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Sommerzeit in Argentinien

Seit Oktober 2008 hat auch Argentinien die sogenannte Sommerzeit eingeführt, um das Tageslicht besser auszunutzen und Energie zu sparen.

Die Staatspräsidenten Cristina Kirchner hat per Gesetzesdekret verfügt, dass die Uhren in Argentinien während der Sommermonate von Gesetzes wegen ab dem 19. Oktober 2008 eine Stunde vorgestellt sein sollen.  Somit ergibt sich zu Deutschland eine Zeitdifferenz von nur 3 Stunden. 13 der insgesamt 24 Provinzen halten jedoch eine solche Praxis für Energieverschwendung und weigern sich deshalb, die Zeiger ihrer Uhren bis zum 14. März 2009 um eine Stunde vorzurücken. Da Christina Kirchner den massiven Widerstand nicht brechen wollte, hat sie in einem zweiten Dekret, die sich weigernden Provinzen von der Verpflichtung zur Zeitumstellung ausgenommen. Die Folge: Argentinien hat zwei Zeitzonen. Die Uhrzeit in Buenos Aires ist somit eine andere als in Mendoza,  Córdoba oder La Rioja

Die unterschiedlichen Zeiten im selben Land sorgen für Unruhe, sie erforderten aufwendige Anpassungen bei Fahrplänen, Geschäftsabläufen, Terminabsprachen usw. Bei der nationalen Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas hieß es hingegen, die Zeitdifferenzen würden zu keinen Problemen führen.

Schnee in Buenos Aires

So etwas gab es zuletzt vor 89 Jahren, im Juni 1918: Schnee in Buenos Aires. Busfahrer hielte an und fingen mit den Fahrgästen Schneeflocken auf. Autofahrer stoppten, um die weißen Flocken mit den eigenen Händen spüren zu können. Wer einen Fotoapparat dabei hatte, schoß hektisch die ersten Schneebilder seines Lebens.

Eine außergewöhnliche Kältewelle sucht die amerikanische Südhalbkugel zur Zeit auf; sie forderte bereits mehrere Menschenleben.

Die 1.100 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires gelegene Stadt Mendoza am Fuß der Anden erlebte nach Angaben des argentinischen Wetterdienstes den heftigsten Schneesturm seit 30 Jahren.

Ein etwa 60-jähriger Mann wurde in einem Hauseingang in Rosario, das 300 Kilometer nördlich von Buenos Aires liegt, erfroren aufgefunden. Ein anderer suchte in einer Straße der Hauptstadt vergeblich Schutz unter Pappkartons. Ein drittes Todesopfer war in Cordoba, 700 Kilometer nördlich von Buenos Aires zu beklagen.

Die Energie der argentinischen Industrie wird z.Z. rationalisiert, um den höheren Bedarf, der beim Heizen der Wohnhäuser anfällt, auszugleichen.

Neue Viadukte in Buenos Aires

In sechs Stadtteilen von Buenos Aires wurden die Arbeiten für den Bau neuer Viadukte (Unter- oder Überführungen der Eisenbahnen Mitre, Urquiza, Belgrano und San Martín) öffentlich ausgeschrieben. Der Verkehr soll vereinfacht und Unfälle sollen verhindert werden. Die Viadukte werden in Belgrano an den Strassen Olazábal und Mendoza sowie Avenida Monroe, in Núñez an Manuela Pedraza und Crisólogo Larralde, in Chacarita an Dorrego und Warnes, in Paternal an Punta Arenas, in Villa Devoto an Mosconi, in Palermo an Avenida Córdoba, in Villa Urquiza an Triunvirato und in Villa Soldati an Esteban Bonorino gebaut.
Bauminister Juan Pablo Schiavi erläuterte im Parlament die Pläne für die Viadukte.