebnis der besonderen Art, denn die gesamte Provinz feiert so ausgiebig wie in Rio de Janeiro.

Info: www.corrientes.gov.ar

Touristeninformation: Centro de Informacíon turística, Plaza Cabral

Busverbindungen: Buenos Aires, Posadas, Resistencia

Flugverbindungen: Buenos Aires, Posadas

 

Esteros del Iberá

Esteros del Iberá ist mit einer Fläche von 5000 km² das größte Feuchtgebiet Argentiniens. Iberá stammt aus der indianischen Sparche Guaraní und bedeutet glitzerndes Wasser. Die Esteros del Iberá werden von unzähligen Wasserläufen durchschnitten. Hauptstrom ist der Río Miriñay. Er ergießte seine Wasser in den Río Uruguay. In den Feuchtzonen und Sümpfen leben fast 300 Vogelarten und man findet das Yacaré, eine kleines Krokodil, die Carpinchos, die Wasserschweine und, wenn man Glück hat, die Anaconda.

 

Info und Touren in Colonia Carlos Pellegrini (nahe Mercedes):

Naturlodge Posada Aguapé, Tel. 011 47423015, www.iberaesteros.com.ar

Naturlodge Hostería Ñandé Retá, Tel. 03773 499411, www.nandereta.com

 

Posadas

Posadas ist keine Stadt für hitzeempfindliche Menschen: im Sommer herrscht ein feucht-heißes Klima. Die Stadt zählt Das 200.000 Einwohner und liegt 200 km von Corrientes entfernt.  Viehweiden und Wald säumen die Strecke. Posadas ist die Hauptstadt der Provinz Misiones.

Das dortige Museo de Ciencias Naturales e Históricos in der San Luis 384 führt durch die Geschichte der Provinz und man kann Funde aus den

Jesuitenreduktionen der Region bestaunen. Der Río Paraná ist natürlich auch einen Besuch wert.

Ausflüge: nach Paraguay

 

Paraguay

Vom Hafen in Poasadas setzen Fähren nach Encarnación über, das in Paraguay liegt.

Das südliche Paraguay war genau wie Misiones im 17. Jahrhundert das Tätigkeitsgebiet der Jesuiten.

 

Encarnación

Encarnación hat 60.000 Einwohner und ist die größte Stadt im Süden Paraguays. Lohneswert ist die Altstadt am Flussufer: der Besucher fühlt sich wie in einem riesigen Markt. Dieses bunte Treiben wird allerdings in Kürze von den Fluten des Río Paraná verschlungen werden, wenn das in der Nähe von Argentinien und Paraguay gebaute Wasserkraftwerk Yacyretá vollendet und das Wasser des Flusses Paraná aufgestaut ist.

Info:

Touristeninformation: Centro de inforación turistica, Calle Wiessen 345

Busverbindungen Ciudad del Este, Asunción, Trinidad, Posadas

Unterkunft (preiswert): Viena, Capitan Caballero 569, Tel. 3486 (deutsch)

 

Trinidad

Attraktion ist eine der schönsten Jesuitenreduktionen. Sie liegt etwas außerhalb von Trinidad an der Straße nach Ciudad del Este. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert, wurde zwischen 1706 und 1760 erbaut. Bis zu 4000 Indianer hatten dort ihre Heimat. Es gibt einen kleinen Uhrturm in den Ruinen, den man besteigen kann. Die Kirchenruine ist mit Pflanzenmustern verziert, eine Arbeit der indianischen Guaraní.

 

zurück in Argentinien

San Ignacio Miní

Der Ort San Ignacio Miní liegt 60 km östlich von Posadas entfernt. Es ist die größte Jesuitenreduktion. Die Straße von Posadas dorthin führt durch Urwald.

Die Jesuitenniederlassung San Inacio Miní wurde im Jahr 1696 gegründet, zusammen von Jesuiten und Guaraní. Sie kamen aus dem brasilianischen Guairá. Die Plaza de Armas ist der Mittelpunkt der Mission. Wir finden die Überreste der Kirche, von Werkstätten, Gefängnis und Küchen. Im Jahr 1767 wurden die Jesuiten ausgewiesen und San Ignacio Miní verfiel. Die Geschichte des Verfalls: 176 Indianer waren im Jahr 1784 noch übrig, 1810 kein einziger mehr. 1817 würde die Mission endgültig zerstört. Dies geschah auf Veranlassung von José G. Rodrígues de Francia, dem Diktator von Paraguay.

