Uruguay will Argentinien vor dem Internationalen Gerichtshof verklagen
Argentinien muss mit einer Klage vor dem IGH, dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag rechnen. KlĂ€ger ist das argentinische Nachbarland Uruguay. Klagegrund ist die Blockade einer BrĂŒcke durch Argentinien, die ĂŒber den GrenzfluĂ RĂo Uruguay leitet. Die BrĂŒcke ist ein wichtiger GrenzĂŒbergang, den Touristen von Argentinien nach Uruguay passieren. Der finanzielle Schaden durch die BrĂŒckenblockade belaufe sich bisher auf 385 Millionen Euro, beklagt die Regierung Uruguays.
Genaugenommen sind es argentinische UmweltschĂŒtzer, die die BrĂŒcke blockieren. Hintergrund ist der Bau einer Zellulosefabrik durch Uruguay, die nach Ansicht der NaturschĂŒtzer zu verheerenden UmweltschĂ€den durch Verschmutzung des Flusses fĂŒhren wird.
VizeprĂ€sident Rodolfo Nin Novoa sagte am Donnerstag, alles spreche dafĂŒr, dass die Entscheidung des IGH fĂŒr Uruguay positiv ausfallen werde. Argentinische UmweltschĂŒtzer blockieren die BrĂŒcke aus Protest gegen den Bau einer Zellulosefabrik.
Der argentinische PrÀsident Nestor Kirchner hatter verlautbaren lassen, dass er gegen die Blockade sei, dagegen aber keine Schritte einleiten werde.
Argentinien hatte seinerseits im Juli 2006 Uruguay vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verklagt und eine einstweilige Anordnung gefordert, nach der der Bau der Fabrik vor dem Grundsatzurteil zu stoppen sei. Dies hatte der IGH abgelehnt.
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