Argentinien Sicherheit

Argentinien ist ein sicheres Reiseland. Allerdings hat die wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Straßenkriminalität geführt: Taschendiebstähle und auch bewaffnete Überfälle; dies besonders in Buenos Aires. Dennoch ist Argentinien das sicherste Reiseland Südamerikas. Mit offenen Sinnen kann man Buenos Aires genauso sicher besuchen wie etwa London oder Berlin. Besondere Vorsicht ist etwa auf Busstationen geboten. Dort sollte man sein Gepäck keinen Moment aus den Augen lassen.

In letzter Zeit gab es immer wieder Schlagzeilen über Fälle von Entführungen in Buenos Aires. Diese betrafen aber fast nie Ausländer.

Es gibt in letzter Zeit immer öfter Protestaktionen und Demonstrationen gegen die schlechte Wirtschaftspolitik Argentiniens. Solche Versammlungen sollte man selbstverständlich tunlichst meiden. Normalerweise haben solche Demonstrationen - abgesehen von den durch sie hervorgerufenen Verkehrsstaus - keine Auswirkungen auf den Tourismus.

Eine echte Gefahr - nicht nur für Fußgänger - ist der Autoverkehr in Buenos Aires. Viele Autofahrer übertreten die Geschwindigkeitsbegrenzungen, fahren noch bei Rot über die Ampel und wechseln abrupt die Fahrspuren.

Zwar gilt auch in Argentinien die Regel "rechts vor links" verlassen darf man sich darauf aber nicht, ebenso wenig sollte man erwarten, dass ein Zebrastreifen von Autofahrern respektiert wird!

Auch wenn die Polizei und die Behörden im Ruf stehen, korrupt und bestechlich zu sein, sind sie dennoch hilfsbereit und höflich gegenüber Touristen. Polizisten akzeptieren keine Bestechungsgelder, allerdings ... kann man höflich fragen: Wie kann man das Missverständnis aus der Welt bringen? Oder: Was können wir tun, um die Sache zu beschleunigen? Auf Spanisch natürlich. Wenn man den Eindruck hat, es werde ein Bestechungsgeld verlangt, so kann man entweder darauf eingehen (s.o.) oder den Polizisten höflich fragen, ob er uns zur nächsten Polizeiwache begleitet, damit sich dort um das zugrundeliegende Problem gekümmert wird. Entweder lässt der Beamte dann von seiner Forderung ab, oder er überlässt uns den Wirren des argentinischen Polizeisystems.

Eine weitere Gefahr ist das Rauchen. Argentinier sind starke Raucher und man ist oft dem blauen Dunst, auch in Restaurants, ausgesetzt. Nur in Bussen und auf Inlandflügen ist das Rauchen verboten.

Sicherheitshinweise

Nachfolgend möchten wir einige aktuellen Hinweise (Stand Juni 2014) für einen sicheren Aufenthalt in Argentinien geben. Diese Hinweise beruhen auf den eigenen Erfahrungen unserer Mitarbeiter und berücksichtigen auch die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Argentinien.

Sicherheitslage in Argentinien

In Argentinien finden des Öfteren Streiks und Demonstrationen statt, besonders in der Hauptstadt und Großregion Buenos Aires, aber auch in anderen Städten. Hier kommt es dann zu nicht unerheblichen Beeinträchtigungen des öffentlichen Nahverkehrs und zu Straßensperrungen. Oftmals sind auch die Fluggesellschaften und Flughäfen betroffen.

Bei Demonstrationen sind auch schon Plünderungen und gewalttätigen Ausschreitungen beobachtet worden, allerdings selten.

Reisenden wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden. Man soll sich in den Medien oder bei seinen Gastgebern und Reiseveranstaltern über die aktuelle Lage informieren, um Unannehmlichkeiten als Folge der Proteste und Streiks aus dem Wege gehen zu können.

