Argentinien - Wasserfälle von Iguazú

Reise von Mesopotamia nach Iguazú

Die Route: Corrientes, Esteros del Iberá, Posadas, San Ignacio Miní, Iguazú Wasserfälle

Folgt man diesem Tourenvorschlag, so legt man eine Strecke von etwa 1100 km zurück. Einzuplanen wäre eine gute Woche an Zeit.

Corrientes

Corrientes ist die Hauptstadt der Provinz Corrientes. Es hat 240.000 Einwohner. Von Buenos Aires nach Corrientes kommt man gut mit dem Bus, oder aber auch mit dem Flugzeug.

Die Casa de Gobierno, das Regierungsgebäude, und die Iglesia de la Merced liegen an der zentralen Plaza. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1628.

Eine weitere hübsche Kirche ist die Iglesia Cruz de Milagro. Sie beherbergt ein Kreuz, dem übernatürliche Kräfte zugesprochen werden. Die Sage erzählt, das Indianer die Kirche überfallen haben, um das Kreuz zu zerstören. Dabei wurden sie von Blitzen erschlagen.

Den Convento de San Francisco aus dem Jahr 1607 findet man in der Calle Mendoza 450. Er lohnt einen Besuch.

Kommt man zur Karnevalszeit nach Corrientes, so hat man ein Erlebnis der besonderen Art, denn die gesamte Provinz feiert so ausgiebig wie in Rio de Janeiro.

Info: www.corrientes.gov.ar

Touristeninformation: Centro de Informacíon turística, Plaza Cabral

Busverbindungen: Buenos Aires, Posadas, Resistencia

Flugverbindungen: Buenos Aires, Posadas

Esteros del Iberá

Esteros del Iberá ist mit einer Fläche von 5000 km² das größte Feuchtgebiet Argentiniens. Iberá stammt aus der indianischen Sprache Guaraní und bedeutet glitzerndes Wasser. Die Esteros del Iberá werden von unzähligen Wasserläufen durchschnitten. Hauptstrom ist der Río Miriñay. Er ergießt seine Wasser in den Río Uruguay. In den Feuchtzonen und Sümpfen leben fast 300 Vogelarten und man findet das Yacaré, eine kleines Krokodil, die Carpinchos, die Wasserschweine und, wenn man Glück hat, die Anaconda.

Info und Touren in Colonia Carlos Pellegrini (nahe Mercedes):

Naturlodge Posada Aguapé, Tel. 011 47423015, www.iberaesteros.com.ar
Naturlodge Hostería Ñandé Retá, Tel. 03773 499411, www.nandereta.com

Posadas

Posadas ist keine Stadt für hitzeempfindliche Menschen: im Sommer herrscht ein feucht-heißes Klima. Die Stadt zählt Das 200.000 Einwohner und liegt 200 km von Corrientes entfernt. Viehweiden und Wald säumen die Strecke. Posadas ist die Hauptstadt der Provinz Misiones.

Das dortige Museo de Ciencias Naturales e Históricos in der San Luis 384 führt durch die Geschichte der Provinz und man kann Funde aus den Jesuitenreduktionen der Region bestaunen. Der Río Paraná ist natürlich auch einen Besuch wert.

Ausflüge: nach Paraguay

Paraguay

Vom Hafen in Poasadas setzen Fähren nach Encarnación über, das in Paraguay liegt. Das südliche Paraguay war genau wie Misiones im 17. Jahrhundert das Tätigkeitsgebiet der Jesuiten.

Encarnación

Encarnación hat 60.000 Einwohner und ist die größte Stadt im Süden Paraguays. Lohnenswert ist die Altstadt am Flussufer: der Besucher fühlt sich wie in einem riesigen Markt. Dieses bunte Treiben wird allerdings in Kürze von den Fluten des Río Paraná verschlungen werden, wenn das in der Nähe von Argentinien und Paraguay gebaute Wasserkraftwerk Yacyretá vollendet und das Wasser des Flusses Paraná aufgestaut ist.

Info:

Touristeninformation: Centro de inforación turistica, Calle Wiessen 345

Busverbindungen Ciudad del Este, Asunción, Trinidad, Posadas

Unterkunft (preiswert): Viena, Capitan Caballero 569, Tel. 3486 (deutsch)

Trinidad

Attraktion ist eine der schönsten Jesuitenreduktionen. Sie liegt etwas außerhalb von Trinidad an der Straße nach Ciudad del Este. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert, wurde zwischen 1706 und 1760 erbaut. Bis zu 4000 Indianer hatten dort ihre Heimat. Es gibt einen kleinen Uhrenturm in den Ruinen, den man besteigen kann. Die Kirchenruine ist mit Pflanzenmustern verziert, eine Arbeit der indianischen Guaraní.

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San Ignacio Miní

Der Ort San Ignacio Miní liegt 60 km östlich von Posadas entfernt. Es ist die größte Jesuitenreduktion. Die Straße von Posadas dorthin führt durch Urwald.

