Neuquén

Geschichte

Die Provinz Neuqén erhielt ihren Namen vom Neuqén Fluss. Der Name Neuquén kommt von dem Mapudungun Wort Nehuenken, was "zugig" bedeutet. Die Eingeborenen verbanden dieses Wort mit dem Fluss

.

Bis ins späte 17. Jahrhundert wurde das Territorium von den Pehuenches, Tehuelches und Mapuches bewohnt und war unerforscht von den spanischen Eroberern. 1670 gründete ein Priester, Nicolás Mascardi die Jesuiten Mission Nuestra Senora de Nahuel Huapi.

Im Jahr 1879 begann Julio Roca seinen unrühmlichen Conquista del Desierto (Eroberung der Wüste), der den Widerstand der Ureinwohner endgültig brach. 1884 wurde die geteilte politische Struktur Patagoniens umstrukturiert und das Regierungsgebiet von Neuquén erhielt seine heutigen Grenzen. Die Hauptstadt der Provinz wechselte mehrere Male. Von 1884 bis 1885 war es Norquín, bis 1888 Loncopué (seinerzeit Mahuida), bis 1901 Chos Malal und schließlich Neuquén (seinerzeit zuerst Confluencia genannt).

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt die Stadt Neuquén eine Eisenbahnverbindung.

Ein neuartiges Bewässerungssystem wurde errichtet, das die Produktion von

Ernteerzeugnissen vereinfachte. 1918 wurde in Plaza Huincul Petroleum gefunden; dies verhalf Neuquén zu einem weiteren Sprung nach vorne.

Das Territorium wurde am 15.Juni 1955 zur argentinischen Provinz erklärt und seine Verfassung wurde am 28. November 1957 ausgerufen. Die Universidad del Neuquén wurde 1964 und die Universidad del Comahue 1971 ins Leben gerufen.

Geographie

Die Grenzen der Provinz werden im Nordosten durch den Colorado River, im Süden durch den Limay River gezogen. Der Colorado teilt es von der Provinz Mendoza, der Limay von Río Negro ab. Die Anden stellen die natürliche Grenze zu Chile dar.

Neuqén wird durch zwei Landschaftsbilder geprägt: die fruchtbaren Bergtäler mit Wald im Westen und das trockene Hochland. Dieses ist nur nahe der Flusstäler im Osten fruchtbar, hauptsächlich nahe des Limay und Neuquén Flusses. Das Seengebiet wird von weiteren weniger wichtigen Flüssen gespeist, etwa dem Aluminé River, Malleo, and Picún Leufú River, und ist Heimat einer Vielzahl von Seen, etwa dem Nahuel Huapi See (550 km²), den Neuquén mit der Río Negro Provinz teilt, dem Aluminé See (58 km²), Lácar See (49 km²), Huechulaufquen See (110 km²), Lolog (35 km²), Traful, Hermoso, Quillén, Ñorquinco, Tromen und Falkner See.

Klima

Das Wetter ist kontinental und kalt, mit warmen Sommern und mit einer großen Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht in den trockeneren Regionen.. Es gibt auch einen großen Kontrast in den Niederschlagsmengen. Sie erreichen Werte von bis zu 4.000 mm in einigen Regionen der Anden.

Wirtschaft

Kohle- und Erdölförderung sind die Hauptwirtschaftsaktivitäten, die wichtigsten in Argentinien. In der Provinz Neuqén wird ein wesentlicher Teil der Elektrizität Patagoniens produziert. Genannt werden können die Kraftwerke von Piedra del Águila, El Chocón, Pichi Picún Leufú, Planicie Banderita (im Cerros Colorados Complex), und Alicurá. Die Stadt Arroyito besitzt die einzige Schwerwasseranlage Argentiniens.

Eine weitere wichtige Wirtschaftsaktivität ist der Anbau von Äpfeln, Birnen, Pfirsichen und anderem Obst, besonders im Alto Valle Gebiet, das wiederum mit Río Negro geteilt wird.

Tourismus

Der Tourismus ist ebenfalls ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Provinz Neuqeén beherbergt viele Touristenattraktionen. Zu nennen sind etwas San Martín de los Andes, Villa La Angostura, Camino de los Siete Lagos, Los Arrayanes National Park, Lanín National Park, Nahuel Huapí National Park, Laguna Blanca National Park und die heißen Quellen von Copahue. Im Winter sind die Skizentren von Chapelco, Cerro Bayo und Caviahue stark besuchte Orte.

Die Provinz ist Heimat der prächtigen Arrayanes Wälder im Los Arrayanes Nationalpark. Andere Nationalparks sind der Lanín Nationalpark mit dem erloschenen Vulkan Lanín, der Nahuel Huapí Nationalpark, der mit der Provinz Río Negro geteilt wird sowie der Laguna Blanca Nationalpark.

Neuqén hat auch bedeutende Dinosaurierfunde aufzuweisen. Hervorzuheben sind 95 Millionen Jahre alte Knochenfunde des Argentinosaurus, die im Carmen Funes Museum in Plaza Huincul zu bewundern sind.

Politische Bezirke

Neuqén ist in 16 Bezirke (departamentos) aufgegliedert (hier mit der jeweiligen Bezirkshauptstadt in Klammern):
Aluminé Department (Aluminé)
Añelo Department (Añelo)
Catan Lil Department (Las Coloradas)
Chos Malal Department (Chos Malal)
Collón Curá Department (Piedra del Aguila)
Confluencia Department (Neuquén)
Huiliches Department (Junín de los Andes)
Lacar Department (San Martín de los Andes)
Loncopué Department (Loncopué)
Los Lagos Department (Villa La Angostura)
Minas Department (Andacoyo)
Ñorquin Department (El Huecú)
Pehuenches Department (Buta Ranquil)
Picún Leufú Department (Picún Leufú)
Picunches Department (Las Lajas)
Zapala Department (Zapala)