Freizeitaktivitäten in Argentinien

Trekking, Bergsteigen, Fischen, Rafting, Kayaking, Paragliding, Skifahren, Tauchen, Segeln - das sind nur einige Stichworte zu den Outdoor-Aktivitäten, die Argentinien zu bieten hat. Doch der Reihe nach:

Fischen

Fly-fishing oder Fliegenfischen - nennt man dies sein Hobby, so ist man in Patagonien oder dem Seengebiet bestens aufgehoben. Mit ihrer großartigen Naturkulisse gehören diese beiden Gebiete zu den weltbesten. Überall benötigt man eine Fanglizens. Diese bekommt man üblicherweise beim örtlichen Fischerei- und Jagdverein (club de pesca y caza), in Fischereiausrüstungsgeschäften, in Touristeninformationsbüros oder bei den YPF Tankstellen. Die Fischfanglizenz kostet durchschnittlich 6,- € am Tag, 45,- € für eine Woche und 60,- € für eine Saison. In Feuerland sind die Lizenzgebühren höher. Dort muss man noch eine Zusatzgebühr für bevorzugte Zonen zahlen. Die teuersten dieser Zonen sind der Río Grande und der Río Mendoza, wo man zusätzlich etwa 30,- € pro Tag, 60,- € pro Woche und 130,- € pro Saison zahlen muss.

Die Saison zum Fliegenfischen beginnt in Patagonien und im Seengebiet im November und dauert bis Mitte April, im Nordosten Argentiniens dauert die Fischfangsaison von Februar bis Oktober.

Welche Fische kann man fangen? Forellen, angefangen von der Bachforelle, über die Regenbogenforelle und Seeforelle zur Schwedischen Forelle. Weiter: atlantischen Lachs und Salm, Barsch und viele mehr.

Junín de los Andes im Seengebiet hat sich selbst zur Forellen-Hauptstadt Argentiniens erkoren. Man kann sich dort einen Führer nehmen, der einem die schönsten Fischgründe im Nationalpark Lanín zeigt. Aluminé liegt in der Nähe am gleichnamigen Río Aluminé, wo es eine der größten Forellenkolonien Argentiniens gibt. Auch von Bariloche aus kann man exzellent auf Fischfang gehen. Geht man weiter in den Süden, so kommt man als Fischfreund unweigerlich in den Nationalpark Los Alerces mit seinen vielen Seen und Flüssen oder sogar bis nach Feuerland.

Im Norden Argentiniens ist es der Río Paraná, der die Fischereifreunde magisch anzieht.

Die Vereinigung der Berufsfischfangscouts Patagoniens, La Asociación de Guías Profesionales de Pesca del Parque Nacional Nahuel Huapi y Patagonia führt unter seiner Internetadresse www.guiaspatagonicos.com.ar eine Liste der lizensierten Führer in Patagonien und dem Seengebiet.

Rafting und Kayaking

Wildwasserfahren ist eine Sportart, die auf vielen Flüssen Argentiniens, die sich von den Anden in die Ebenen ergießen, ausgeübt werden kann. An oberster Stelle stehen der Río Mendoza und der Río Diamante in der Provinz Mendoza, der Río Hua Hum und der Río Meliquina nahe San Martín de los Andes. Weiter der Río Limay und der Mansao in der Nähe von Bariloche.

Fahrradfahren

Man sollte sich nicht grade Buenos Aires für seinen Radsport auswählen. Der "Rest" des Landes aber ist ein Eldorado für das Mountainbike. Grade was die Landschaft anbelangt, so sind das Seengebiet oder die Provinz Mendoza, besonders reizvoll. Radsportler sollten sich aber auf rauen Wind, besonders in Patagonien, einstellen.

Besonders empfehlenswerte Routen sind diejenigen:
- von Tucumán nach Tafí de Valle,
- von Salta nach Jujuy,
- auf der Quebrada de Cafayate Fahrradverleihstationen gibt es übrigens in allen Touristenorten - Qualitätskontrollen muss man allerdings selbst durchführen.

