Auswandern nach Argentinien

Auf dieser Seite haben wir wichtige Infos über das Auswandern nach Argentinien bzw. Einwandern in Argentinien zusammengestellt.

Warum Argentinien

Die erste Frage, die sich der Auswanderungswillige stellt und stellen muss, ist: warum gerade Argentinien?

Wahrscheinlich ist der wichtigste Grund, nach Argentinien zu gehen, ein Gefühl, eine Sehnsucht.

Wahrscheinlich ist man schon einmal in Argentinien gewesen, hat sich schon vor Jahren für Südamerika und seine Geschichte zu interessieren begonnen, hat die Sprache gelernt. Vielleicht war Argentinien das erste Land in Südamerika, welches man bereist hat. Vielleicht hat man während des Urlaubs viele nette Menschen kennen gelernt und die Kontakte gepflegt und kann auf Freundschaften zurückgreifen. So hat sich in den Jahren der eigene Bezug zum Land und den Leuten dort gestärkt und verstärkt. Vielleicht weiß man, dass, wenn man nach Buenos Aires kommt, man dort von guten Freunden empfangen werden wird.

Warum aus Deutschland wegziehen?

Hoffentlich nicht aus Frustration; hoffentlich auch nicht, weil man hier keinen Job hat und das Glück im Ausland finden will. Vielleicht möchte man aber keinen Standard-berufsweg, möchte sich (noch) nicht fest an einen Ort oder eine Arbeitsstelle binden.

Vielleicht möchte man die Welt entdecken, Menschen und Landschaften kennenlernen, seinen Horizont erweitern, für kurze oder längere Zeit ausbrechen und denkt, wenn nicht jetzt, wann dann?

Wohnen in Argentinien - Buenos Aires

Irgendwo muss man seine 7 Sachen unterbringen.

Am Anfang sollte man sich die Frage beantworten, in welchem Ort und wie man wohnen möchte. Vielleicht sucht man sich am Anfang ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft. Das hat den Vorteil, dass es billig ist und dass man sofort Kontakte knüpfen kann.

Die Seiten
- www.flatsandrooms.com
- www.buenosaireshouse.com
- www.livingbuenosaires.com
bieten lediglich möblierte Wohnungen für einen begrenzten Zeitraum zur Miete und sind auf Kurzaufenthalte von Touristen und Geschäftsleuten ausgerichtet.

Preiswerte Angebote findet man sicher am besten vor Ort, etwa in der Universität oder in Tageszeitungen. Auf der Seite www.mundoanuncio.com kann man ebenfalls fündig werden.

Für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft in Buenos Aires in einem der attraktiven Stadtviertel wie Palermo, Recoleta, Belgrano oder Caballito muss man mit Kosten um die 200 US Dollar rechnen. Es gibt preiswertere Angebote, allerdings oft in weniger attraktiven Stadtteilen.

Hier die Adresse eines Online-Stadtplans von Buenos Aires zur Orientierung: mapa.buenosaires.gov.ar/sig/index.phtml Einfach Adresse (Straße) eingeben - und schon weiß man, wo es liegt.

Argentinische Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen

Es gibt drei verschiedenen Formen des Aufenthaltsstatus (residentes permanentes, residentes temporarios und residentes transitorios).

Die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen von Ausländern in Argentinien finden sich im Ein- und Auswanderungsgesetz vom 17.12.2004 (Ley 25.871) nebst den einschlägigen Durchführungsbestimmungen.

1. Zuständigkeit

Für die Aufenthaltsgenehmigung und Einwanderungsfragen sind die argentinischen Konsulate im jeweiligen Heimatland zuständig.

Anträge auf Aufenthaltsgenehmigung sind folglich bei dem jeweiligen Konsulat in Deutschland zu stellen.