Kriminalität

In Argentinien ist gegenwärtig eine erhöhte Kriminalität zu beobachten, insbesondere in den Ballungsgebieten. Man sollte Bargeld nur in geringen Mengen mit sich führen und Wertgegenstände nicht offen tragen. Wird man Opfer eines Überfalls, sollte man keinen Widerstand leisten. Es ist davon auszugehen, dass die Täter bewaffnet sind und auch Gewalt anwenden.

An belebten Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss man immer mit Trickdiebstählen rechnen. Oft wird dabei die sogenannte Senf-Methode angewendet. Dabei wird man mit Senf oder etwas anderem beschmutzt. Der Täter zeigt sich dann hilfsbereit und schuldbewusst und beginnt mit der Reinigung und entwendet oder entreißt dabei sämtliche Gegenstände.

Entsprechend der Empfehlung des Auswärtigen Amts, sollte man deshalb Wertgegenstände nicht in Handtaschen oder Rucksäcken zu transportieren, eng am Körper mit sich führen, etwa in einem Brustbeutel.

Diebstähle ereignen sich auch oft in Hotels der niedrigeren Preisklasse. Man sollte deshalb Ausweisdokumente von Bargeld getrennt verwahren und beides beispielsweise im Hotelsafe deponieren. Aber auch in Hotels der gehobenen Klasse ins man vor einem Diebstahl nicht absolut sicher. So sollten Handtaschen und Gepäck in öffentlich zugänglichen Räumen niemals ohne Aufsicht gelassen werden.

Bei Bargeldabhebungen oder Bargeldtausch ist besondere Vorsicht vor Überfällen geboten, besonders in kleinen Nebenstraßen mit wenig Menschen und an Werktagen. Diese Warnung gilt speziell für die touristischen Anziehungspunkten von Buenos Aires wie La Boca, San Telmo, der Bahnstation Retiro und im Stadtzentrum auf der Plaza de Mayo, der Calle Florida und in Recoleta.

Aber auch andere Städte, wie etwa Mendoza oder Cordoba sind betroffen.

Besonders vorsichtig sollte man auch immer nach Einbruch der Dunkelheit sein.

Dann sollte man Taxis nur telefonisch zu bestellen (Radio-Taxi oder Remise).

Besondere Vorsicht sollte man am internationalen Flughafen Ministro Pistarini walten lassen. Dort sollte der Reisende immer einen Chauffeur-Dienst (Remise) nutzen, der im Ankunftsbereich an festen Ständen angeboten wird.

Vorsicht ist auch im Hinblick auf gefälschte Banknoten angebracht. Es sind insbesondere gefälschte 100-Peso-Noten im Umlauf. Man sollte sich deshalb mit dem Aussehen der argentinischen Währung vertraut machen und die Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Stichtiefdruck, Durchsichtsregister prüfen. Tauscht man Geld auf offener Straße, ist die Gefahr falsche Scheine zu erhalten groß. Auch wird versuchtt mittels Trickbetrug unter dem Vorwand, nicht wechseln zu können, einen Umtausch mittels falscher Scheine herbeizuführen.

Sehr vereinzelt erhält man auch am Geldautomaten Falschgeld kommen. Dann sollte man umgehend bei der dazugehörenden Bank oder einer Polizeistation vorstellig werden. Taucht man direkt in einer Bank, so ist man vor Falschgeld (fast) hundertprozentig sicher.

Bei Diebstahl von versicherten Gegenständen, muss man seiner deutsche Versicherungen für die Erstattung den Nachweis einer polizeilichen Anzeige erbringen. In Spanisch heißt das Denuncia. In der Deutschen Botschaft erhält man hierzu schriftliche Übersetzungshilfen.

Kommt der Reisepass abhanden, ist eine polizeiliche Verlustanzeige unabdingbare Voraussetzung für die Wiederausreise. Man sollte den Verlust unverzüglich der Botschaft oder dem nächstgelegenen Honorarkonsul anzeigen und dort die Ausstellung eines Ersatzdokumentes beantragen.