Bergsteigen

Argentinien, die Anden, ist ein Traumziel für Bergsteiger. Zum einen ist der fast 7000 m hohe Aconcagua, der höchste Berg der westlichen Hemisphäre, zum anderen die Bergwelt an sich. Besonders in den Provinzen San Juan und Mendoza blüht das Bergsteigerleben.

In er Provinz San Juan, nahe Barreal, erreichen die Anden fünfmal eine Höhe von über 6000 m. Der höchste Berg dort ist der Cerro Mercedario mit einer Höhe von 6770 m. Diese Region wird weniger als die des Aconcagua besucht und bietet technisch anspruchsvolle Ziele. Nicht weit entfernt liegt die Corillera de Ansilta mit Andenriesen, die die 5000er Marke bei weitem übersteigen.

Im Süden Patagoniens beeindrucken das Fitz Roy Massiv und der Cerro Torre, der, trotz seiner geringen Höhe von nur etwas mehr als 3000 m zu den schwierigsten Bergen der Erde zählt. Auch im Nationalpark Nahuel Huapi um Bariloche finden Bergsteiger lohnenswerte Ziele.

Trekking - Wandern

Trecks gibt es viele in der Weite Argentiniens. Besonders lohnenswert sind diejenigen in den südlichen Anden entlang der chilenischen Grenze. Dort gibt es viele Nationalparks, die man erforschen kann, angefangen mit dem Nationalpark Lanín am Nordende des argentinischen Seengebiets bis zum Nationalpark Los Glaciares im Süden.

Eine erste Adresse für Trekkingtouren ist auch Feuerland.

Auch im Norden Argentiniens, in der Provinz Mendoza, gibt es Trekkingrouten. So kann etwas das Aconcagua Basecamp auf einer Trekkingtour besucht werden.

Im Gebiet der Quebrada de Humahuaca und dem der zentralen Sierras findet man als Weitwanderer ebenfalls fantastische Landschaften, oftmals sogar nicht so stark besucht, wie die oben vorgestellten Gebiete.

Paragliding

Warum das Paragliding nicht in Argentinien lernen? Es gibt dort fantastische schöne landschaftliche Möglichkeiten. Und: es ist preiswert. So bezahlt man für einen 30minütigen Tandemflug etwa 30 Euro. In Bariloche gibt es viele Agenturen, die Paragliding anbieten. Ein Insidertipp, den man aber schon viel zu oft liest, ist La Cumbre in den Sierras von Cordoba.

Windsurfing - Kitesurfing

Rodeo in der argentinischen Provinz San Juan hat den Ruf, eine der weltbesten Plätze für das Windsurfen und Kitesurfing zu sein. Von Oktober bis in den frühen Mai weht dort jeden Nachmittag ein konstanter, starker Wind. Im Nationalpark El Leoncito, in der Pampa del Leoncito findet man das Zentrum des Land-Sailing, des Landsegelns, span. carrovelismo. In dem ausgetrockneten Seebett nahe der Stadt Barreal sieht man die Segelfahrzeuge fliegen.

Skifahren

Argentinien hat für Schnee- und Skifans eine Menge zu bieten - das ist in Europa nicht unbedingt bekannt. Wer also will, kann die Skisaison verdoppelten - nach dem europäischen Winter kommt direkt der argentinische Winter. Die Saison reicht von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Die Skifahrzentren bieten viele Sonnentage, gute Schneeverhältnisse und ein gutes Equipment. Allerdings macht die Klimaerwärmung auch vor Argentinien nicht halt.

Die bekanntesten Skizentren in Argentinien sind:
die Mendoza-Provinz mit Las Leñas, wo es den besten Schnee und die längsten Abfahrten Argentiniens gibt, sowie Los Molles nahe Malargüe,
das Seengebiet mit dem Cerro Catedral nahe Bariloche, mit den schönsten Ausblicken beim Skifahren, und Chapelco nahe San Martín de los Andes,
das Skigebiet nahe Ushuaia in Feuerland als des weltsüdlichste kommerzielle Skigebiet.