Misiones

Geschichte

Die Provinz Misiones war ursprünglich von der Guarani Kultur bevölkert. Der erste Europäer, der die Region besuchte, war Sebastian Cabot, der, als er den Paraná River befuhr, im Dezember 1527 die Apipés Fälle entdeckte.

Im Jahr 1541 erreichte Álvar Nuñez Cabeza de Vaca die Iguazú Wasserfälle.

Im 17. Jahrhundert kamen Mitglieder des Jesuitenordens in die Region. Diese Missionare begannen damit, einen Ring von Jesuiten Reduktionen zu gründen. In wenigen Jahren schufen sie 30 Dörfer, in denen die Guarani sesshaft wurden und Landwirtschaft betrieben.

1814 erklärte Gervasio Posadas, der Befehlshaber der Vereinigten Provinzen, Misiones als von Argentiniens Provinz Corrientes annektiert. Zu jeder Zeit war Argentinien de facto unabhängig, dennoch rechtlich spanisches Territorium.

Argentinien übte jedoch die Kontrolle über Misiones, das auch noch von anderen Staaten territorial beansprucht wurde, de facto nicht aus. Misiones regierte sich selbst, wurde dann jedoch 1830 durch Militär aus der Provinz Corrientes unter Kontrolle genommen.

1838 besetzte Paraguay Misiones. Paraguay beanspruchte das Gebiet, weil die Bevölkerung Misiones' aus eingeborenen Guarani bestand, der zahlenmäßig größten ethnischen Gruppe Paraguays. 1865 besetzten paraguayische Kräfte Misiones erneut; dies mündete in den Krieg der Triple Alliance. 1876 schloss das besiegte Paraguay Frieden mit Argentinien und verzichtete auf seinen Besitzanspruch auf Misiones. Obwohl Argentinien Misiones seit 1814 beansprucht hatte, wird der Besitz Misiones durch Argentinien traditionell als Ergebnis dieses Krieges interpretiert, so etwa von Bethell in 'Argentina since Independence' , Cambridge University Press, 1993, und Scobie in 'Argentina' , Oxford University Press, 1964, pages 22-3.

Nach dem Krieg gegen die Triple Allianz war Paraguay geschwächt, so dass Misiones davon profitierte, wirtschaftlich zu Argentinien zu gehören. Seit jener Zeit hat sich Misiones politisch innerhalb des Staates Argentinien entwickelt und es wurde erfolgreich in den argentinischen Staat integriert. Heute ist die Zugehörigkeit von Misiones zu Argentinien völkerrechtlich unumstritten. Was geblieben ist, ist eine ungewöhnlich starke regionale Identität der Provinz. Durch das Gesetz Nr. 14.294 wurde dem nationalen Territorium von Misiones am 21. April 1958 der Status einer Provinz Argentiniens verliehen.

Geografie

Misiones ist die zweitkleinste Provinz (Tucumán die kleinste).

Zum Misiones Plateau gehört auch ein Teil brasilianisches Territorium. Die Felsen enthalten bedeutende Menge Isen, die ihnen eine rötliche Farbe verleihen. Im Zentrum des Plateaus erhebt sich die Sierra de Misiones bis zu einer Höhe von 843 m (Cerro Rincón) nahe Bernardo de Irigoyen.

Die Provinz Misiones wird durch drei große Flüsse umsäumt: Paraná, Uruguay und Iguazú. Sie entwässern einer große Fläche und sorgen für reichlich Regen.

Klima

Das subtropische Klima erlaubt keine Trockengebiete und verwandelt deshalb Misiones in eine der feuchtesten Gebiete Argentiniens. Es wehen Winde vorherrschend aus Nordwesten und Südosten. Die vorherrschende Vegetation ist die sog. Selva Misionera, die sich seit der Kultivierung des Landes für Ackerbau und Viehzucht durchgesetzt hat. Die ursprüngliche Flora findet man im Iguazú Nationalpark.

Wirtschaft

Den Hauptbeitrag zur Wirtschaft der Provinz lieftert der Dschungel, besonders durch den Tourismus und die Holzwirtschaft. Die Paraná Pinie, Guatambú, Cedar, Petiribí, Incense, Cane water-pipe, Anchico, Eucalyptus und Gueycá sind die am meisten genutzten Bäume.

Weitere Einkommensquelle ist der Anbau von Yerba Mate, Tee und (in geringeren Mengen) Tabak, Zuckerrohr, Reis und Kaffee. Rinderzucht gibt es nur vereinzelt.

Tourismus

Die Provinz hat ihren Namen von den Jesuiten Missionen (Reduktionen), die in diesem Gebiet gegründet wurden. Von den 15 ursprünglichen reducciones in Argentinien liegen 11 in dem Gebiet des heutigen Misiones. Von diesen 11 sind 4 im Jahr 1984 in die UNESCO Liste des Weltkunlturerbe aufgenommen worden: San Ignacio Mini, Nuestra Señora de Santa Ana, Nuestra Señora de Loreto, Santa María la Mayor.

Politische Bezirke

Die Provinz Misiones ist in 17 Bezirke ( departamentos) aufgeteilt (hier mit der jeweiligen Bezirkshauptstadt in Klammern):

Apóstoles (Apóstoles)
Cainguás (Campo Grande)
Candelaria (Santa Ana)
Capital (Posadas)
Concepción de la Sierra (Concepción de la Sierra)
Eldorado (Eldorado)
General Manuel Belgrano (Bernardo de Irigoyen)
Guaraní (El Soberbio)
Iguazú (Puerto Esperanza)
Leandro N. Alem(Leandro N. Alem)
Libertador General San Martín (Puerto Rico)
Montecarlo (Montecarlo)
Oberá (Oberá)
San Ignacio (San Ignacio)
San Javier (San Javier)
San Pedro (San Pedro)
Veinticinco de Mayo (Alba Posse)