 

 

Cataracas de Iguazú - Wasserfälle von Iguazú

Iguazú bedeutet in der Sprache der Guaraní Indianer "großes Wasser". Keine falsche Bezeichnung für die größten Wasserfälle Südamerikas. Dazu ein paar Zahlen:

Im Durchschnitt fallen 1700 m³ Wasser pro Minute über zwei Stufen bis zu 72 m in die Tiefe. Wenn der Río Iguazú hohes Wasser führt, können es sogar bis zu 7000 m³ Wasser pro Minute sein.

Argentinien und Brasilien teilen sich die Wasserfälle, den der Río Iguazú ist die Grenze zwischen den beiden Ländern. Es empfiehlt sich, sowohl die

argentinische als auch die brasilianische Seite der Fälle zu besuchen: mehr an Panorama bietet die brasilianische Seite, in Argentinien kann man dafür näher an die Wassermassen heran. Besonders der Blick über die Massen des Garganta del Diablo (Teufelsschlund) ist beeindruckend. Kann man doch wegen der hochspritzenden Gischt den Grund der Schlucht nicht erkennen.

Die Wasserfälle von Iguazú konnten entstehen, weil das Basaltplateau des südbrasilianischen Schildes abrupt abgebrochen ist.

Tipp: Kommen Sie möglichst vor 10.00 Uhr zu den Fällen, denn Reisegruppen sind erst ab dieser Stunde hier. Den Besuch kann man leicht selbst organisieren und mit dem Bus in den Nationalpark fahren.

 

Puerto Iguazú

Puerto Iguazú liegt an der Mündung des Río Iguazú in den Río Paraná. Der Ort ist Ausgangspunkt für den Besuch der Wasserfälle von Iguazú.

Info:

Touristeninformation: Avenida Misiones 32, Of. 01 (dort auch Rundfahrten und Mondscheinwanderungen an den Fällen buchbar)

Busverbindungen: Buenos Aires, Córdoba, Resistencia, Posadas, Nationalpark Iguazú, Foz do Iguaçu in Brasilien, Ciudad del Este in Paraguay

Flugverbindungen: Buenos Aires (für die beste Aussicht: links im Flieger sitzen), São Paulo, Rio de Janeiro

 

Brasilien - Paraguay - Argentinien

Die Wasserfälle von Iguazú liegen im Dreiländereck zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay. Es bietet sich also eine Ausflug nach Brasilien und Paraguay an. Nach Brasilien ohnehin, denn dort hat man das schönere Panorama auf die Fälle.

Für die Einreise nach Brasilien und Paraguay benötigt man nur einen Reisepass, kein Visum. Sollten sie einen Ausreisestempel in den Pass gedrückt bekommen, achten Sie darauf, dass es bei der Einreise erneut einen Stempel gibt, andernfalls bekommen Sie bei der späteren Ausreise Probleme!

 

Foz do Iguaçu

Foz do Iguaçu in Brasilien hat 200.000 Einwohner. Besuchenswert sind allein die Einkaufsstraßen im Zentrum.

Info: www.fozdoiguacu.pr.gov.br.

Touristeninformation: Empresa Brasileira, Praça Getúlio Vargas s/n, Tel. 005545 521125

 

Itaipú

Itaipú ist das größte (und mit 20 Mrd US $ teuerste) Wasserkraftwerk der Welt. Die Staumauern sind 200 m hoch und der Stausee umfaßt eine Fläche von 1500 km². Itaipú wird von Brasilien und Parguay gemeinschaftlich betrieben. Mit dem Bau sollten die Energieprobleme Brasiliens gelöst werden, was allerdings mißlang, da die Entfernung des Kraftwerks zu den wichtigen Industriezentren mit mehr als 1000 km zu groß ist und so der Energieschwund immens ist. Das Kraftwerk kann kostenlos besichtigt werden. Info: www.itaipu.gov.br

 

Ciudad del Este

Die Puente de la Amistad verbindet das brasilianische Foz do Iguaçu mit Ciudad del Este. Sie ist eine der jüngsten Städte Paraguays und hat 90.000 Einwohner.

Der Schmuggel blüht hier besonders gut, denn die meisten Produkte sind in Paraguay billiger als in den Nachbarländern Argentinien und Brasilien.

