Ex-Diktator von Uruguay stellt sich der Justiz
Juan Bordaberry war von 1973 bis 1976 Diktator in Uruguay. Dort wurde er per Haftbefehl wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit gesucht. Jetzt hat sich Bordaberry der Justiz gestellt.
Bordaberry uns dein ehemaliger AuĂenminister mĂŒssen sich wegen Mordes von 4 Oppositionspolitikern in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens verantworten. Auch in Argentinien gab es (von 1976 bis 1985) eine diktatorisches (MilitĂ€r-)Regime.
Juan MarĂa Bordaberry Arocena wurde am 17. Juni 1928 in Montevideo geboren. Er war ein uruguayanischer Politiker und wurde 1971 demokratisch zum StaatsprĂ€sidenten gewĂ€hlt. Mit autoritĂ€ren MaĂnahmen versuchte er die Wirtschaftskrise zu besiegen und holte Angehörige des MilitĂ€rs in die Regierung. Unter dem Druck des MilitĂ€rs löste er dann das Parlament auf. Die BĂŒrgerrechte galten nicht mehr, Gewerkschaften wurden verboten. Dies blieb jedoch ohne Erfolg, so dass das MilitĂ€r ihn 1976 absetzte und dich Macht allein ĂŒbernahm. Die MilitĂ€rs regierten bis 1985.
Viele in der Zeit der MilitĂ€rjunta in Uruguay verschwundenen Menschen sind nach Argentinien verschleppt worden. Die sog. “Operation Condor” der MilitĂ€rs n Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay und Uruguay in den 70er und 80er verfolgte zahlreiche Menschen. Sie wurden verschleppt und ermordet.
Der Codename Operation Condor (OperaciĂłn CĂłndor) stand in den 70er und 80er Jahren fĂŒr ein BĂŒndnis der Sicherheitsdienste von sechs lateinamerikanischen LĂ€ndern â Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien. Ihr Ziel war es, linke politische und oppositionelle KrĂ€fte weltweit zu verfolgen.
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