Zuständig für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist die:
Botschaft der Argentinischen Republik
Kleiststraße 23 – 26, 10787 Berlin
Tel.: 030-226 68 90
Konsularabteilung: Mo–Fr 09.00 - 14.00 Uhr (Publikum),
bis 17.00 Uhr (telefonisch)

Zuständig für die Länder Hessen, Baden-Württemberg und Bayern ist der:
Generalkonsul der Argentinischen Republik
Lyoner Straße 34, 6. OG, 60528 Frankfurt am Main
Tel.: 069-9 72 00 30
Mo-Fr 09.00 - 17.00 Uhr

Zuständig für die Länder Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist der:
Generalkonsul der Argentinischen Republik
Mittelweg 141, 20148 Hamburg
Tel.: 040-4 41 84 60
Mo-Fr 09.00 - 17.00 Uhr

Zuständig für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ist der:
Konsul der Argentinischen Republik
Robert-Koch-Straße 104, 53127 Bonn
Tel.: 0228-2 49 62 88

In Argentinien ist für Aufenthaltsfragen zuständig die:
DIRECCION NACIONAL DE MIGRACIONES
Antártida Argentina 1355, 1104 Buenos Aires
Tel.: 0054-11-4317-0200,
www.migraciones.gov.ar,
Mo-Fr 8.00 bis 13.00 Uhr

Zu beachten ist, dass Anträge können bei dieser Behörde NUR von Bevollmächtigten, Verwandten ersten Grades, Ansässigen, dem Arbeitgeber und ähnlichen Personen gestellt werden können, nicht aber von der betreffenden Person selbst, da eine Einreise ohne Genehmigung nicht statthaft ist.

2. Welches Visum ist das richtige?

Aufenthaltsbestimmungen

Das argentinische Ein- und Auswanderungsgesetz legt in Art. 20 drei verschiedene mögliche Formen eines Aufenthaltes fest:
a) residentes transitorios
b) residentes temporarios
c) residentes permanentes

zu a) Aufenthalte bis 90 Tage
In diese Gruppe können eingeordnet werden (s. Art 24):
- Touristen
- Durchreisende
- Pendler
- Besatzungsmitglieder internationaler Transporte
- Saisonarbeiter
- Wissenschaftler
- Patienten, die behandelt werden
- Sonstige Personen, die nach dem Ermessen der Einwanderungsbehörden eine bevorzugte Behandlung genießen sollten

(a) Touristen

Ein Visum ist für deutsche Staatsangehörige mit gültigem Reisepass nicht erforderlich (eine Arbeit darf nicht aufgenommen werden). Bei der Einreise muss ein Einreiseformulars ausgefüllt werden, auf dem der vorübergehende Wohnort, z.B. Hotelanschrift, genannt werden muss. Dieses Formular ist bei der Ausreise wieder vorzulegen.

Die 90-Tage-Frist kann man in der Dirección Nacional de Migraciones gegen eine Gebühr von z.Z. 100 Pesos verlängern, und zwar einmalig. Die kostenlose Alternative ist das (auch nur kurzfristige) Verlassen des Landes mit anschließender Wiedereinreise.

Ein Überschreiten der 90-Tage-Frist hat als Sanktion ein Ordnungsgeld von 50 Pesos zur Folge.

(b)Geschäftsreisende

Für Geschäftsreisende ist für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen ein Visum erforderlich.

Das Visum ist bei dem zuständigen argentinischen Konsulat (s.o.) zu beantragen.

Das Visum kann vor Ablauf der 90-Tage-Frist bei der Dirección Nacional de Migraciones (s.o.) einmalig um bis zu 90 Tagen verlängert werden.

Folgende Dokumente müssen bei der Beantragung des Visums beigebracht werden:
- Antragsformular, im Konsulat erhältlich
- Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist
- 1 Passfoto, 4 x 4 cm
- Ticket für Hin- und Rückreise
- Nachweis der Eigenschaft eines Geschäftsreisenden; i.d.R. Bescheinigung des Arbeitgebers mit der Angabe des Reiseanlasses usw. (näheres beim Konsulat erfragen) oder Einladung aus Argentinien. Letzeres muss von der Dirección Nacional de Migraciones (s.o.) genehmigt worden sein.

zu b) residente temporario - befristete Aufenthaltsgenehmigung bis zu einer Dauer von 3 Jahren (oder kürzer)

