Santa Fe

Geschichte

Die indianischen Ureinwohner der Region waren die Tobas, Timbúes, Mocovíes, Pilagás, Guaycurúes und Guaraníes. Es waren Nomaden, die von der Jagd, dem Fischfang und dem Sammeln von Wildfrüchten lebten. Die erste europäische Siedlung wurde 1527 etabliert, am Zusammenfluss der Flüsse Paraná und Carcarañá, als Sebastián Gaboto, auf seinem Weg nach Norden ein Fort gründete, das er den Namen Sancti Spiritus gab. Es wurde allerdings 2 Jahre später durch Ureinwohner zerstört.

1573 gründete Juan de Garay die Stadt Santa Fe in den Stadtmauern der heutigen Stadt Cayastá. Die Stadt wurde von 1651 bis 1660 nach ihrem jetzigen Standort verlegt.

1812 entfaltete der Anwalt und General Manuel Belgrano zum ersten Mal die argentinische Flagge an den Ufern des Paraná Flusses in Rosario, welches in jener Zeit eine kleines Dorf war; 160 km südlich von Santa Fe. 1815, während Alvears Zentralregierung Ignacio Álvarez Thomas Aufstand zum Opfer fiel (zu jener Zeit Kommandant einer Armee, die nach Santa Fe gegen Artigas gesendet worden war), übernahm Francisco Candioti, der örtliche Militärkommandant, friedlich die Regierungsgeschäfte. Die Ära Santa Fes also Provinz begann somit mit dem Status einer autonomen Provinz. Diese Periode währte allerdings nur kurz bis im selben Jahr Candioti starb und sich die Zentralregierung sich durch eine abhängige Provinzregierung reetablieren konnte.

Die Caudillos Mariano Vera und Estanislao López setzen 1816 den Gouverneur ab und proklamierten die Souveränität der Provinz und ihre Zugehörigkeit zu Artigas' Liga der Freien Völker(Liga de Pueblos Libres). López schlug 1818 eine streng konservative Provinzverfassung nachdem der alternative Vorschlag einer Provinzversammlung von ihm abgelehnt worden war. Santa Fe war die erste Provinz, die eine eigene Verfassung hatte. Während des Bürgerkriegs von 1820 waren die Truppen Santa Fes entscheidend an dem Sieg über die Zentralarmee aus Buenos Aires beteiligt. So wurde López nach und nach der Patriarch der Föderation; er etablierte sich selbst bis zu seinem Tod im Jahr 1838 als zentrale Figur der Föderalisten.

Nach dem Tode López' wurde sein Sekretär und seine rechte Hand, José María Cullen zum Gouverneur gewählt. Dennoch blieb Cullen ein möglicher Widersacher des Gouverneurs von Buenos Aires und Außenministers der Konföderation, Juan Manuel de Rosas; er rang Cullen nieder und erreichte seine Exekution. Danach ernannte er den Pro-Rosas Juan Pablo López zum Gouverneur. Der neue Gouverneur wechselte sein Amt mit Pascual Echagüe, und blieb im Amt bis zur Besetzung der Provinz durch Justo José de Urquizas große Arme im Jahr 1851. Während dieser Zeit bekam die Provinz 1841 eine neue Verfassung.

Nach der Organisation der argentinischen Nation zog ein friedliches Zeitalter in die Provinz, das Wohlstand brachte. 1872 verband die Eisenbahn bereits. die wichtigsten Punkte der Provinz, ebenso die Telegraphenleitungen. 1889 wurde die Universität, La Universidad de Santa Fe gegründet.

Die politische Hegemonie der konservativen Gruppen wurde von den neuen Ideen herausgefordert, die die europäischen Einwanderer mit in das Land brachten. Neue Parteien wurden gegründet: die Unión Cívica Radical (UCR), die Partido Demócrata Progresista (PDP) und die Federación Agraria Argentina ("Argentinische Agrar Föderation"). Die beiden neuen Parteien führten viele schwere Wahlkämpfe gegen die konservativen Parteien der Provinz. Nach der Wahlreform von Roque Sáenz Peña 1912, stellte die UCR die Regierung und blieb bis zu ihrem Sturz 1930 an der Macht. Während dieser Zeit, besonders wurde im Jahr 1919 die Universidad Nacional del Litoral gegründet. 1932 stellte die PDP den Gouverneur.

Die Bedeutung der Provinz steigt ständig, weil sie Hauptagrarproduzent ist und mit Rosario einen der wichtigsten Häfen Argentiniens besitzt.

Geographie und Klima

Grüne Ebenen machen den Hauptanteil der Provinz aus. Sie sind Teil der feuchten Pampas, die im Norden an die Gran Chaco Region angrenzen. Es gibt niedrige Sierras im Westen. Im Norden herrschen höhere Temperaturen mit einem Jahresdurchschnitt von 21 °C und Niederschläge bis zu 1.100 mm im Osten. Der Süden hält niedrigere Temperaturen und weniger Niederschläge bereit.

