Chaco

Geschichte

Chaco ist ein Quechua Wort für Jagd oder jagen, was die Hauptquelle der Ernährung der Ureinwohner vor der spanischen Kolonisation Amerikas war. Viele Indianerstämme (Guaraní, Toba, Wichí und andere) haben in der Region überlebt und haben bedeutende Gemeinschaften in der Chaco Provinz, ähnlich wie in Formosa. Im 17. Jahrhundert wurde die San Fernando del Río Negro Jesuitenmission auf dem Gebiet der heutigen Stadt Resistencia gegründet, aber im späten 18. Jahrhundert aufgegeben.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es viele Auseinandersetzungen zwischen Argentinien und Paraguay in der Region des Gran Chaco, bekannt unter dem Namen Krieg der Triple Allianz. San Fernando wurde wiederbelebt, diese Mal als militärischer Außenposten und 1876 umbenannt in Resistencia.

Die gegenwärtige internationale Teilung des Gran Chaco geht auf das Jahr 1884 zurück, aber erst 1951 spaltete sich Formosa von Chaco ab, erkannte die gegenwärtige Teilung an und erlangte den Status einer Provinz

. Zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts wanderten eine Vielzahl von Volksgruppen in die Provinz ein: unter ihnen waren Mennoniten aus Russland, Deutschland und Kanada. Die Mennoniten (zusammen mit anderen Einwanderern) wandelten die schwierige geographische Situation in eine produktive Landwirtschaft, wohl bekannt für seine Milch und Fleischproduktion.

Geografie und Klima

Die Provinz liegt in den Gran Chaco Plains, auch bekannt unter dem Namen Grüne Hölle - wegen der extremen Wetterbedingungen. Häufige Dürreperioden sind für wüstenähnliche Teile der Landschaft verantwortlich.

Immer noch schaffen große Regenmassen und gelegentliche Überflutungen Regenwaldgebiete.

Die Unterschiede der Vegetation spiegeln die ungleiche Verteilung der Niederschläge: ein undurchdringlicher Dschungel trockener Wälder liegt im Westen mit Niederschlagsmengen von ungefähr 600 mm pro Jahr. Der feuchtere Osten mit 1.100 mm an jährlichem Niederschlag beheimatet die Selva Chaqueña, einen Dschungel ohne Trockenzeit.

Die Flüsse der Provinz münden alle in den Paraná River oder den Paraguay River und fließen von Westen nach Osten. Die wichtigsten sind der Bermejo River, Río de Oro, Guaycurú Grande, Guaycurú Chico, Salado River, Negro River, Palometa und Tapenagá.

Das Gebiet beheimatet exotische Wildtiere wie Krokodile, Affen, Spinnen, Wildschweine, Jaguare, Anakondas, Klapperschlangen und viele andere Giftschlangen.

Verkehr

Die Hauptverkehrsadern sind die Highways Nr. 11 von der Santa Fé Provinz nördlich über Resistencia nach Formosa, Nr. 16 über den Paraná von Correntes 322 km nordwestlich über Resistencia und Presidencia Roque Sáenz Peña zur Provinz Santiago del Estero und durch Taco Pozo im Nordosten nach Salta sowie Nr. 89 von Avia Terai 245 km südwestlich über Charata nach Quimili in Santiago del Estero Provinz. In Resistencia gibt es einen Flughafe

n.

Wirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung in Chaco ist mit dem Quebracho Holz verbunden sowie der Baumwollproduktion, die gegenwärtig 60% der nationalen Produktion ausmacht

.

Landwirtschaft in der Region baut Feldfrüchte wie Soja, Mais und Hirse. Zuckerrohr wird ebenfalls kultiviert, und zwar im Süden, auch Reis und Tabak, aber in geringerem Umfang.

Die Viezucht umfasst gemischte Rassen, etwa eine Kreuzung aus argentinischen Rindern mit dem Zebu, die sich besser an die hohen Temperaturen, das knappe Grünfutter und gelegentliche Überflutungen anpassen kann.

Die Industrie der Chaco Provinz besteht aus Textilindustrie (verarbeitet lokale Baumwolle), Ölmühlen, Kohle, Zucker, Alkohol und Papier (alles aus Zuckerrohr).

Im Chaco liegt der Chaco Nationalpark. Der Tourismus ist dennoch nicht entwickelt in dieser Region.

Politische Bezirke

Die Provinz Chaco ist in 25 Bezirke ( departamentos) aufgeteilt (hier mit der jeweiligen Bezirkshauptstadt in Klammern):

Almirante Brown (Pampa del Infierno)
Bermejo Department (Chaco) (La Leonesa)
Chacabuco (Charata)
Comandante Fernández {Presidencia Roque Sáenz Peña)
Doce de Octubre (General Pinedo)
Dos de Abril (Hermoso Campo)
Fray Justo Santa María del Oro (Villa Sylvina)
General Belgrano (Corzuela)
General Donovan (Makallé)
General Güemes (Juan José Castelli)
Independencia (Campo Largo)
Libertad (Puerto Tirol)
Libertador General San Martín (General José de San Martín)
Maipú (Tres Isletas)
Mayor Luis Jorge Fontana (Villa Ángela)
Nueve de Julio (Las Breñas)
O'Higgins (San Bernardo)
Presidente de la Plaza (Presidente de la Plaza)
Primero de Mayo (Margarita Belén)
Quitilipi (Quitilipi)
San Fernando (Resistencia)
San Lorenzo (Villa Berthet)
Sargento Cabral Department (Colonia Elisa)
Tapenaga Department (Charadai)
Veinticinco de Mayo (Machagai)