In diese Gruppe können eingeordnet werden (s. Art 23)
- Arbeitnehmer (trabajadores migratorios)
- Fachpersonal, das wissenschaftliche, technische oder beratende Funktionen ausübt (z.B. Wissenschaftler)
- Leitungs-, Verwaltungs- und technisches Personal, das zur Wahrnehmung bestimmter Aufgaben einreist
- Unternehmer, die Investitionen von mind. 100.000 Pesos durchführen; die Investitionen müssen im Interesse Argentiniens liegen
- Rentner
- Studenten sowie Schüler, also auch Austauschschüler beim Schüleraustausch, ab der Sekundarstufe I
- Sportler, Künstler, Geistliche anerkannter Religionen,
- behandelte Patienten,
- Akademiker im Auftrag einer Hochschule
- Asylanten, Flüchtlinge, Personen, die aus humanitären Gründen aufgenommen werden,
- Bürger der MERCOSUR- und assoziierten Staaten
- Personen, deren Einreise nach Ermessen des Innen- oder Außenministeriums im argentinischen Interesse liegt.

Für die Beantragung einer befristeten Aufenthaltsgenehmigung müssen sind folgende Dokumente beim zuständigen argentinischen Konsulat vorgelegt werden:
- Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist
- polizeiliches Führungszeugnis der letzten fünf Jahre
- Geburtsurkunde, beglaubigt
- Arbeitsvertrag in spanischer Sprache in zweifacher Ausfertigung (falls Arbeitsverhältnis Grund der Einreise ist)
- 2 Passbilder (schwarz-weiß, 4 x 4cm, ohne Brille)
- ärztliches Gesundheitszeugnis; muss vom zuständigen Arzt (Auskunft im Konsulat) des Heimatlandes ausgestellt werden
- bei Verheirateten: beglaubigte Kopie der Heiratsurkunde, möglicherweise auch Scheidungsurkunde
- bei Verwitweten: beglaubigte Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartners
- bei Einreise aufgrund von Familienangehörigkeit: Kopie des argentinischen Documento Nacional de Identidad (DNI) des entsprechenden Angehörigen (Eltern bzw. Ehepartner)

Fragen beantwortet das Depto. Radicación temporaria y definitiva, Edificio 4, Migraciones, Tel.: 0054-11-4317-0303.

Wichtig: sämtliche Urkunden, die nicht in spanischer Sprache abgefasst sind, müssen von einem beim
Colegio de Traductores Públicos de la Ciudad de Buenos Aires Av. Callao 289, 4. Stock, Tel.: 0054-11-4371 8616,
info@traductores.org.ar, www.traductores.org.ar
eingetragenen Übersetzer übersetzt werden.

Wichtig: Informieren Sie sich über aktuelle Änderungen beim jeweiligen Konsulat!

zu c) residente permanente - unbefristete Aufenthaltsgenehmigung

Die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung kann nach Ablauf der vorläufigen Aufenthaltsgenehmigung beantrag werden.

Voraussetzungen (s. Disposición Nr. 315/99):
- Beim Personenstandsregister des Wohnsitzes in Argentinien muss das Documento Nacional de Identidad "DNI" beantragt und von diesem ausgestellt worden sein.
- Bei der Polizei muss ein Antrag auf Erteilung einer Kennkarte (Cédula de Identidad) gestellt worden sein und die Karte muss ausgestellt worden sein.
- Identitätsnachweis
- Antrag auf Wechsel des Status unter Vorlage einer beweiskräftigen Beglaubigung, dass die vorläufige Aufenthaltserlaubnis ordnungsgemäß erworben wurde.
- Nachweis eines ununterbrochenen legalen Aufenthalts im Land von mindestens drei Jahren
- Gültiges polizeiliches Führungszeugnis, ausgestellt von der Policia Federal Argentina
- Gesundheitszeugnis

Fragen beantwortet das Depto. Radicación temporaria y definitiva, Edificio 4, Migraciones, Tel.: 0054-11-4317-0215 oder 4317-0237.

Die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung kann auch direkt beantragt werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Angehörige von argentinischen Staatsangehörigen können die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung ohne weiteres direkt beantragen.