 


6. Top of America

Tourenvorschlag: Zum höchsten Berg des amerikanischen Doppelkontinents und in die Wüste

 

Die Route: Mendoza, San Luis, Sierra de Córdoba, Córdoba, La Rioja, Parque Provincial Talampaya, Valle de la Luna, San Juan, Mendoza

 

Der höchste Berg sowohl Nord- als auch Südamerikas ist der Aconcagua in der Nähe zur chilenischen Grenze in der Provinz Mendoza. Aber unsere Tour hat noch mehr Superlativen zu bieten: das größte Bierfest Argentiniens, das schönste Weinanbaugebiet mit dem besten Wein Argentiniens und bizarre Landschaften, die an das Mondgebirge erinnern.

 

Mendoza

Die Stadt Mendoza hat 700.000 Einwohner. Sie ist von Buenos Aires sowohl mit dem Flugzeug als auch mit dem Bus zu erreichen.

Mendoza wurde im Jahr 1561 gegründet, aber genau 300 Jahre später durch ein Erdbeben beinahe komplett zerstört. Ein weiteres Erdbeben hatte Mendoza im Jahr 1965 zu ertragen. Kein Wunder also, das man alte Gebäude vergeblich sucht. Mendoza besticht durch seine begrünten breiten Alleen. Mendoza hat also historisch nicht viel zu bieten. Sehenswürdigkeiten sind der

- Parque San Martín, wo es einen Zoo, ein Fußballstadion und einen See gibt

- Cerro de la Gloria mit einem Denkmal, das José San Martín gewidmet ist.

- Ein Weinmuseum gibt es in der Av. Peltier 611. Mendoza nimmt den größten Anteil der argentinischen Weinproduktion ein. Besichtigt werden können auch die Bodegas Giol und Peñaflor. Die Fiesta Nacional de la Vendimia, ein großes Weinfest in Mendoza, wird jeweils Anfang März abgehalten. Info: www.vendimia-mendoza.gov.ar

- Das Palacio Minicipal in der Av. 9 de Julio 500 ist das höchste Gebäude der

Stadt und seine Dachtereasse erlaubt einen schönen Rundblick.

Info: www.turismo.mendoza.gov.ar

Touristeninformation: Ecke Av. San Martín - Garibaldi

                               Av. San Martín 1143 für die Porvinz Mendoza

Busverbindungen: Buenos Aires, San Luis, Córdoba, La Rioja, San Juan, Tucumán, Salta, Bariloche, Santiago de Chile

Flugverbindungen: Buenos Aires, Neuquén, Río Gallegos, Córdoba, Santiago de Chile

Mietwagen: Localiza in der Gutiérre 453

                 Dollar in der Primitivo de la Ruta 931

 

Aconcagua

Der Aconcagua ist mit 6959, also beinahe 7000 m, der höchste Gipfel Amerikas. Aber nicht nur das: er ist der höchste der westlichen Hemisphäre, der höchste der südlichen Hemisphäre und der höchste außerhalb  Asiens. Also mehr als ein Superlativ! Sein Name leitet sich aus dem Quechua Wort acko-cauak ab, was steinerner Wächter bedeutet. Den Berg umgibt ein 71.000 ha großes Naturschutgebiet. Der Schweizer Matthias Zurbriggen bestieg den Aconcagua als erster. Am 18. Januar 1897 stand er auf dem Gipfel. Er verfolgte die auch noch heute gebräuchliche (Normal-) Route über die Nordflanke. Allerdings fand man 1985 in der Südostflanke auf 5300 m ein Indianergrab aus der Zeit vor Kolumbus. Daraus läßt sich schließen, dass am Aconcagua bereits vor den Spanieren große Höhen erreicht worden sind.

Bis zum Basislager auf 4200 m kann man eine Treckingtour durchführen. Dort steht übrigens eines der höchstgelegenen Hotels der Welt (Tel: 0261-380383). Die Tour startet in Puente del Inca, einer kleinen Siedlung an der Paßstraße zu Chile (Paso de la Cumbre), knapp 3000 m hoch. Von dort gelangt man - üblicherweise mit einer Zwischenübernachtung zur Akklimatisation - zur Plaza de Mulas auf 4200 m, wo das besagte Hotel zu finden ist. Nun ist alles weitere eine Frage der Akklimatisation.