Der Hauptstrom und die Verbindung zum Meer durch den Río de la Plata ist der Paraná River. Es gibt auch weitere Arme des Paraná wie den Salado del Norte, den Carcarañá und den Arroyo del Medio. Die Ebenen werden regelmäßig nach heftigen Regenfällen überflutet, wenn die Flüsse Paraná und Salado über ihre Ufer treten.

Im Jahr 2003 führte der rasche Anstieg des Salado zu einer katastrophalen Flut in der Hauptstadt und vielen anderen Städten im Norden der Provinz. Die Folge war die Evakuierung von nicht weniger als 100.000 Menschen und ein großer wirtschaftlicher Verlust.

Wirtschaft

Santa Fes Wirtschaft ist eine der bedeutendsten Argentiniens. 21 % des kultivierten Landes Argentiniens liegen in Santa Fe. Die Hauptanbauprodukte sind Sojabohnen (hier ist Santa Fe der Hauptproduzent des Landes), Sonnenblumen, Mais, Weizen und Reis. In geringerem Umfang werden Erdbeeren, Honig mit 300.000 Bienenstöcken, Holz und Baumwolle produziert.

Das dunkle, grüne Gras der Provinz ist geradezu ideal zur Rinderzucht. Es gibt 6,6 Millionen Rinder, das sind 20 % des argentinischen Bestandes. Nicht nur Fleisch wird erzeugt, auch 2,6 Millionen Liter Milch. Der Hafen zwischen Rosario und San Lorenzo ist Umschlageplatz für den Export der Produktion von Santa Fe und vielen anderen Provinzen. Durch ihn laufen 65 % des argentinischen Getreides und 55 % des argentinischen Exports. Im Jahr 2004 betrug der Export Santa Fes (7.170 Millionen USD) 21% des gesamten argentinischen Exports Zwischen 2001 und 2004 stieg er um 65.2% an. Sojaprodukte, Mehl und pflanzliche Öle erreichten ca. 2.000 Millionen USD und über 7,6 Millionen Tonnen.

Im Jahr 2005 verschiffte die Häfen des südlichen Santa Fes 60 % des argentinischen Exports an Getreide, 93 % an landwirtschaftlichen Produkten und 85 % an Pflanzenöl.

Santa Fes Industrie macht 30% der Industrie Argentiniens aus. Dabei gehört sie zu den Besten der Argentiniens: Mühlen, die unterschiedliche Arten von Mehl und Öl produzieren, Brauereien, andere Nahrungsmittelindustrien, Leder- und Textilindustrie, Hydrocarbon Raffinerien, Stahl (1 Million Tonnen pro Jahr) und andere Metallindustrie, Industrie- und Landwirtschaftsmaschinen, Autoindustrie und weitere. Der Tourismus ist nicht so bedeutsam, obwohl es viele Hotels und Restaurants gibt.

Rosario, das die Heimat des Monuments der Nationalflagge ist (Monumento Nacional a la Bandera) und viele Museen empfangen viele Besucher aus Argentinien. Der Nachbau des Sancti Spiritus Forts, die Ruinen von Cayastá und die Stadt Santa Fe sind weitere Touristenziele.

Regierung

Die Provinzregierung ist in drei Gewalten geteilt: Die Exekutive wird von einem Gouverneur geleitet, vom Volk für 4 Jahre gewählt. Er steht an der Spitze des Kabinetts. Die Legislative, die aus einem 2 Kammersystem besteht (50 Mitglieder im Kongress und 19 Mitglieder im Senat, alle für 4 Jahre gewählt). Die Judikative umfasst den Obersten Gerichtshof und weitere Gerichte.

Seit 1991 werden die Exekutive und die Legislative nach einem einfachen Mehrheitswahlrecht gewählt. Dieses umstrittene System wird Ley de Lemas genannt. Es wurde 2004 außer Kraft gesetzt. Das neue System beinhaltet ein Verhältniswahlrecht. Danach wurde zum ersten Mal 2005 gewählt - mit einer guten Resonanz. Die Parlamentswahl vom 23. Oktober 2005 war die erste bedeutende Wahl ohne das Ley de Lemas.

Politische Bezirke

Die Provinz Chaco ist in 19 Bezirke (departamentos) aufgeteilt (hier mit der jeweiligen Bezirkshauptstadt in Klammern):

Belgrano (Las Rosas)
Caseros (Casilda)
Castellanos (Rafaela)
Constitución (Villa Constitución)
Garay (Helvecia)
General López (Melincué)
General Obligado (Reconquista)
Iriondo (Cañada de Gómez)
La Capital (Santa Fe)
Las Colonias (Esperanza)
Nueve de Julio (Tostado)
Rosario (Rosario)
San Cristóbal (San Cristóbal)
San Javier (San Javier)
San Jerónimo (Coronda)
San Justo (San Justo)
San Lorenzo (San Lorenzo)
San Martín (Sastre)
Vera (Vera)