Iranische Reaktion auf argentinischen Haftbefehl
Wie berichtet, hat die argentinische Justiz vor kurzem internationale Haftbefehle gegen Rafsandschani und acht weitere Personen erlassen. Argentinien wirft der Islamischen Republik eine Verwicklung in das Attentat auf ein jĂŒdisches Gemeindezentrum vor zwölf Jahren in Buenos Aires vor, bei dem 85 Menschen starben.
Nun kommt die Reaktion aus dem Iran:
Dort wird der Erlass von Haftbefehlen gegen Richter und StaatsanwĂ€lte aus Argentinien geprĂŒft, die an den Ermittlungen gegen den iranischen Ex-PrĂ€sidenten Akbar Haschemi Rafsandschani beteiligt sind.
Das iranische Staatsradio berichtete am Sonntag, der Teheraner Staatsanwalt Said Mortesawi habe einen Antrag erhalten, der die Festnahme des argentinischen Richters Juan Jose Galeano und weiterer Personen beinhalte. Galeano hatte in Argentinien bis 2003 die Ermittlungen in dem Fall geleitet. Dann war er aufgrund von KorruptionsvorwĂŒrfen zurĂŒckgetreten. In dem Antrag heiĂt es, die Argentinier hĂ€tten sich feindlicher Propaganda gegen den Iran schuldig gemacht.
Wegen des Anschlags auf das jĂŒdische Gemeindezentrum in Buenos Aires 1994 hatte der argentinische Bundesrichter Rodolfo Canicoba Corral am Donnerstag neben Rafsandschani auch den frĂŒheren iranischen AuĂenminister Ali Akbar Welajati und Irans Ex-Geheimdienstminister Ali Fallahian zur weltweiten Fahndung ausgeschrieben. Der Iran protestierte gegen die Haftbefehle und verurteilte die Ermittlungen als politisch motiviert. Rafsandschani war von 1989 bis 1997 iranischer PrĂ€sident.
Lob kam aus den USA. Der juristischen VorstoĂ Argentiniens sei vorbildlich. Die USAd riefen andere Staaten auf, die argentinische Regierung bei der Aufarbeitung des Anschlags zu unterstĂŒtzen. US-PrĂ€sidialamtssprecher Tony Snow erklĂ€rte: “Diese Terroristen und ihre staatlichen Sponsoren mĂŒssen der Tatsache ins Auge sehen, dass sie sich nicht vor der Justiz verstecken können”. Vor diesem Hintergrund bezeichnete er den Iran und die libanesischen Hisbollah-Miliz als einen “gefĂ€hrlichen, globalen Nexus des Terrorismus”.
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Argentinien-News 
30.11.2006 @ 12:31
[…] Der argentinische Bundesrichter Rodolfo Canicoba Corral hatte am 09.11.06 auf Antrag des Staatsanwalts Alberto Nisman Haftbefehle gegen den frĂŒheren iranischen PrĂ€sident Ali Akbar Haschemi Rafsandschani und den damaligen iranischen Botschafter in Buenos Aires, Hadi Soleimanpour und sechs weitere iranische Politiker ausgestellt. Im Gegenzug warf der Iran der argentinischen Regierung vor, Propaganda gegen den Islam zu betreiben und beantragte bei der iranischen Justiz die Ausstellung von Haftbefehlen gegen den argentinischen Staatsanwalts und des Richters, die die Haftbefehle beantragt bzw. erlassen haben. Das iranische Aussenministerium lieĂ verlautbaren: “Das ist nichts anderes als ein Komplott der Zionisten und der Nordamerikaner.” HintergrĂŒnde der argentinischen Haftbefehle war ein Anschlag im Jahr 1994 auf AMIA, ein jĂŒdisch-israelisches Hilfswerk, in Buenos Aires. Dieser ist nach Erkenntnissen der argentinischen Justiz in der iranischen Botschaft in Buenos Aires organisiert worden. Durch den Anschlag sind 85 Menschen ums Leben gekommen.300 Verletzte waren zu beklagen. Nun liegt eine Reaktion der argentinischen Regierung vor: der UnterstaatssekretĂ€r fĂŒr sozialen Wohnungsbau, Luis DâElĂa, ĂŒbermittelte der iranischen Botschaft in Buenos Aires ein Schreiben, in welchem er die Position des Irans unterstĂŒtzt. Diese Reaktion von D’ElĂa blieb fĂŒr ihn nicht ohne Konsequenz: er muĂte zurĂŒcktreten. Sein Kommentar: “Lobbyisten von Israel und den USA haben schon lange meinen RĂŒcktritt gefordert und Druck gemacht.” D’ElĂa soll ein freunschaftliches VerhĂ€ltnis zu Hugo ChĂĄvez haben, dem PrĂ€sidenten Venezuelas, der ein Freund des Irans ist. […]
14.08.2007 @ 13:07
[…] ist nichts anderes als ein Komplott der Zionisten und der Nordamerikaner.” HintergrĂŒnde der argentinischen Haftbefehle war ein Anschlag im Jahr 1994 auf AMIA, ein jĂŒdisch-israelisches Hilfswerk, in Buenos Aires. […]