Der Weg zum Gipfel führt über 1 - 2 Hochlager, das erste liegt üblicherweise im Nido de Cóndores, auf etwa 5400 m Höhe. Ein 2. Lager befindet sich auf 6.100 m. Es ist aber durchaus möglich, direkt vom Lager 1 zum Gipfel zu steigen.

Info: www.aconcagua.com.ar

 

Puente del Inca

Puente del Inca ist der Ausgangsort für eine Beteigung des Aconcagua oder für Trekkingtouren in den gleichnamigen Nationalpark. Bergsteiger aus allen Nationen sind hier anzutreffen.

Von Medoza kann man Puente del Inca (Inkabrücke) auf 2 Routen erreichen.

Die 1. Möglichkeit führt über Villavicencio. Villavicencio liegt auf 1700 m Höhe

und ist bekannt durch ein Mineralwasser, was für das beste Argentiniens gehalten wird. Von dort geht es hinauf zum Paso Cruz de Paramillo auf 3000 m. Hier sollte man aus dem Wagen steigen und die Aussicht genießen: zum Aconcagua (im Westen),  zum Cerro Mercedario (6770m im Nordwesten) und zum Cerro Tupungazo (6800 m im Südwesten). Vom Pass abwärts geht es nach Uspallata.

Die 2. Möglichkeit führt zunächst nach Cacheuta, einem Thermalbad. Warmes wasser sprudelt dort aus der Erde.

Weiter geht es nach Potrerillos, einem Wintersportort, und von dort nach

Uspallata. Diese Route ist kürzer als die zuerst beschriebene Möglichkeit,

allerdings nicht so aussichtsreich.

Die Straße von Uspallata passiert den Wintersportort Los Penitentes, ehe sie

Puente del Inca auf 2700 m Höhe erreicht.

Der Name Inkabrücke rührt von einer Naturbrücke, die 28 m breit und etwa 20 m hoch ist und den Río Mendozo überspannt. Sie wurde durch Erosion und Ablagerungen schwefelhaltiger Quellen "gebaut". In der warmen Schwefelquelle kann man baden. (Der Autor hat hier eine Silvesternacht verbracht, allerdings zu mitteleuropäischer Zeit).

Unterkunft bietet als einziges Hotel in der Gegend ie Hostería Puente del Inca, Tel. 0361 4380480. Man sollte vorbestellen!

Sehenswert in Puente del Inca ist vielleicht noch der Bahnhof, der an eine

Wildwestszene erinnert. Besuchen sollte man auch den Bergsteigerfriedhof; hier liegen diejenigen begraben, die beim Versuch, den Aconcagua zu besteigen, umgekommen sind.

 

Paso de la Cumbre

Der Paso de la Cumbre ist ein Grenzpass zwischen Argentinien und Chile auf 3854 m Höhe. Eine Schotterpiste führt hinauf. Schon auf der Auffahrt bieten sich atemberaubende Blicke hinüber zum Aconcagua, der in 15 km Entfernung in den Himmel schaut. Auf der Passhöhe steht die Statue Cristo Redentor (Erlöser), gleich neben der verfallenden Grenzstation. Die Statue wurde von Argentinien und Chile im Jahr 1904 gemeinsam errichtet, nachdem beide Länder ihre Grenzstreitigkeiten in der Region durch Vermittlung des englischen Königs Edward VII begraben hatten.

 

San Luis

San Luis liegt 245 km von Mendoza entfernt. Die Stadt hat 70.000 Einwohner und ist Hauptstadt der Provinz San Luis.

San Luis ist ein ruhiger Ort in ländlicher Umgebung.

Sehenswert ist vielleicht die Plaza Pringles oder die Avenida San Martín und die Plaza Independencia.

Info: www.sanluis.gov.ar

Touristeninformation: Calle Junín gegenüber Correos

Busverbindungen: Buenos Aires, Córdoba, Mendoza

Flugverbindungen: Buenos Aires

 

Mina Clavero

Der kleine Orte Mina Clavero liegt auf 951 m Höhe und ist Ausgangspunkt für

Ausflüge und Touren in die Sierra des San Luis und die Sierra de Córdoba. Beides sind langgezogene Gebirgsketten. Es sind sog. pampine Sierren, da sie - Inseln gleich - aus den weiten Flächen der Pampa emporwachsen. Besonders die Sierra de Córdoba, die sich über 500 km erstreckt, ist beliebt bei Touristen. Doch gibt es nicht überalle markierte Wanderwege.