In Buenos Aires Stadt gibt es ein Kommissariat für Touristen. Dort werden auch Übersetzungshilfen angeboten. Es liegt in der Avenida Corrientes Nr. 436 (Plaza San Nicolás) in Buenos Aires. Man kann dort auch gebührenfrei unter der 0800-9995000 anrufen.

Verkehrssicherheit

Die Unfallzahlen im Straßenverkehr sind in Argentinien deutlich höher als in Mitteleuropa. Gerade als Fußgänger ist eine besondere Vorsicht notwendig.

Flüge haben oft nicht unerhebliche Verspätungen.

Reisehinweise

Geld – Kreditkarten - Bankkarten

Bargeld erhält man mittels EC-Bankkarten und deutschen Kreditkarten und der PIN an Geldautomaten. Einige Banken geben jedoch nur maximal 700,-- Pesos pro Einzeltransaktion pro Tag aus. Man kann dann versuchen, weitere Beträge an Automaten anderer Banken abzuheben. Ob das klappt, ist nicht immer sicher.

US-Dollar kann man in ganz Argentinien problemlos tauschen. Es gibt allerdings Banken, die einen Umtausch für Nicht-Kunden ablehnen.

Will man Euros in Pesos tauschen, so ist dies in Banken und Wechselstuben auch außerhalb von Buenos Aires möglich, allerdings nicht so häufig.

Travellerschecks kann man ebenfalls in Banken und Wechselstuben einlösen.

Die Bezahlung mittels Kreditkarte wird nicht überall akzeptiert.

Einfuhr von Zahlungsmitteln

Die Einfuhr von Zahlungsmitteln (Bargeld, Reiseschecks) ist unbeschränkt zulässig. Ab einem Gegenwert von 10.000 USD für Erwachsene und 5.000 USD für Minderjährige unter 16 Jahren ist eine Deklaration der Einfuhr erforderlich.

Bei der Ausreise darf man höchstens den Gegenwert von 10.000 USD für Erwachsene bzw. 5.000 USD für Minderjährige unter 16 Jahren mitführen. Selbst mittels einer Deklaration kann man diese Beträge nicht erhöhen.

Fremdwährungen dürfen Ausländer in Argentinien nur in der Höhe kaufen, in der sie zuvor argentinische Pesos in Argentinien gekauft haben. Hat man also Pesos aus Deutschland mitgebracht, so darf man beispielsweise keine brasilianischen Reales oder US-Dollar in Argentinien für die Weiterreise kaufen. Der vorherige Kauf der Pesos muss beim Kauf der Fremdwährung nachgewiesen werden. Wichtig ist es deshalb, Quittungen von Wechselstuben oder von Geldautomaten aufzubewahren.

Nicht in Argentinien ansässige Ausländer dürfen Tourismus-Dienstleistungen wie etwa Flugtickets, Hotel-Übernachtungen, Pauschalreisen in Argentinien nicht mehr in Pesos bezahlen. Die Zahlung muss durch Barzahlungen in Devisen (US-Dollar, im Ausland ausgestellte Kredit- oder Bankkarten, Devisenüberweisungen aus dem Ausland, Schecks auf Konten im Ausland erfolgen.
Diese gesetzliche Vorschrift wird jedoch größtenteils bei Leistungen innerhalb Argentiniens, also Inlandsflügen oder Hotelbuchungen im Inland, nicht kontrolliert.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Nach Argentinien einreisen können deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten: - Reisepass - Vorläufiger Reisepass - Kinderreisepass Nicht genügen ein Personalausweis oder ein vorläufiger Personalausweis. Anmerkungen: Das Reisedokument muss bei Einreise gültig sein. Empfehlenswert ist eine über die Dauer des geplanten Aufenthalts hinaus gehende Gültigkeit. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind ungültig.

Visum

Bis zu 90 Tage können deutsche Staatsangehörige als Touristen visafrei nach Argentinien einreisen.

