WM 2014: Argentinien gegen Iran

Lionel Messi bewahrte Argentinien mit seinem Treffer zum 1:0 in letzter Minute vor einer Blamage gegen den Iran. Sein Kommentar: “Natürlich können und werden wir besser spielen.” Und er ergänzte: “Es läuft noch nicht wie erwartet.” Aber: “Wir werden uns verbessern und bald unser volles Potential abrufen.” Wenn wir dies mal übersetzen, so könnte das bedeuten: “Trotz schlechten Spiels haben wir gewonnen. Und wir werden besser.” Gut, darauf müssen wir warten …


90 Minuten lang war im 2. Gruppenspiel der Argentinier am 21. Juli in Brasilien nichts von den Albiceleste zu sehen, im Gegenteil, die Iraner liefen in der zweiten Halbzeit zur Hochform auf, attackierten besonders Messi immer mit mehreren Spielern – bis zur 1. Minute der Nachspielzeit. Dann kam Messi. Er eroberte den Ball, stürmte los und zirkelte das Leder aus knapp 20 Metern ins Tor, für Irans Keeper unhaltbar. Ein typisches Messi-Tor. Dank dieses genialen Last-Minute-Tors, aber vielleicht auch aufgrund eines nicht gegebenen Elfmeters für die Iraner, steht Argentinien bereits im Achtelfinale.
Dennoch: die Argentinier sind nicht zufrieden. Was wären sie ohne Messi? Von den drei übrigen der “Fantastischen Vier”, also von Gonzalo Higuain, Sergio Agüero und Angel di Maria gingen keine Anstöße für das Spiel aus, sie kamen aus dem Hintergrund nicht heraus.
Argentiniens Trainer Sabella sagte nach dem Spiel:  “Nicht einmal zwei Torhüter hätten Messis Tor verhindern können. Zum Glück ist Messi Argentinier.” Er fügte hinzu: “Wenn man einen Spieler wie Messi hat, ist alles möglich.” Auch der Titelgewinn – meinte er damit. In diese Lobeshymne auf den Weltfußballer Messi stimmte der argentinische Torhüter Sergio Romero ein, indem er kommentierte: “Gott sei Dank hat der Zwerg in letzter Minute an der Lampe gerieben.”
Blickt man also auf die bisherigen Leistungen der argentinischen Nationalmannschaft bei der WM 2014 zurück, so zeigt sich deutlich die überragende Position und Leistung Lionel Messis, aber auch die Abhängigkeit der Mannschaft von ihm.

Statistik zum Spiel Argentinien – Iran bei der WM 2014: 1:0 (0:0)

1:0 Messi (90.+1)

Argentinien: Romero – Rojo, Garay, F. Fernandez, Zabaleta – Mascherano -Gago, di Maria (90. Biglia) – Messi, Higuain (77. Palacio), Aguero (77. Lavezzi)

Iran: A. Haghighi – Hosseini, Sadeghi, Montazeri, Pooladi – Teymourian, Nekounam – Dejagah (85. Jahanbakhsh), Shojaei (76. Heydari), Hajsafi (88. R. Haghighi) – Ghoochannejad

Schiedsrichter: Mazic (Serbien)

Zuschauer: 57.698

Fouls: 8:14

Gelbe Karten: Nekounam, Shojaei

Torschüsse: 9:4

Gehaltene Bälle: 4:8

Ecken: 10:6

Ballbesitz: 70:30 Prozent

2 Gedanken zu „WM 2014: Argentinien gegen Iran

  1. Peter

    Die Argentinier müssen noch einige ihrer (lockeren) Schrauben enger stellen, wenn sie auch das Achtelfinale überstehen wollen.

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    1. Simon

      Achso, die haben also ne schraube locker. Wenn sie in der Gruppe erster werden und das Achtelfinale gewinnt, könnten sie also, wenn das bei Deutschland auch der Fall ist, im Viertelfinale gegen Deutschland spielen, wie immer.

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