Die Jesuitenniederlassung San Inacio Miní wurde im Jahr 1696 gegründet, zusammen von Jesuiten und Guaraní. Sie kamen aus dem brasilianischen Guairá. Die Plaza de Armas ist der Mittelpunkt der Mission. Wir finden die Überreste der Kirche, von Werkstätten, Gefängnis und Küchen. Im Jahr 1767 wurden die Jesuiten ausgewiesen und San Ignacio Miní verfiel. Die Geschichte des Verfalls: 176 Indianer waren im Jahr 1784 noch übrig, 1810 kein einziger mehr. 1817 würde die Mission endgültig zerstört. Dies geschah auf Veranlassung von José G. Rodrígues de Francia, dem Diktator von Paraguay.

Cataracas de Iguazú - Wasserfälle von Iguazú

Iguazú bedeutet in der Sprache der Guaraní Indianer "großes Wasser". Keine falsche Bezeichnung für die größten Wasserfälle Südamerikas. Dazu ein paar Zahlen:

Im Durchschnitt fallen 1700 m³ Wasser pro Minute über zwei Stufen bis zu 72 m in die Tiefe. Wenn der Río Iguazú hohes Wasser führt, können es sogar bis zu 7000 m³ Wasser pro Minute sein.

Argentinien und Brasilien teilen sich die Wasserfälle, den der Río Iguazú ist die Grenze zwischen den beiden Ländern. Es empfiehlt sich, sowohl die argentinische als auch die brasilianische Seite der Fälle zu besuchen: mehr an Panorama bietet die brasilianische Seite, in Argentinien kann man dafür näher an die Wassermassen heran. Besonders der Blick über die Massen des Garganta del Diablo (Teufelsschlund) ist beeindruckend. Kann man doch wegen der hochspritzenden Gischt den Grund der Schlucht nicht erkennen.

Die Wasserfälle von Iguazú konnten entstehen, weil das Basaltplateau des südbrasilianischen Schildes abrupt abgebrochen ist.

Tipp: Kommen Sie möglichst vor 10.00 Uhr zu den Fällen, denn Reisegruppen sind erst ab dieser Stunde hier. Den Besuch kann man leicht selbst organisieren und mit dem Bus in den Nationalpark fahren.

Puerto Iguazú

Puerto Iguazú liegt an der Mündung des Río Iguazú in den Río Paraná. Der Ort ist Ausgangspunkt für den Besuch der Wasserfälle von Iguazú.

Info:

Touristeninformation: Avenida Misiones 32, Of. 01 (dort auch Rundfahrten und Mondscheinwanderungen an den Fällen buchbar)

Busverbindungen: Buenos Aires, Córdoba, Resistencia, Posadas, Nationalpark Iguazú, Foz do Iguaçu in Brasilien, Ciudad del Este in Paraguay

Flugverbindungen: Buenos Aires (für die beste Aussicht: links im Flieger sitzen), São Paulo, Rio de Janeiro

Brasilien - Paraguay - Argentinien

Die Wasserfälle von Iguazú liegen im Dreiländereck zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay. Es bietet sich also eine Ausflug nach Brasilien und Paraguay an. Nach Brasilien ohnehin, denn dort hat man das schönere Panorama auf die Fälle.

Für die Einreise nach Brasilien und Paraguay benötigt man nur einen Reisepass, kein Visum. Sollten sie einen Ausreisestempel in den Pass gedrückt bekommen, achten Sie darauf, dass es bei der Einreise erneut einen Stempel gibt, andernfalls bekommen Sie bei der späteren Ausreise Probleme!

Foz do Iguaçu

Foz do Iguaçu in Brasilien hat 200.000 Einwohner. Besuchenswert sind allein die Einkaufsstraßen im Zentrum.

Info: www.fozdoiguacu.pr.gov.br.

Touristeninformation: Empresa Brasileira, Praça Getúlio Vargas s/n, Tel. 005545 521125

Itaipú

Itaipú ist das größte (und mit 20 Mrd US $ teuerste) Wasserkraftwerk der Welt. Die Staumauern sind 200 m hoch und der Stausee umfasst eine Fläche von 1500 km². Itaipú wird von Brasilien und Parguay gemeinschaftlich betrieben. Mit dem Bau sollten die Energieprobleme Brasiliens gelöst werden, was allerdings misslang, da die Entfernung des Kraftwerks zu den wichtigen Industriezentren mit mehr als 1000 km zu groß ist und so der Energieschwund immens ist. Das Kraftwerk kann kostenlos besichtigt werden.

Info: www.itaipu.gov.br

Ciudad del Este

Die Puente de la Amistad verbindet das brasilianische Foz do Iguaçu mit Ciudad del Este. Sie ist eine der jüngsten Städte Paraguays und hat 90.000 Einwohner.

Der Schmuggel blüht hier besonders gut, denn die meisten Produkte sind in Paraguay billiger als in den Nachbarländern Argentinien und Brasilien.