Bei der örtlichen Ausländerbehörde in Argentinien kann man seine Aufenthaltsgenehmigung bis zu insgesamt 6 Monaten verlängern lassen. Einen gesetzlichen Anspruch hierauf gibt es allerdings nicht.

Beabsichtigt man einen längeren Aufenthalt oder eine Erwerbstätigkeit in Argentinien sollte man vorab beim argentinischen Konsulat in Deutschland hinsichtlich der Visabestimmungen nachfragen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Für Kinder unter 14 Jahren besteht die Pflicht, auf Reisen eine Bescheinigung über die Einwilligung der Sorgeberechtigten mit sich zu führen. Wenn der Minderjährige lediglich von einem Sorgeberechtigten begleitet wird, so ist die Einwilligung des anderen Sorgeberechtigten nachzuweisen. Wenn eine Alleinsorgeberechtigung nur eines Elternteils besteht, so muss hierüber eine Bescheinigung mitgeführt werden. Das gilt auch, wenn der andere Elternteil verstorben ist.

Wenn der Minderjährige allein oder in Begleitung volljähriger Dritter reist, so müssen die Bescheinigungen Namen, Anschrift und Ausweis- oder Passnummer des Begleiters und/oder der Empfangsperson am Zielort enthalten. Die Einwilligungen und Nachweise müssen vor der Reise von der argentinischen Botschaft oder dem argentinischen Konsulat in Deutschland beglaubigt werden. Unter Umständen ist eine vorherige beglaubigte Übersetzung ins Spanische erforderlich.

Für Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren gilt in der Praxis grundsätzlich das Gleiche, auch wenn offiziell die Einwilligungs- und Nachweispflicht nur für argentinische Staatsangehörige und Ausländer mit längerfristigem (visumpflichtigem) Aufenthalt besteht. Besser ist es deshalb, die Papier mit sich zu führen.

Kinder unter 6 Jahren werden bei Ein- und Ausreise in das Register der argentinischen Einwanderungsbehörden eingetragen.

Für jede Reise wird eine neue Reisegenehmigung benötigt.

Datenerfassung

Bei der Einreise nach Argentinien wird von jedem Reisenden am Einreiseflughafen / Seehafen die Fingerabdrücke digital eingescannt und ein digitales Porträtfoto erstellt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogen

Beides, Drogenhandel und Drogenkonsum, ist in Argentinien strafbar und wird streng verfolgt. Auch wer nur Kleinstmengen besitzt, muss mit hohen Gefängnisstrafen rechnen. Die Haftbedingungen sind, um es auf Deutsch zu sagen, argentinisch und nicht mit denen in Deutschland vergleichbar.

Artenschutz

Die Listen der betroffenen Tier- und Pflanzenarten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Genaue Informationen über die geschützten Arten und die Ein- und Ausfuhrbedingungen bekommt man beim argentinischen Staatssekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Geschützte Tiere dürfen dann weder eingefangen, gehalten, gekauft oder transportiert werden. Auch der Besitz von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden, ist verboten.

Unabhängig von den argentinischen Vorschriften gibt es in Deutschland ebenfalls Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt sind.

Wird man selbst von der argentinischen Polizei festgenommen, sollte man auf ein unverzügliches Telefonat mit der Botschaft oder dem örtlich zuständigen Honorarkonsulat dringen.

Medizinische Hinweise

Gelbfieber Impfschutz

Bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Argentiniens, wozu auch das Gebiet der Iguaçu-Wasserfälle gehört, ist grundsätzlich für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr eine rechtzeitige (10 Tage vor der Einreise) Impfung empfehlenswert.

Behördlich vorgeschrieben ist die Gelbfieberimpfung in Argentinien aber weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (in den Nachbarstaaten) noch bei direkter Einreise aus Deutschland.

Möglicherweise schreiben Drittländer die Impfung bei der Einreise aus Argentinien vor.

