San Juan

Geschichte

Huarpes, Diaguitas, Capazanes, Olongastas und Yacampis, beeinflusst vom Reich der Inka wohnten in der Landschaft der heutigen Provinz San Juan bevor die spanischen Eroberer auf den Kontinent trafen. Die Stadt San Juan de la Frontera wurde von Juan Jufré y Montesa 1562 gegründet.

Aufgrund der andauernden Überflutungen des San Juan Rivers wurde sie 1593 2 Kilometer nach Süden verlegt. 1776, im Jahr, in dem San Juan dem Vizekönigreich Río de la Plata zugeschlagen wurde, zerstörte ein Erdbeben die Stadt nahezu vollständig. Die Stadt war ein großer Unterstützer der Expedition San Martíns über die Anden. Man gab Gold, Männer und Maultiere. 1944 zerstörte ein weiteres großes Erdbeben 80% der Stadt und tötete 10.000 Menschen. Das Zusammentreffen von Colonel Juan Perón mit seiner zukünftigen Frau und politischen Helferin Eva Duarte war hilfreich, um Spenden für die Opfer des Erdbebens zu beschaffen.

Geographie und Klima

Die Provinz San Juan ist Tei der kontinentalen Halbwüstenregion Cuyo. Innerhalb dieser Cuyo Halbwüste liegen öde Plains im Osten mit einigen wenigen niedrigen Sierras. Sie schwingen sich bis zu einer Höhe von über 6.00 Meter auf im Westen, bleiben aber Opfer des trockenen und heißen Zonda Windes. Die meisten Niederschläge gibt es im Sommer, oft einhergehend mit heftigen Stürmen.

Der heißen Wind hat aus der tonhaltigen roten Erde in der Pampa del Leoncito (Reserva Natural Estricta El Leoncito) und im Valle de la Luna (Parque Provincial Ischigualasto) vor 200 Millionen Jahren geologische Formationen modelliert.

Der Jáchal und San Juan River, die beide zum Flusssystem des Desaguadero River gehören, sind die Quelle der fruchtbaren Täler und das Herz der Wirtschaft San Juans. Der San Juan River mündet im Südosten in den Huanacache See, manchmal auch Guanacache genannt.

Wirtschaft

Wein ist das Haupterzeugnis der Provinz, die traditionell mit der Landwirtschaft verbunden ist. Er wird auf 500 km² angebaut, das sind 56% der kultivierten Fläche San Juans. 90 % der Weinernte werden zu Weinerzeugnissen verarbeitet. Die San Juan Provinz ist Argentiniens zweitbedeutendster Weinproduzent, direkt hinter der Mendoza Provinz. Andere Feldfrüchte sind Tomaten, Mais, Kartoffeln, Pfirsich und Feigen.

Bedeutend ist auch der Bergbau. Es werden viele Rohstoffe aus der Erde entnommen: Gold, Blei, Graphit und Ton.

Weitere Industrien sind Nahrungsmittel, Textilien und die Veredelung von Mineralien.

Die Energieproduktion konzentriert sich auf einige wenige Staudämme wie Embalse Ullum, Dique de la Roza, Dique San Emiliano und El Pinar Station, die ebenso der Bewässerung dienen. Elektrizität wird in geringerem Umfang auch durch Hydrocarbon (Erdöl) produziert.

Der Tourismus ist nicht sehr entwickelt und er besteht vorwiegend aus örtlichen Besuchern. Die Hautattraktionen sind die Stadt San Juan (mit dem Geburtshaus von Sarmiento), der Ischigualasto Provincial Park, Represa de Ullum, die heißen Quellen von Pismanta und das heidnische Difunta Correa Heiligtum.

Politische Bezirke

Die Provinz San Juan ist in 19 Bezirke (departamentos) aufgeteilt (hier mit der jeweiligen Bezirkshauptstadt in Klammern):

Albardón (Albardón)
Angaco (Villa del Salvador)
Calingasta (Calingasta)
Capital (San Juan)
Caucete (Caucete)
Chimbas (Villa Paula A. de Sarmiento)
Iglesia (Rodeo)
Jáchal (San José de Jáchal)
Nueve de Julio (Nueve de Julio, San Juan)
Pocito (Villa Alberastain)
Rawson (Villa Krause)
Rivadavia (Rivadavia)
San Martín (Villa San Isidro)
Santa Lucía (Santa Lucía)
Sarmiento (Villa Media Agua)
Ullúm (Ullúm)
Valle Fértil (San Agustín del Valle Fértil)
Veinticinco de Mayo (Villa Santa Rosa)
Zonda (Zonda)