Zollbestimmungen

Das argentinische Wirtschaftsministerium setzt die Freigrenzen für Reisegepäck durch Verordnung fest.

Für Aufenthalte über einem Jahr ist die Verordnung Nr. 1470/86 maßgebend, für Aufenthalte von unter einem Jahr die Verordnung Nr. 5817/84. Es ist wie folgt zu unterscheiden:

1. Persönliche Gebrauchsgüter

a) Begleitetes Gepäck (equipaje acompañado)

Es können Neuwaren im Wert von bis zu 300 US Dollar zollfrei eingeführt werden. Einfuhrsteuer fällte bei höherwertigen Waren in Höhe von 50 % an.

b) Frachtgepäck (equipaje no acompañado)

Einwanderer und " residente temporarios" dürfen zollfrei Gebracht- und Neuwaren jeder Art ins Land einführen. Es gibt keine Wertgrenze. Man muss aber nachweisen, dass die Waren lediglich für den privaten Gebrauch bestimmt sind. Einreisende mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung "residente temporarios" sind verpflichtet, die mitgebrachten Waren ins Ursprungsland zurückzunehmen. Ein Verkauf in Argentinien ist untersagt.

Personen, nach einem Auslandsaufenthalt erneut nach Argentinien einwandern wollen, unterliegen der Zollfreiheit nur, wenn sie einen festen Wohnsitz im Ausland für mindestens ein Jahr nachweisen können. Davon dürfen sie sich höchstens 60 Tage ununterbrochen in Argentinien aufgehalten haben. Zollfreiheit für das Frachtgepäck besteht zudem nur, wenn es innerhalb von 180 Tagen nach Eintritt ins Land entzollt wird.

Art. 15 des argentinischen Einwanderungsgesetzes bestimmt, dass Einwanderer, denen eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde, Güter zum persönliche Gebrauchs einschließlich Kraftfahrzeuge steuer- und zollfrei lediglich bis zu einer Höhe von US Dollar 25.000 einführen dürfen. Der Wert des Kraftfahrzeugs darf jedoch US Dollar 15.000 nicht übersteigen. Das per Schiffsfracht versendete Gepäck muss man beim Zollamt im Hafen von Buenos Aires, Av. de los Inmigrantes 1950, planta baja, abholen.

Das per Flugzeug versendete Gepäck ist beim Zollamt im internationalen Flughafen Ezeiza abzuholen.

Folgende Papier müssen dem Zoll zur Abholung vorgelegt werden:
- Auflistung der mitgebrachten Gegenstände, die vom zuständigen Konsulat mit Sichtvermerk versehen worden sein muss
- Reisepass
- Einreisestempel mit Bescheinigung der Einwanderungsbehörde über die Dauer des Aufenthaltes

Güter, die der beruflichen Tätigkeit dienen, dürfen Einwanderer (also, Personen, die nicht die argentinische Staatsangehörigkeit besitzen) bis zu einer bestimmten Höchstgrenze zollfrei einführen. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller muss dauerhaft einwandern will und innerhalb von 90 Tagen nach Ausstellung der Einwanderungsbescheinigung den Antrag hierfür stellt.

Auch argentinische Staatsbürger, die einen festen Wohnsitz im Ausland von mind. zwei Jahren nachweisen und Ausländer, die für mindestens zwei Jahre einen festen Wohnsitz im Ausland gehabt und die einen Daueraufenthalt in Argentinien "permanentes" beantragt haben, können den Antrag auf zollfreie Einfuhr stellen.

Jeder Empfänger von Gütern muss die Zollabfertigung über einen Zollagenten abwickeln. Daneben empfiehlt sich eine persönliche Anwesenheit. Man sollte dies sofort nach Ankunft vornehmen, da die Lagerung mit Problemen behaftet ist.

Es ist dringend zu empfehlen, vor der Antragstellung Erkundigungen über den aktuellen Stand der Bestimmungen bei den zuständigen argentinischen Stellen einzuholen. Auskünfte kann auch die Außenhandelskammer Argentinien geben.