Dengue

Die Viruserkrankung Dengue wird in weiten Teilen Argentiniens durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung ruft Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen hervor. Selten kommt es bei Kindern zu schwerwiegende Komplikationen, auch mit Todesfolge auf. Bei Reisenden ist dies jedoch eher selten.

Gegenwärtig existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue. Den einzigen Schutz bietet die konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen (lange Kleidung, Insektenspray).

Malaria

Im Norden der Provinz Salta sowie vereinzelt im Departamiento Iguaçu in Misiones gibt es ein minimales Malariarisiko. Die anderen Regionen einschließlich der Iguaçu-Wasserfälle sind offiziell malariafrei.

Malaria kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Tritt Fieber auf und war man in einem Malariagebiet, ist an den Arzt ein diesbezüglicher Hinweis zu geben.

Je nach den Reiseumständen kann eine vorbeugende Medikation mit Chloroquin angebracht sein.

Da die Erkrankung durch einen Mückenstich übertragen wird, sollte man vorbeugend eine den ganzen Körper bedeckende helle Kleidung tragen, Insektenschutzmittel auftragen und unter einem Mückennetz schlafen.

HIV / AIDS

Für Argentinien gilt das gleiche wie bei uns in Deutschland: Bei Drogenmissbrauch durch unsaubere Spritzen, durch ungeschützten Sexualkontakt sowie durch Bluttransfusionen kann es zu einer lebensgefährlichen HIV-Infektion kommen.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen kann man durch eine konsequente Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vorbeugen.

Hantavirus

Im ganzen Land, vorwiegend aber in ländlichen Gebieten, kann man sich mit dem Hantavirus durch die Aufnahme von kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege oder. den Magen-Darm-Kanal infizieren. Eine Erkrankung tritt allerdings selten auf. Nach etwa 2-4 Wochen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen. Selten treten tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystem auf(hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist extrem selten. Eine Impfung oder eine medikamentöse Vorbeugung gibt es nicht.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in den großen Städten Argentiniens, insbesondere Buenos Aires, entspricht der in Europa. In ländlichen Gebieten ist sie jedoch oft problematisch. Aus diesem Grund empfiehlt sich vor einer Reise eine Auslandskrankenversicherung sowie eine Reiserückholversicherung abzuschließen. Nimmt man die Hilfe der deutschen Auslandsvertretung in Anspruch, so ist dies in aller Regel nicht kostenlos, sondern man muss die Kosten von erforderlichen Hilfemaßnahmen selbst tragen.

Bergsteigen und Trekking

In einigen Gebieten ist für Bergbesteigungen und Trekking eine Genehmigung des Ministeriums für Tourismus erforderlich.

Besuch von Fußballspielen

Die argentinischen Fußballstadien sind immer wieder Orte von gravierenden und vor allem sehr gewalttätigen (auch mittels Waffen) Ausschreitungen zwischen Fans der gegnerischen Vereine und rivalisierende Fangruppen derselben Fußballmannschaft.

Will man ein Fußballspiel besuchen, sollte man die Fanblocks und Stehplätze meiden, auch wenn die Preise dort günstiger sind. Man sollte nur in ortskundiger Begleitung hingehen oder Organisationen in Anspruch nehmen, die den Eintritt, die An- und die Abfahrt organisieren. Wichtig zu wissen ist, wie man sicher zum Spiel kommen und nach Spielende das Stadionumfeld schnell und sicher verlassen kann.

Auswärtiges Amt

Der Bürgerservice des Auswärtigen Amts erteilt weitere Auskünfte hinsichtlich des Einreise und des Aufenthalts in Argentinien.

Auswärtiges Amt, Bürgerservice, Arbeitseinheit 040, D-11013 Berlin
Tel.: +49 30 1817 2000, Fax : +49 30 1817 51000

Haftungsausschluss

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Wer eine Reise unternimmt, trägt für alle damit verbundenen Gefahren allein die Verantwortung. Die Gefahrenlage und auch gesetzliche Vorschriften können sich immer rasch ändern.