Der höchste Berg der Sierra Córdoba ist mit 2884 der Cerro Champaquí. Er liegt im Osten von Mina Clavero.

Info:

Touristeninformation: Centro de Información turística, Av. San Martín 1664

 

Villa Carlos Paz

Die Kleinstadt Villa Paz ist ein beliebter Touristenort. Sie liegt an einem

Stausee und wurde 1914 vom Großgrundbesitzer Carlos Nicandro Paz gegründet.

Villa Carlos Paz ist Ausgangsort für Ausflüge in das schöne Berg- und Seengebiet der Sierra Córdoba südlich des Ortes. Von hier aus kann man auch den aus dem Jahr 1588 stammenden Ort Alta Cracia mit einer einstigen jesuitischen Enstancia erreichen.

 

Villa General Belgrano

Auch diese Kleinstadt ist ein Urlaubszentrum. Die Stadt wurde von deutssprachigen Einwanderern aus der Alpenregion gegründet. Alpenländliches wird dort auch heute noch groß geschrieben: Würstchen mit Sauerkraut, Apfelstrudel, Wiener Schnitzel, bayrische Bierkrüge und vieles mehr.

Berühmt ist Villa General Belgrano für das dortige Oktoberfest, das größte

Bierfest Argentiniens. Im Juli gibts dort das FEst der Alpenmilchschokolade und zu Ostern das Fest der Wiener Torten.

Info:

Touristeninformation: Plaza José Hernández. Hier erhält man auch Wanderskarten.

Busverbindung: Córdoba

 

Córdoba

Die Provinzhauptstadt Córdoba hat 1,2 Millionen Einwohner und ist damit

zweitgrößte Stadt Argentiniens. Das Zentrum Córdobas ist nicht groß, es gruppiert sich um die Plaza San Martín.

1614 gründeten Jesuiten die erste Universität auf argentinischem Boden. Córdoba wird deshalb auch La Docta, die Gebildete genannt. Heute studieren hier etwa 80.000 junge Menschen.

Zwei sehr schöne Gebäude aus der Kolonialzeit  findet man an der Plaza de San Martín (dort eine Reiterdenkmal des Helden). Zum einen den Cabildo. Er stammt aus dem Jahr 1785. Untergebracht ist dort das städtische historische Museum. Zum anderen die Kathedrale. An ihr wurde von 1574 bis 1782 gebaut, bis sie endlich vollendet war. Die Folge dieser lange Bauzeit ist eine Stilmischung von Barock, romanischen Elementen und Klassizismus. Jesuiten hatten die ersten Pläne der Kathedrale erdacht, die Ausführung erfolgte dann aber durch indianische Baumeister.

Betrachtenswert unter den Kirchen Córdobas ist aber vor allem die Iglesia Compañía de Jesús an der Calle Obispo Trejo. Sie wurde von 1640 bis 1671 erbaut. Ihr Inneres glänzt im barokken Stil.

Will man mehr kirchlich-historisches bestaunen, so besuche man das Museo

Provincial de Historia Marqués de Sobremonte in der Calle Rosario de Santa Fé. Dort werden religiöse Bilder und Möbel aus der Kolonialzeit ausgestellt. Geöffnet hat das Museum Di-Fr vormittags und nachmittags, sowie Sa-So vormittags.

Zum Einkaufen geht man in das Shoppingcenter Patio Olmos, Ecke Boulevard San Juan/V. Sarsfield. Aber auch die Fußgängerzonen im Zentrum Córdobas, insb. auf der Obisbo Trejos, haben viel zu bieten.

Info: www.cordoba.com.ar

Touristeninformation: gibt es an der Plaza San Martín und im Busbahnhof

Busverbindungen: zu allen Hauptdestinationen des Landes und im Nahbereich

Flugverbindungen: zu allen größeren Städten des Landes

Mietwagen: Corrientes 452 (Avis), Av. Chacabuco 163 (Dollar), Marcel T. de Alvear 251 (Hertz), Av. Figueroa Alcorta 50 (Budget)

 

Mar Chiquita

Das Mar Chiqita, das "Kleine Meer", bedeckt eine Fläche von 1900 km², und ist damit dreimal so groß wie etwa der Bodensee. Der See liegt ungefähr 200 km von Córdoba entfernt. Er wird durch das Wasser des Río Dulce gespeist. Aber süß ist das Wasser deshalb nicht. Der Fluß hat 1822 sein Bett gewechselt und einer seiner Arme fließt seitdem durch die Salinas de Ambargasta und bringt große Salzmengen in das Mar Chiqita. Sein Salzgehalt pendelt zwischen 15 und 35 Prozent; also bis zum zehnfachen des Salzgehaltes des Meerwassers.