2. Import von Kraftfahrzeugen

Die Einfuhr von gebrauchten Kraftfahrzeugen für die private Nutzung ist nur Personen gestattet, die das 21. Lebensjahr vollendet haben. Der Wert des Kraftfahrzeugs darf 15.000 US Dollar nicht übersteigen.

a) Einwanderer mit Aufenthaltsgenehmigung

Nur Personen, die eine vorläufige oder dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben, dürfen Kraftfahrzeuge auf Dauer einführen.

Der dauerhafte Import muss innerhalb von 3 Monaten vor bis 6 Monate nach der Einreise beantragt werden bzw. stattfinden. Das Auto muss in Deutschland mindestens 3 Monate auf die einwandernde Person zugelassen gewesen sein. Bei Abholung des Fahrzeugs ist dem Zoll eine Zollbefreiung (franquicia) der Einwanderungsbehörde vorzulegen, s.o.. Andernfalls gilt der allgemeine Zollsatz: das sind ca. 75% des cif-Wertes für Benzinfahrzeuge und 90% für Dieselfahrzeuge. Das gliedert sich wie folgt auf: Statistiksteuer (3%), Importzoll (30%), darauf dann die Mehrwertsteuer (21%) und die Gewinnsteuer (11%); bei Dieselfahrzeugen zusätzlich eine Verbrauchssteuer von 11,11%.

Für eine Zollbefreiung ist folgendes erforderlich:
- Die Besitzurkunde des Fahrzeugs (z.B. KFZ-Brief) muss beim zuständigen Konsulat per Apostille beglaubigt worden sein.
- Eine Schätzung des Wertes des KFZ muss erfolgt sein; diese Schätzung muss von der zuständigen Handelskammer und vom argentinischen Konsul beglaubigt worden sein.
- Meldebescheinigung der Gemeindeverwaltung bzw. Polizei, aus der sich ein fester Wohnsitzes in Deutschland für mindestens zwei Jahre unmittelbar vor dem Datum des Antrags ergibt; diese muss vom argentinischen Konsulat in Deutschland beglaubigt worden sein. - Vorlage einer vollständige Kopie des Reisepasses.
- Vorlage der Übersetzung der genannten Unterlagen von einem beim Colegio de Traductores (s.o.) eingetragenen Übersetzer.

b) Touristen

Touristen dürfen lediglich eine vorübergehende Einfuhr (admisión temporaria) für ihren gebrauchten PKW beantragen. Die Bewilligung erfolgt i.d.R. für 8 Monate. Sie kann wiederholt durch Aus- und Einreise verlängert werden. Zu beachten ist, dass beim ersten Mal der Aus- und Einreise beides innerhalb eines Tages erfolgen kann, dann aber mindesten ein Tag Auslandsaufenthalt dazwischen liegen muss.

Beim Konsulat des Heimatstaates ist folgendes vorzulegen:
- der gültige Reisepass,
- der Kraftfahrzeugbrief,
- der Führerschein und
- eine eidesstattliche Versicherung, dass die Einfuhr des KFZ nur vorübergehend geplant ist.

Beim Zollamt muss das Formular OEM1867A ausgefüllt werden.

Die Gebühren betragen: THC = 120 US$, Wegegeld = 30 US$, Genehmigung = 45 US$ zzgl. MwSt, Resolution = 70 US$ und pro Tonne 4 US$ zzgl. MwSt.

Klar ist, dass der Wagen nicht in Argentinien veräußert werden darf.

c ) andere

Argentinische Staatsangehörige, die wieder nach Argentinien einwandern möchten, müssen für die Einfuhr mindestens ein Jahr im Ausland ansässig gewesen sein; das Kraftfahrzeug muss unter ihrem Namen im Ausland angemeldet gewesen sein. Zu beachten ist, dass aber sämtliche anfallenden Importsteuern zu zahlen sind.

Arbeiten in Argentinien

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Einwanderung nach Argentinien ist wahrscheinlich, dass man dort eine Arbeitsstelle findet bzw. gefunden hat.

