Schweizer Bergsteiger in Patagonien vermisst
Im argentinisch-chilenischen Grenzgebiet in Patagonien wird ein 49-jähriger Tessiner Alpinist nach einem Sturz in eine Gletscherspalte seit mehreren Tagen vermisst.
“Die chilenischen Rettungskräfte könnten aufgrund des heftigen Windes nur langsam zum Unfallort vorrücken”, erläuterte ein Korrespondent am Dienstag. Der einzige Helikopter der örtlichen Administration sei überdies defekt.
Der Verunglückte war Ende Oktober mit einem Begleiter zur Besteigung des Monte El Arco im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet aufgebrochen. Im schweizer Tessin arbeitet er als Hüttenwirt.
Chilenischen Medienberichten zufolge hinterließen die beiden Abenteurer am 27. Oktober bei den Behörden ihre Routenpläne. Warnungen wegen des schlechten Wetters beachteteten sie nicht.
Der 49-Jährige Bergsteiger stürzte am vergangenen Freitag auf dem Gletscher “Campo de hielo norte” in eine Spalte. Am Tag darauf gelang es seinem Begleiter, über ein Satellitentelefon in die Schweiz zu telefonieren. Die Familienangehörigen alarmierten daraufhin die chilenischen Behörden.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wurde ebenfalls benachrichtigt und steht in Kontakt mit den chilenischen Behörden, wie ein EDA-Sprecher am Dienstag auf Anfrage mitteilte.
Nicht das erste Mal: der 49-jährige Tessiner galt 1993 zusammen mit einem Begleiter während 17 Tagen als vermisst. Ohne GPS und ohne Zelt irrten die beiden über die Gletscher Patagoniens. Völlig entkräftet konnten sie damals von einem Helikopter geretettet werden.
Die Aussichten, den Alpinisten heute lebend zu bergen, sind gering.
Quelle: www.patagonia.icetrek.com
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