 

Miramar

Der Ferienort Miramar liegt am Südufer des Mar Chiquita und eignet sich gut als Stützpunkt, wenn man den See besuchen möchte.

Unsere Route führt zurück nach Córdoba. Von hier geht es weiter Richtung La Rioja.

 

Cosquin

Cosquin liegt ca. 60 km nordwestlich von Córdoba. Wer das Glück hat, im Januar dort zu sein, kann am wichtigsten internationalen Folklorefestival Argentiniens teilhaben: Musik, Austellungen, Kunst, Diskussionen. In den anderen Monaten bietet das Folkloremuseum einen guten Einblick in diese Kulturrichtung.

 

La Rioja

Auf der Ruta 38 folgen bald die Orte La Falda und Cruz del Eje. Hinter dem Dorf Sarrezuela überschreitet man die Provinzgrenze nach Rioja.

Die Provinzhauptstadt La Rioja sonnt sich in einem trockenen Klima. Besuchenswert ist der Franziskanerkonvent mit dem berühmten Bildnis des Niño Alcalde, des Jesus als Kind. Auch die Iglesia Santo Domingo aus dem Jahr 1623 sollte man bestaunen. Die Diaguita Indianer haben sie errichtet. Versäumen sollte man ebenfalls nicht das Archäologische Museum zu besuchen; dort werden Funde vorkolumbianischer Kulturen präsentiert.

Info: www.larioja.gov.ar

Touristeninformation: Ecke Av. Juan. D. Perón / Urquiza.

Busverbindungen: Buenos Aires, Catamarca

Flugverbindungen, Bunos Aires, Córdoba, San Juan, Salta, Mendoza

 

Parque Provincial Talampaya

Der Parque Provincial Talampaya ist eine Wüstenlandschaft, ein Naturpark von 270.000 ha.. Die Tage sind heiß, die Nächte kalt. Die Frühjahrsstürme und die Wassermassen der haben die Landschafte in Jahrmillionen geschaffen. Talampaya kommt aus der Quechua-Sprache und bedeutet trockenes Tal des Tala. Man findet dort Cañons und Sandsteinfelsen, die den Namen Kathedrale, Mönch oder Schloß tragen, weil sie wie diese ausschauen. Inmitten des Parks findet der Besucher ein Tal, das ein Konglomerat unterschiedlicher Sandsteinfelsen beherbergt: die Ciudad Perdida, die verlorene Stadt. In präkolumbianischer Zeit war das Tal bewohnt, man findet

Felszeichnungen verschiedener Kulturen. Eine Entschlüsselung dieser Zeichnungen, die Tiere und Menschen oder abstrakte Formen darstellen, ist bisher nicht gelungen. Reisebüros in La Rioja bieten geführte Touren in den Parque Provincial Talampaya an.

Infos: Yafra Turismo, Calle Lamardrid 170

         Yerba Bueno, C. H. Irigoyen 49

 

Parque Provincial Ischigualasto

Im Parque Provincial Ischigualasto liegt das Valle de la Luna. Das Tal des Mondes bietet ebenso wie die Ciudad Perdida einen Einblick in die Naturgeschichte der Erde. Hier gab es bereits vor 190 bis 230 Millionen Jahren einen 800 km langen und 15 km breiten See mit Lebewesen. In dem Gebiet des Valle de la Luna wurden die ältesten Saurierskelette der Erde gefunden. Der Parque Provincial Ischigualasto liegt in der Provinz San Juan und ist quasi eine Fortsetzung der Wüstenlandschaft, die auch den Parque Provincial Talampaya beherbergt.

Infos und Touren: Fascinatur, C. San Martín 1085, San Juan

                          Condor Expediciones, Ecke C. San Martín /Barreeal, San Juan, Tel: 441144

 

San Juan

San Juan ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Sie bietet nicht viel

historische Gebäude, denn die Stadt wurde am 15. Januar 1944 vom schwersten Erdbeben, das Argentinien je erlebte, heimgesucht. Es wurden mehr als 80 % der Gebäude zerstört und 10.000 Menschen getötet. San Juan wurde erdbebensicher wieder aufgebaut. Ein weiteres Erdbeben im Jahr 1977 überstand sie deshalb gut.