Hilfe bei der Jobsuche kann man eventuell bei der AHK Argentinien finden. Dort gibt es eine Stellenbörse, um qualifizierten Deutschen bei der Suche einer Arbeitsstelle in Argentinien, sowie umgekehrt, in Argentinien ansässigen Unternehmen bei der Suche nach deutschsprachigen Personen zu helfen.

Weiter kann man sich auch hier nach Stellenangeboten umschauen:
www.bumeran.com.ar
www.computrabajo.com.ar
www.ar.acciontrabajo.com

Am Aussichtsreichsten ist aber sicher ein Suchen und Bewerben vor Ort in Argentinien.

Arbeitsrecht

Auch in Argentinien gibt es ein Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Steuerrecht.

Die Frage der Anwendung grade genannter argentinischer Rechtsvorschriften unterscheidet das argentinische Recht aufgrund des jeweiligen Aufenthaltsstatus, also danach, ob man zur Gruppe der residente temporario oder permanente gehört, also eine Aufenthaltsgenehmigung auf Dauer hat, oder zur Gruppe mit dem Status transitorio gehört.

1. residente transitorio:

Ein Visum mit der Erlaubnis zur Arbeit ist erforderlich (s.o.). Bei Arbeitszeiträumen, die unter 6 Monaten liegen, fallen keine Sozialversicherungsabgaben in Argentinien an und es erfolgt keine Veranlagung zur argentinischen Lohnsteuer.

2. Residente temporario oder residente permanente,

die in Argentinien einer Arbeit nachgehen, fallen unter das argentinische Steuer-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht.

3.Arbeitnehmerschutzrecht:

Es gibt ein Arbeitnehmerschutzrecht, das allerdings verglichen mit dem deutschen Arbeitsrecht nur rudimentär ausgestaltet ist.

4. Sozialversicherung

Nach argentinischem Recht sind die Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, eine Unfallversicherung sowie eine Lebensversicherung für ihre Beschäftigten abzuschließen.

Arbeitnehmer haben die Pflicht 11% des Lohnes an eine Rentenkasse abzuführen. Die Arbeitgeber halten diesen Betrag von Lohn ein. Sie sind ebenfalls verpflichtet, eine öffentliche oder private Krankenversicherung abzuschließen. Dadurch erhalten sie einen Anspruch auf eine kostenfreie medizinische Basisversorgung. Die Beiträge splitten sich wie folgt: Beiträge in Höhe von 5 % des Lohnes zahlt der Arbeitnehmer, Beiträge in Höhe von 3 % des Lohnes der Arbeitgeber.

Ein deutsch-argentinisches Sozialversicherungsabkommen oder Gegenseitigkeitsabkommen existiert nicht. Die Folge ist, dass in Argentinien geleistete Sozialabgaben bei der Rückkehr nach Deutschland nicht erstattet werden. Auch werden in Deutschland keine in Argentinien geleisteten Beiträge angerechnet.

5. Steuerrecht

Es besteht eine allgemeine Einkommenssteuerpflicht in Argentinien.

Die Sprache

Eigentlich braucht es nicht erwähnt zu werden, dass solide Spanischkenntnisse für ein Leben in einem spanischsprachigen Land unabdingbar sind. Eine gute Möglichkeit, Spanisch zu lernen, bietet die Seite www.spanisch-lehrbuch.de

Umzug innerhalb Argentiniens

Jeder Wohnortwechsel innerhalb Argentiniens muss umgehend dem Hauptsitz der Einwanderungsbehörde (Sede Central de la Dirreción Nacional de Migraciones) oder der jeweiligen regional zuständigen Dienststelle am letzten Wohnort mitgeteilt werden. Der angegebene Wohnort ist die gültige Anschrift für sämtliche Einwanderungsfragen, ebenso wie für Rechtsstreitigkeiten jeglicher Art im Zusammenhang mit der Einwanderung. Falls bei der erstmaligen Einreise nach Argentinien der Wohnort nicht ordnungsgemäß auf dem Einreiseformular eingetragen worden ist, muss dies beim Hauptsitz der Einwanderungsbehörde nachgeholt werden.