Als Frau in Argentinien

Frauen als Touristinnen, vor allem, wenn sie allein reisen und jung sind, haben es nicht immer einfach in dem Land, in dem sich viele Männer als Macho fühlen und benehmen. Das soll nicht heißen, dass Argentinien ein unsicheres Land für allein reisende Frauen ist. Nein, es ist die Männer-Macho-Kultur, die Frauen über sich ergehen lassen müssen. Ansonsten ist Argentinien als Reiseland für Frauen sicherer als jedes andere Land in Südamerika, sogar sicherer als einige Länder Europas oder als die USA.

Beispiele: Geht man als Frau allein durch die Straßen, so können einige argentinische Männer nicht anders: sie müssen einen Kommentar zur weiblichen Attraktivität abgeben. Das passiert sogar, wenn zwei oder mehr Frauen zusammen spazieren gehen, aber nie, wenn die Frau in Begleitung eines Mannes ist.

Frau sollte sich nicht unbedingt darüber ärgern, sondern bedenken, dass die Männer nicht unbedingt belästigend sein wollen; sie tun im Allgemeinen nur, was Männern in ihrer Kultur beigebracht wird. Und viele argentinische Frauen, besonders die porteñas in Buenos Aires haben ihren Spaß an derartigen Komplimenten. Diese fallen allerdings oft ziemlich derb und vulgär aus. Pfeifen ist da eher harmlos. Piropos sind kokette Kommentare, die für die Männer als eine Art von Komplimenten gelten. Manche sind sogar durchaus kreativ. - Das Beste, was frau tun sollte, ist: nichts. Ignorieren und Weitergehen.

Auf der anderen Seite hat der Matchoismus aber auch etwas Positives: frau bekommt die Tür aufgehalten, hat immer Vortritt vor den Männern. Das sollte man als frau ab und an einmal ausnutzen.