Der argentinische Expräsident Sarmiento wurde in San Juan geboren. Sein

Geburtshaus, das noch mit Originialmobiliar bestückt ist, kann als Museum

besichtigt werden. Besuchenswert ist auch das Museo de Ciencias Naturales, das Naturwissenschaftliche Museum an der Ecke Catamarca, Av. San Martín. Dort sind ein 230 Jahre altes Skelett eines Rincosauriers sowei weitere Funde aus dem Valle de la Luna zu sehen.

Ausflüge: zur Difunta Correa in Vallecito

Info: www.sanjuan.gov.ar

Touristeninformation: Ecke Av. San Martín / Sarmiento

Busverbindungen: Buenos Aires, La Rioja, Córdoba, Vallecito, Salta

Flugverbindungen: Buenos Aires, Mendoza, Córdoba

Mietwagen: Ecke San Martín, España (Parque Automotor)

 

Vallecito

Der Ort Vallecito liegt ca. 60 km östlich von San Juan. Er ist einer der

bekanntesten Wallfahrtsorte Argentiniens. Verehrt wird Difunta Correa

(entschalfene Correa), die mit bürgerlichem Namen María Antonia Deolinda Correa hieß. Man erzählt, dass sie sich 1841 im argentinischen Bürgerkrieg mit ihrem Baby auf dem Rücken auf den Weg machte, um ihrem Mann zu folgen, der von den Truppen Caudillo F. Quioras gefangen genommen worden war. Sie verirrte sich jedoch in der Wüste. Maultiertreiber entdeckten Tage später ihre Leiche. Ihr Kind lebte und lag saugend an der Brust. Dieser Ort wurde fortan zum Wallfahrtsziel frommer Pilger, der Ort zur entschlafenen Correa.

Difunta Correa ist keine Heilige, wurde also nie vom Papst heilig gesprochen,

dennoch kommen die Argentinier in Scharen in den Ort Vallecito. Correa verkörpert für sie die treue Frau und die sich opfernde Mutter. Sie bringen Opfergaben, die sich in den vielen Kapellen wiederfinden.  Auch selbst gebaute Schreine, die es auch an Landstraßen gibt, gibt es hier in großer Anzahl. Difunta Correa ist die Beschützerin der Reisenden. In diesen Schreiben findet man aus diesem Grund auch des öfteren Geld oder Autoreifen, oder Wasser.

 

7. Nie wieder in den Zoo, sondern nach: Patagonien

Tourenvorschlag: Reise zu den Tieren Patagoniens

 

Die Route: Puerto Madryn, Península Valdés, Trelew, Gaiman, Punta Tombo

 

Millionen von Pinguinen, See-Elefanten und Seelöwen leben leben auf der Península (Halbinsel) Valdés in Patagonien. Diese Tour führt uns ins Herz der Tierwelt Argentiniens. 7 - 10 Tage sollte man für diese Tour einplanen.

 

Puerto Madryn

Puerto Madryn hat ca. 50.000 Einwohner, ist eine Touristen- und Fischereistadt. Sehenswert ist das Museo Oceanográfica y Ciencias Naturales an der Ecke Menéndez, Comec Garcí. Dort gibt es Wissenswertes über Meerestiere und Meeresforschung. Ansonsten bietet Puerto Madryn es eine Strandpromenade und zwei Einkaufsstraßen.

Ausflüge: mit dem Schiff. Startpunkt: dierkt am Strand 

              Touren zur Península Valdés und Punta Tombo; viele Veranstalter haben dies in ihrem Programm.

Info:

Touristeninformation: Strandpromendade Juan A. Roca 223 (liegt zwischen Belgrano und 28 de Julio)

Busverbindungen: Buenos Aires, Neuquén, Río Gallegos, Comodoro Rivadavia, Trelew, Rawson

Flugverbindungen: Buenos Aires, Comodoro Rivadavia, Río Gallegos, Ushuaia

Anmerkung: bessere Verbindungen gibt es in Trelew

Mietwagen: Roca 71 (Cuyun Co), Roca 227 (Rent a Car), Belgrano 196 (Localiza)

 

Península Valdés

Die 3265 km² große Península Valdés ist ein Naturschutzgebiet.

Punta Norte: Hier findet man große Kolonien von See-Elefanten. Im Frühjähr kann man dort - mit Glück - Schwertwale beobachten. Sie kommen zu dieser Zeit zur Paarung hierher.

