Falkland Krieg: 30. Jahrestag rückt näher

Der dreißigste Jahrestag des Falklandkrieges zwischen Großbritannien und Argentinien nähert sich. Das merkt man daran, dass sich der Ton zwischen London und Buenos Aires verschärft. Die beiden Länder liefern sich eine verbale Auseinandersetzung um die kleine Gruppe der Falkland-Inseln im Südatlantik, die seit 1833 britisches Übersee-Territorium sind.

Vor 30 Jahren ging Großbritannien als Sieger aus einer 74 Tage dauernden militärischen Auseinandersetzung um die Falkland-Inseln hervor.

Argentinien besteht darauf, dass die Falkland Inseln, im argentinischen Sprachgebrauch Malvinas, zum argentinischen Hoheitsgebiet gehören.

Im Dezember 2011 hatten die südamerikanischen Mercosur-Länder, die einen gemeinsamen Markt bilden, beschlossen, dass Schiffe unter der Falkland-Flagge nicht mehr in ihre Häfen einlaufen dürfen. Die Falkland-Inseln seien eine koloniale Enklave seien, erklärte der argentinische Außenminister. Der britische Premierminister war seinerseits Argentinien Kolonialismus vor, weil die Falkländer britisch bleiben wollten, was die Argentinier nicht akzeptieren würden. Der Premier erklärte auch, dass sich der Nationale Sicherheitsrat mit dem Thema befasst habe. Es solle sichergestellt werden, dass die britische Verteidigung in Ordnung sei. Das Verteidigungsministerium habe Krisenpläne zum Schutz der Inseln vorbereitet.

Auf den Falklands sind britische Typhoon-Jets stationiert. Zudem patrouillieren britische Kriegsschiffe und ein Atom-U-Boot in der Region.

Aus argentinischer Sicht wird es in den nächsten Wochen eine weitere Provokation geben, wenn Prinz William auf den Falklands stationiert wird. Er wird im Februar 2012 als Pilot eines Rettungshubschraubers einen sechswöchigen Dienst auf den Inseln im Südatlantik absolvieren. Zwar ist seine Rolle militärisch bedeutungslos, dennoch ist nicht zu vergessen, dass er die Nummer Zwei der britischen Thronfolge ist.

Großbritannien lehnt jegliche Verhandlungen über einen Souveränitätsverzicht ab.

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