Wer wird 2015 Nachfolger von Christina Kirchner?

Die Präsidentin Argentiniens Christina Fernández de Kirchner kann im Jahr 2015 nicht noch einmal für das Präsidentenamt kandidieren. Laut Verfassung ist für jeden Präsidenten nach zwei Legislaturperioden Schluss. Um das Grundgesetz zu ändern,ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Kongress erforderlich. Hier hat die Regierungspartei jedoch viele Sitze verloren.

Aus diesem Grund machen sich schon die möglichen Nachfolger für den Wahlkampf bereit. Mauricio Macri ist gegenwärtig Bürgermeister von Buenos Aires. Er gehört der konservativen Partei PRO an und würde sich gern als Präsident des Wechsels im Jahr 2015 sehen. Macri war schon einmal Präsident, allerdings nur der des Fußballclubs Boca Juniors.

Sergio Massa hatte in der Provinz Buenos Aires bei den letzten Wahlen die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen können. Er war in der ersten Amtszeit Kirchners bis 2009 der Kabinettschef. Er trat jedoch zurück, trennt sich von der Regierungskoalition Frente para la Victoria (zu Deutsch: Front für den Sieg) und gründete die gemäßigt peronistische Erneuerungsfront.

Beiden Kandidaten ist gemein, dass sie nicht über eine landesweite Parteistruktur verfügen.

Massa erklärte, nun müssten die die Grenzen der Provinz Buenos Aires überwunden werden und ganz Argentinien bereist werden.

Hermes Binner ist Sozialist im Mitte-Links-Lager und gewann in der Provinz Santa Fe. Binner hatte bereits 2011 für das Präsidentenamt kandidiert. Er war jedoch mit weitem Abstand hinter Kirchner auf Platz 2 gelandet.

Julio Coboas ist ehemaliger Vizepräsident Argentiniens und gehört der Zentrumspartei an, die mit den Sozialisten eine Koalition gebildet hat. Cobos hatte einen Stimmenzuwachs von 20 Prozent in der Provinz Mendoza erreicht.

Stärkste Partei ist jedoch (mit 33,2 Prozent) die Frente para la Victoria. Kirchner hatte für diese Partei 2011 jedoch noch 54,1 Prozent bei ihrer Wiederwahl erreicht. Dennoch ist die FPV immer noch die stärkste Kraft im Land. Für sie steht Sergio Urribarri in den Startlöchern. Er gehört dem harten Kern des Kirchnerismus an. Aber auch sein Kollege Danicel Scioli, ein gemäßigter Politiker, steht mit im Rennen.

Es wird also spannend in Argentinien.

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