Argentinische StaatsanwÀlte klagen den Iran und die Hisbollah-Miliz an
Vor 12 Jahren wurde ein Anschlag auf ein jĂŒdisches Kulturzentrum in Buenos Aires verĂŒbt und dabei 85 Menschen getötet und 300 verletzt. Die jĂŒdische Gemeinde in Argentinien zĂ€hlt rund 300.000 Mitglieder und ist die gröĂte in SĂŒdamerika.
Argentinische StaatsanwĂ€lte haben jetzt Klage gegen den Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz erhoben. Von der argentinischen Staatsanwaltschaft wurden am 25.10.06 internationale Haftbefehle gegen den frĂŒheren iranischen PrĂ€sidenten Akbar Hashemi Rafsanjani und sechs weitere hohe Regierungsvertreter sowie gegen den ehemaligen Hisbollah-Auslandssicherheitschef, Imad Fajes Mughnieh, beantragt.
Der argentinische Generalstaatsanwalt Alberto Nisman erklĂ€rte: “Wir halten es fĂŒr erwiesen, dass die Entscheidung zur AusfĂŒhrung eines Angriffs am 18. Juli 1994 auf den argentinischen jĂŒdischen Verband (AMIA) von höchsten AutoritĂ€ten der Islamischen Republik Iran getroffen wurde, die die Hisbollah anwiesen, den Angriff auszufĂŒhren.” Der AMIA, der von den USA und Israel unterstĂŒtzt wird, hatte bereits die Hisbollah und den Iran fĂŒr den Anschlag verantwortlich gemacht.
Der Dachverband der israelischen Organisationen in Argentinien (DAIA) erkĂ€rte durch ihren Verbandschef Jorge Kirszenbaum zu dieser Anklage: “Das hat die DAIA schon seit fast zwölf Jahren gesagt und bestĂ€tigt alle unsere AktivitĂ€ten in der Sache”. Aus Hisbollah-Kreisen im Libanon lies sich vernehmen, dass dort noch nichts von einer formellen Klage bekannt sei, aber die Nachricht nicht ĂŒberraschend komme.
Die Hisbollah wird ebenfalls verdĂ€chtigt, 1992 einen Selbstmordanschlag auf die israelische Botschaft in Buenos Aires verĂŒbt zu haben. Dieser Anschlag mit 22 Toten ist bis heute ebenfalls ungeklĂ€rt.
Ein argentinischer Richter hatte bereits im November 2005 ein Mitglied der Hisbollah beschuldigt, das Selbstmordattentat auf das jĂŒdische Kulturzentrum verĂŒbt zu haben. Der Iran und die Hisbollah wiesen die Anschuldigungen aber immer von sich. Der argentinischen Regierung wurde in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, dass sie die Ermittlungen behindere.
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Argentinien-News 
10.11.2006 @ 10:25
[…] In der ErklĂ€rung der Generalstaatsanwaltschaft zur Beantragung des Haftbefehls heiĂt es: “Wir halten es fĂŒr erwiesen, dass die Entscheidung zur AusfĂŒhrung eines Angriffs am 18. Juli 1994 auf den Argentinisch-JĂŒdischen Verband (Amia) von höchsten AutoritĂ€ten der Islamischen Republik Iran getroffen wurde, die die Hisbollah anwiesen, den Angriff auszufĂŒhren.” Der Amia hatte bereits in der Vergangenheit Iran und die Hisbollah fĂŒr den Anschlag verantwortlich gemacht. Der Amia wird von Israel und den USA unterstĂŒtzt. […]
14.08.2007 @ 13:27
[…] der ErklĂ€rung der Generalstaatsanwaltschaft zur Beantragung des Haftbefehls heiĂt es: “Wir halten es fĂŒr erwiesen, dass die Entscheidung zur AusfĂŒhrung eines Angriffs […]