Caleta Valdés: Hier leben Seelöwen in Kolonien.

Punta Delgada: An diesem Ort haben sich See-Elefanten ihr Revier unterhalb der Steilküste gesucht.

Im argentinischen Frühjahr, also zwischen Juli und Dezember, kommen die Wale in die Gewässer vor der Küste der Península Valdés. Man trifft hier dann Bartenwale, etwa den Südlichen Glattwal (Ballena Franca Austral, lat.: Eubalaena australis), oder Zahnwale, wie den Schwertwal (lat.: Orcinus orca). Der Südliche Glattwal wird bis zu 13 m lang und bis zu 40 Tonnen schwer. Der Orca-Wal dagegen nur bis 10 m lang und bis zu 1 Tonne schwer. Die Glattwale kommen zur Paarung und zur Jungenaufzucht in den Golfo Nuevo. Man kann sie dann mit dem Boot von Puerto Pirámides aus aus nächste Nähe beobachten.

Wenn man von Pinguinen spricht, sind hier meist die Magellanpinguine (lat.: Sphenicus magellanicus) gemeint. Sie leben an den Küsten des südlichen

Südamerikas, haben die größte Kolonie aber in Punta Tombo. Die Magellanpinguine unerscheiden sich von den Königspinguinen. Sie sind kleiner als diese, nur 50 - 60 cm groß und auch ca. 5 kg leichter. Ein weißer Kreis umrahmt ihr schwarzes Gesicht. Über ihre Brust verläuft ein weißer Streifen zu den Flügeln.

Die Südlichen See-Elefanten (lat.: Mirounga leonina) unterscheiden sich von den Seelöwen durch Größe und Gewicht. Dies läßt sich allerdings nur bei den Männchen leicht erkennen. See-Elefanen Männchen tragen einen dicken, aufblasbaren Rüssel, die Seelöwen eine Mähne. Die See-Elefanten Männchen werden etwa 5 m lang, die Männchen der Seelöwen nur etwa halb so groß. Männliche See-Elefanten wiegen ca. 2500 kg, männliche Seelöwen nur 300 kg. Die Weibchen der Seelöwen 100 kg. Die Weibchen der See-Elefanten wiegen etwa 500 kg, sind aber ungefähr so groß wie ihre männlichen Artgenossen. See-Elefanten bewegen sich robbend vorwärts, Seelöwen auf

ihre Vorderflossen gestützt.

Info: www.enpeninsulavaldes.com

Übernachtungstipps: Faro de Punta Delgada (ehemaliger Leuchtturm),

www.puntadelgada.com, Tel: 02965 406304               

Puerto Pirámides: Von Juli bis September werden von hier Bootstouren zur

Walbeobachtung angeboten.

Übernachtungstipp: günstige, einfache Hotels; Campingplatz

 

Trelew

Trelew ist eine Großstadt mit 90.000 Einwohnern, ein Industrie- und

Handelszentrum. Die Stadt bietet an der Ecke Av. Fontana - 9 de Julio ein Museo Regional mit Ausstellungen zur Natur- und Regionalgeschichte. Gegenüber liegt das Museo Paleontológico Egidio Feruglio. Dort kann mann 300 Millionen Jahre alte Fossilien bestaunen. Info:www.mef.org.ar

Info:

Touristeninformation: Calle B. Mitre 387

Busverbindungen: Buenos Aires, Comodoro Rivadavia, Puerto Madryn, Gaiman, Río Gallegos

Flugverbindungen: Buenos Aires, Gío Gallegos, Puerto Madryn, Comodoro Rivadavia, Gaiman

Mietwagen: am Flughafen

 

Gaiman

In diesem Ort kann man auf den Spuren der walisischen Einwohner wandeln und alte, typisch walisische Häuschen betrachten.

 

Punta Tombo

Punta Tombo ist berühmt für seine Magellanpinguine: hier lebt die weltgrößte Kolonie dieser Tiere. Faszinierend ist, dass sie keine Scheu vor Menschen kennen, man sie also aus großer Nähe beobachten kann.

Punta Tombo ist ca. 100 km von Gaiman entfernt. Man erreicht den Ort über eine Schotterpiste. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht; ein Mietwagen oder eine gebuchte Tour ist die einzige Möglichkeit, Punta Tombo und die Pinguine zu besuchen.