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Präsidentschaftswahl in Argentinien

Morgen wird gewählt - in Argentinien.

In Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, ist das Wahlvolk davon überzeugt, dass Argentiniens zukünftige Präsidentin nach den Wahlen am Sonntag Cristina Fernández de Kirchner heißen wird.

Die Umfrageergebnisse in Argentinien zeigen einen uneinholbaren Vorsprung für die Kandidatin der Regierungspartei von Präsident Néstor Kirchner. Von einem Wahlkampf merkt man deshalb am Río de la Plata wenig, es wird wenn überhaupt über die Frage nachgedacht, ob es die 54-jährige First Lady und peronistische Senatorin bereits im ersten Wahlgang zum Sieg schafft, oder ob es zu einer Stichwahl kommt?
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Etwa 27 Millionen wahlberechtigten und wahlverpflichtete Argentinier (es herrscht Wahlpflicht) geben am Sonntag, den 28. Okober 2007 ihre Stimmen ab. Für eine direkte Wahl im ersten Wahlgang ist es erforderlich, dass entweder 45 %  oder mehr Stimmen auf einen Kandidaten entfallen oder mindestens 40 % und ein Abstand von 10 % auf den Zweitplatzierten.
Am Sonntag wird aber mehr als nur eine neue Präsidentin oder ein neuer Präsident gewählt. Ebenfalls das halbe Abgeordnetenhaus (130 Mandate) und ein Drittel des Senats (24 Sitze) werden neu gewählt.

Argentiniens Medien haben sich bereits vor der Wahl auf auf die zukünftige Präsidentin eingependelt. Am Mittwochabend durften die Kandidatinnen und Kandidaten  nacheinander live im Fernsehen um die Stimmen der Bevölkerung werben. Sie waren im Studio anwesend und warteten auf ihren Aufruf. Nicht so die First Lady. Ihre Fragerunde wurde aufgezeichnet: in der Präsidentenresidenz Quinta de Olivos. Christina scheint in die Fußstapfen ihres Ehemannes Néstor zu treten:  Néstor hatte in in seiner vierjährigen Amtszeit weder ein einziges Interview noch eine Pressekonferenz gegeben.

Die beiden aussichtsreichsten Oppositiona-Kandidaten für den Einzug in eine Stichwahl erreichten in den Umfragen lediglich Werte zwischen 10 und 15 %.
Es sind die Mitte-links-Kandidatin Elisa Carrió, die sich seit einigen Jahren den Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft auf die Fahnen geschrieben hat, aber selbst noch nie ein Regierungsamt innehatte.

Und es ist der frühere Wirtschaftsminister Roberto Lavagna, der unter Néstor Kirchner bis November 2005 im Amt war.


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